Do, 14:00 Uhr
13.10.2005
Hoffen auf gutes Ende
Nordhausen (nnz). Acht Investoren aus Russland und Kasachstan soll es geben, die ein Interesse an der zahlungsunfähigen IGENO Schienenfahrzeuge GmbH des Otto Brandt haben. Die nnz versucht ein wenig, das kasachische und deutsche Dickicht zu entwirren.
Zwischen den Kasachen und den Nordhäusern gibt es ein Bindeglied, die KazGate Projektmanagement GmbH aus Erfurt. Deren Vertreter, der Nordhäuser Ralph Grabarse, berichtet der nnz über seine Erfahrungen mit IGENO, aber auch mit der kasachischen Seite. Grabarse war im September zu ausführlichen Verhandlungen in der ehemaligen Sowjetrepublik. Es wurde dabei bereits seitens der IGENO Schienenfahrzeug GmbH auf den Einstieg eines Investors aus Kasachstan gehofft, denn der Gesamtzustand der IGENO-Gruppe war zu diesem Zeitpunkt mehr als desolat. Es sollten ganz gezielte Gespräche mit eventuellen Investoren für die IGENO Schienefahrzeug GmbH geführt werden, für diese Verhandlungen lag dem Nordhäuser eine schriftliche Handlungsvollmacht der IGENO vor.
Die Kasachen ihrerseits hegten jedoch große Bedenken hinsichtlich der Bonität der Brandt-Gruppe. Die fehlende Bonität wurde der nnz auch in der vergangenen Woche durch den vorläufigen Insolvenzverwalter bestätigt und ein Blick in die IGENO-Bilanz sagt, dass an Vorleistungen lediglich 150.000 Euro durch die IGENO ausgegeben wurden und nicht - wie bisher behauptet – zwei Millionen Euro. Aber, es wurde weiter verhandelt, Rückfragen der Kasachen wurden von Brandt beantwortet. Schließlich gab es Zeichen, die auf einen Einstieg in Nordhausen deuteten. Nach Informationen der nnz waren die Investoren nach einer Prüfung des Unternehmens bereit, die IGENO zu kaufen. Sie wollten dazu auch die langfristigen Kredite übernehmen und eine Million Euro neues Geld an Liquidität dem Unternehmen zukommen lassen. Das Gespräch mit dem Insolvenzverwalter Carsten Bloß nahm den bekannten Ausgang (siehe nnz-Archiv), die Kasachen flogen zurück nach Asien. Übrigens: Die Investorengruppe, die sich für die IGENO Schienenfahrzeuge GmbH interessierte, hat nichts mit den Auftraggebern für den Umbau der Kesselwagen zu tun.
Nun hatte sich inzwischen bei der KazGate Projektmanagement GmbH eine zweite Investorengruppe gemeldet, auch diese ist in Kasachstan beheimatet. Natürlich wollen auch diese Investoren offenen Fragen beantwortet haben. Präsentationen wurden angefertigt, auf deutsch und auf russisch. Sie wurden gar mental auf die asiatischen Besonderheiten und Befindlichkeiten angepasst.
Mittlerweile hat die KazGate Projektmanagement GmbH den Umbau-Auftrag erhalten. Nun wird schnellstens nach einem Auftragnehmer gesucht. Noch liegen die Nordhäuser vorn, doch irgendwann muß eine Entscheidung fallen, sonst werden die 400 Kesselwagen nicht in Nordhausen umgebaut. Hierzu bedarf es noch einiger Gespräche mit dem Insolvenzverwalter, die sich aber zunehmend konstruktiv gestalten, letztlich ist man auch auf dieser Seite an einer schnellen Lösung für die IGENO Schienenfahrzeug GmbH interessiert.
Wenn allen Seiten an einem Fortbestand der IGENO und einem Erhalt der Arbeitsplätze in Nordhausen und Niedersachswerfen gelegen ist, dann sollte es ein glückliches Ende geben.
Autor: nnzZwischen den Kasachen und den Nordhäusern gibt es ein Bindeglied, die KazGate Projektmanagement GmbH aus Erfurt. Deren Vertreter, der Nordhäuser Ralph Grabarse, berichtet der nnz über seine Erfahrungen mit IGENO, aber auch mit der kasachischen Seite. Grabarse war im September zu ausführlichen Verhandlungen in der ehemaligen Sowjetrepublik. Es wurde dabei bereits seitens der IGENO Schienenfahrzeug GmbH auf den Einstieg eines Investors aus Kasachstan gehofft, denn der Gesamtzustand der IGENO-Gruppe war zu diesem Zeitpunkt mehr als desolat. Es sollten ganz gezielte Gespräche mit eventuellen Investoren für die IGENO Schienefahrzeug GmbH geführt werden, für diese Verhandlungen lag dem Nordhäuser eine schriftliche Handlungsvollmacht der IGENO vor.
Die Kasachen ihrerseits hegten jedoch große Bedenken hinsichtlich der Bonität der Brandt-Gruppe. Die fehlende Bonität wurde der nnz auch in der vergangenen Woche durch den vorläufigen Insolvenzverwalter bestätigt und ein Blick in die IGENO-Bilanz sagt, dass an Vorleistungen lediglich 150.000 Euro durch die IGENO ausgegeben wurden und nicht - wie bisher behauptet – zwei Millionen Euro. Aber, es wurde weiter verhandelt, Rückfragen der Kasachen wurden von Brandt beantwortet. Schließlich gab es Zeichen, die auf einen Einstieg in Nordhausen deuteten. Nach Informationen der nnz waren die Investoren nach einer Prüfung des Unternehmens bereit, die IGENO zu kaufen. Sie wollten dazu auch die langfristigen Kredite übernehmen und eine Million Euro neues Geld an Liquidität dem Unternehmen zukommen lassen. Das Gespräch mit dem Insolvenzverwalter Carsten Bloß nahm den bekannten Ausgang (siehe nnz-Archiv), die Kasachen flogen zurück nach Asien. Übrigens: Die Investorengruppe, die sich für die IGENO Schienenfahrzeuge GmbH interessierte, hat nichts mit den Auftraggebern für den Umbau der Kesselwagen zu tun.
Nun hatte sich inzwischen bei der KazGate Projektmanagement GmbH eine zweite Investorengruppe gemeldet, auch diese ist in Kasachstan beheimatet. Natürlich wollen auch diese Investoren offenen Fragen beantwortet haben. Präsentationen wurden angefertigt, auf deutsch und auf russisch. Sie wurden gar mental auf die asiatischen Besonderheiten und Befindlichkeiten angepasst.
Mittlerweile hat die KazGate Projektmanagement GmbH den Umbau-Auftrag erhalten. Nun wird schnellstens nach einem Auftragnehmer gesucht. Noch liegen die Nordhäuser vorn, doch irgendwann muß eine Entscheidung fallen, sonst werden die 400 Kesselwagen nicht in Nordhausen umgebaut. Hierzu bedarf es noch einiger Gespräche mit dem Insolvenzverwalter, die sich aber zunehmend konstruktiv gestalten, letztlich ist man auch auf dieser Seite an einer schnellen Lösung für die IGENO Schienenfahrzeug GmbH interessiert.
Wenn allen Seiten an einem Fortbestand der IGENO und einem Erhalt der Arbeitsplätze in Nordhausen und Niedersachswerfen gelegen ist, dann sollte es ein glückliches Ende geben.

