Do, 11:12 Uhr
06.10.2005
Frauenhaus in Gefahr
Nordhausen (nnz). Für verzweifelte Frauen und ihre Kinder sind sie mitunter die letzte Zuflucht – die Frauenhäuser. In Nordhausen steht das hiesige Frauenhaus nach nnz-Recherchen offenbar vor dem Aus. Einzelheiten mit einem einzigen Klick.
Es war schon mal besser ausgelastet, das Nordhäuser Frauenhaus. Diese Feststellung ist eigentlich eine positive Nachricht. Für die Landesregierung in Erfurt auch. Die hat beschlossen, die Förderung für die Nordhäuser Einrichtung einzustellen, so wie für 13 weitere Häuser im Freistaat auch. Die Beamten des Thüringer Sozialministeriums haben sich für drei zu fördernde Standorte in Nordthüringen entschieden: Sondershausen, Leinefelde-Worbis und Bad Langensalza.
Die Förderung seitens des Landes wird damit von einst 1,6 Millionen Euro auf rund 900.000 Euro heruntergeschraubt. Für die Einrichtung in Nordhausen bedeutet das, die Förderung läuft zum 31. Dezember 2005 aus. Dann müsste die Einrichtung geschlossen werden, die bislang mit jährlich 44.000 Euro aus Erfurt unterstützt worden war. Der städtische Zuschuss beläuft sich auf 14.000 Euro.
Jetzt sind in Nordhausen politische Entscheidungen gefragt, auf Hilfe aus Erfurt wird man vergebens warten, spätestens morgen ist der nächste Doppelhaushalt beschlossene Sache. Allerdings müsste die Stadt sich einen Partner bei der Finanzierung suchen, möglich wäre der Landkreis. Doch auch da sind 44.000 zusätzliche Euro ein dicker Brocken für eine Einrichtung, die nur noch schwach nachgefragt wird. Wie gesagt, es lässt sich auch ein positiver Aspekt ableiten...
Autor: nnzEs war schon mal besser ausgelastet, das Nordhäuser Frauenhaus. Diese Feststellung ist eigentlich eine positive Nachricht. Für die Landesregierung in Erfurt auch. Die hat beschlossen, die Förderung für die Nordhäuser Einrichtung einzustellen, so wie für 13 weitere Häuser im Freistaat auch. Die Beamten des Thüringer Sozialministeriums haben sich für drei zu fördernde Standorte in Nordthüringen entschieden: Sondershausen, Leinefelde-Worbis und Bad Langensalza.
Die Förderung seitens des Landes wird damit von einst 1,6 Millionen Euro auf rund 900.000 Euro heruntergeschraubt. Für die Einrichtung in Nordhausen bedeutet das, die Förderung läuft zum 31. Dezember 2005 aus. Dann müsste die Einrichtung geschlossen werden, die bislang mit jährlich 44.000 Euro aus Erfurt unterstützt worden war. Der städtische Zuschuss beläuft sich auf 14.000 Euro.
Jetzt sind in Nordhausen politische Entscheidungen gefragt, auf Hilfe aus Erfurt wird man vergebens warten, spätestens morgen ist der nächste Doppelhaushalt beschlossene Sache. Allerdings müsste die Stadt sich einen Partner bei der Finanzierung suchen, möglich wäre der Landkreis. Doch auch da sind 44.000 zusätzliche Euro ein dicker Brocken für eine Einrichtung, die nur noch schwach nachgefragt wird. Wie gesagt, es lässt sich auch ein positiver Aspekt ableiten...

