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Do, 14:12 Uhr
12.08.2021
Großprojekt mit 1,5 Millionen Euro auf den Weg gebracht

Umweltministerium fördert Insektenschutz

Die Naturforschende Gesellschaft Altenburg (NfGA) erhält aus dem 2021 neu eingerichteten „Sonderfonds Insektenschutz in Thüringen“ des Umweltministeriums 1.550.000 EUR. Damit soll das Überleben des gefährdeten Skabiosen-Scheckenfalters in Thüringen gesichert werden. Das Schutzprojekt läuft bis Ende 2023...

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Dazu erklärt Umweltstaatssekretär Olaf Möller: „Der Erhalt der Artenvielfalt und damit auch die Bewahrung der Schönheit unserer Heimat ist eine der großen Herausforderungen, der wir uns als Umweltministerium stellen. Das drohende Verschwinden des Skabiosen-Scheckenfalters steht beispielhaft für das dramatische Insektensterben und die Gefährdung unserer Ökosysteme. Hier müssen wir entschieden gegensteuern. Im breit angelegten Projekt werden Lebensräume neu geschaffen, wiederhergestellt oder erhalten und damit zugleich zahlreiche andere Arten, für die wir eine besondere Verantwortung tragen, geschützt.“

Umgesetzt wird das Schutzprojekt vor allem im Nationalpark Hainich, im Jonastal (Ilmkreis), am Kriegberg bei Gotha, auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Großlohra (Landkreis Nordhausen) und in der Klingser Aue in der Rhön. Die Vorkommen des Skabiosen-Scheckenfalters (Euphydryas aurinia) haben in den letzten Jahren deutschlandweit dramatisch abgenommen. Nach der „Roten Liste“ in Thüringen gilt er als stark gefährdet. Der Tagfalter ist in Anhang II der FFH-Richtlinie gelistet und steht daher unter besonderem europäischem Schutz.

„Im Rahmen des Projektes unterstützen wir nicht nur diese eine Art, es profitieren viele weitere gefährdete Falterarten, z.B. der Quendel-Ameisenbläuling (Maculinea arion), die Hofdame (Hyphoraia aulica) oder der Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus), um hier nur einige zu nennen.“, weiß NfGA-Mitarbeiterin Alice Czarnowsky. Die Artkennerin setzt sich bereits seit vielen Jahren für den Skabiosen-Scheckenfalter in Thüringen ein und hat Erfahrungen mit dem Management der Tagfalterart gesammelt.

Ziel des Projektes ist die Verbesserung des Erhaltungszustandes in den Thüringer Verbreitungsschwerpunkten. Offenland-Lebensraumtypen, die als Lebensraum dienen, wie Artenreiche Borstgrasrasen, Kalk-(Halb-) Trockenrasen oder Wacholderbestände, sollen erhalten werden. Bestehende Habitatflächen sollen gesichert und optimiert, neue Lebensräume entwickelt und vernetzt werden. Dies geschieht unter anderem durch das Entbuschen von Trockenrasen, die Anreicherung von Wirtspflanzen und das Vernetzen von Vorkommensgebieten.

Hintergrund
Mit dem „Sonderfonds Insektenschutz“ werden Maßnahmen des Naturschutzes in der Agrarlandschaft zur Schaffung, Wiederherstellung und Entwicklung von Insekten-Lebensräumen gefördert. Der Förderschwerpunkt dieses Projektes liegt auf Insektenarten gemäß FFH-Prioritätenkonzept.

Der Fonds wird aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) gemeinsam vom Bund und dem Land Thüringen finanziert. Der Landesanteil daran liegt bei 40 Prozent. Fördermittel konnten für den Zeitraum von 2021 bis 2023 beantragt werden. Der Fördersatz beträgt bis zu 100 Prozent (bei Kommunen bis zu 90 Prozent), Projekte konnten ab einer Zuwendung von 500.000 Euro beantragt werden. Die Förderung richtet sich hauptsächlich an gemeinnützige Vereine und Verbände. Zudem konnten auch Kommunen und andere Landbewirtschafter Anträge stellen.
Autor: red

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Kommentare
pseudonym
12.08.2021, 18:52 Uhr
Und wieder 1,5 Mio Steuern
verprasst. Für welche konkreten Maßnahmen wird denn das Geld ausgegeben? Wer bekommts und macht was dafür? Ich dachte die Grünen sind für unberührte Natur, also alles sich selbst überlassen wie auf dem Possen. Und jetzt wird in die Biosphäre eingegriffen, um einen(!) bestimmten Falter zu retten? Was sagen denn die anderen Tierchen die bislang dort leben, zu der Umgestaltung?
Halssteckenbleib
12.08.2021, 22:05 Uhr
Ich finde es klasse
das die Insekten auch mal an meinen Steuern teilhaben dürfen. Auch Insekten haben Anspruch auf ein lebenswertes Leben.Schließlich vernichtet ja der Mensch den Lebensraum der Insekten.Also lieber Mensch bitte nicht aufregen das Insekten an meinen Steuern teilhaben sollen.Solidarität muß schon sein.....
grobschmied56
12.08.2021, 22:29 Uhr
Worauf wir noch warten...
... sind 'Schlagverbot gegen Stechmücken', Ächtung von Fliegenklatschen, Insektenspray, sowie die Einrichtung von Schmeißfliegen-Schutzgebieten.
Peppone
12.08.2021, 22:48 Uhr
Eure unwitzigen Witze liegen vermutlich daran,
dass ihr wie die Chinesen, die ihre Umwelt mit Fungiziden, Herbiziden und Insektiziden so vollgeknallt haben, in Zukunft selbst die Bestäubungsfunktion wahrnehmen wollt.

Das kann ich mir in Eurem fortgeschrittenen Alter zwar nur sehr schwer vorstellen, aber ich lasse mich gerne durch kletternde Opas mit Federboa in Bäumen überraschen.

Und ob ihr das glauben wollt oder nicht, das habe ich mir für Euch Witzbolde nicht ausgedacht. Die krabbeln in den Bäumen rum, damit sie da noch einen Apfel ernten. Also macht weiter so, dann könnt ihr diesen Minijob übernehmen.
grobschmied56
28.08.2021, 00:13 Uhr
Ich weiß nicht, ob Peppone es...
... noch lesen wird. Trotzdem versuche ich mal auf meine Art zu antworten. Mein Grundstück ist ziemlich zugewachsen, teilweise schon fast überwuchert. Meine Frau und ich haben zahlreiche Sträucher, Stauden und Bäume gepflanzt, welche Insekten und Vögeln gute Bedingungen bieten.
Mit einem kleinen Elektromäher kürze ich jeweils nur einen Teil des Gras- und Krautaufwuchses. Die andere Hälfte bleibt stehen. Sieht halbgewalkt und schlampig aus. Mir doch egal. Insekten haben ihr Auskommen an der 'stehengebliebenen' Fläche. Meine Nachbarn handhaben das ähnlich. Bei uns gibt es keine Wüste aus 'Wembley-Rasen' und Schottergarten. Um die mir bekannten Erdnester von Hummeln mache ich einen Bogen beim Mähen. Die Spatzen-Nester in den Dachrinnen dulde ich mit freundlichem Augenzwinkern.
Hinter dem Haus finden die kleinen Krakeeler im Sommer jederzeit eine große, flache, gut gefüllte Schale als Vogelbad und Tränke. Im Winter gibt es ein üppiges Futterhäuschen und Meisenringe im Baum vor meinem Häuschen. Viele Menschen wären erfreut, wenn sie das rege Treiben dort beobachten könnten, so wie ich.
Viehzeug im Haus dulde ich nicht. Ein Wespenvolk, welches den Jalousiekasten über dem *-Fenster besiedelt hatte, bekam die chemische Keule zu spüren.
Darüber kann sich nun der Insektenfreund mal richtig aufregen. Mir auch völlig wurscht. Der Rolladen hat nun mal eine feste Funktion beim Wetterschutz und bei der Wärmedämmung. Das lasse ich mir nicht durch ein besch******s Wespennest blockieren.
Wenn der Herr Peppone meint, daß dadurch KIPP-PUNKT, WELTUNTERGANG und ewige Verdammnis endgültig besiegelt werden - sein Problem, nicht meines.
Kopf hoch, lieber Peppone, seit Jahrtausenden schon fürchten sich die Menschen vor dem Weltuntergang.
Und er will und will nicht kommen.

Dazu ein Vers des römischen Dichters Martial
(aus meinem Langzeitgedächtnis, keine Garantie für die Richtigkeit!)

Aus Angst vor Feinden bringt sich Julian selber um,
Nun Julian, Sterben - um nicht totzugehn -
Ist das nicht dumm?
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