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Do, 14:00 Uhr
01.07.2021
Betrachtet:

Endlich ausgeschieden!

Die Euro 2020 ist vorbei. Zumindest für die uneingeschränkten und nun enttäuschten Fans der deutschen Nationalmannschaft, der das Attribut vor Jahren abgenommen wurde. “Die Mannschaft” kann sich nun "von außen" die nächsten Spiele relaxt ansehen, während andere Teams weiter für ihr Land Fußball spielen und kämpfen werden...


Morgen werden ich und viele Bekannte Schweizer sein. Nicht, weil die Schweiz nun mal unser Nachbar ist, sondern weil die Schweizer Nationalmannschaft das gemacht hat, was man von Sportlern beim zweitwichtigsten Turnier des Profifußballs erwarten kann: Kampf und Willen zum Sieg! Den amtierenden Weltmeister zu schlagen, das war schon eine Sensation an sich. Dabei retteten die Eidgenossen nicht etwa ein glückliches 1:0 über 94 Minuten, nein, sie kämpften wie die Löwen, gaben nie auf und hatten am Ende des Elfmeterschießen das notwendige Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

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Und “Die Mannschaft”? Kaum Kampf, dafür “Standfußball”, wie es in der Fachpresse zu lesen ist. Kein Aufbäumen, dafür eher an kommende Urlaubstage gedacht. Einzig Kimmich sah man die Bitterkeit und Enttäuschung des 0:2 gegen England an. Kimmich hatte aber auch gekämpft - auf dem Platz.

Ich gebe zu, ich bin nicht der Fußballexperte, ich bin auch nicht in eine tiefe Depression nach dem England-Spiel gefallen. Mehr noch: es war richtig, dass “Die Mannschaft” ausschied und das dem Allzeit-Bundestrainer Löw nicht noch ein Erfolg vergönnt war. Er hätte es nicht verdient. Er wollte nicht wahrhaben, dass man aufhören sollte, wenn es Schönsten ist. Das war 2014. Deutschland Weltmeister. Mehr als Weltmeister kann man in dieser Sportart nicht werden, auch als Trainer nicht. Doch Löw machte einfach weiter und machte Fehler über Fehler. Man könnte denken, er sei so nebenbei Politiker.

Und sein Arbeitgeber: Der DFB ist seit Jahren doch nur noch mit sich selbst beschäftigt, taumelt von einer personellen Krise in die nächste, vergisst, dass er auch für die Basis, für die Tausenden von Vereinen in diesem Land verantwortlich ist. Hier wird sich auch künftig nichts ändern, denn es müsste das System hinterfragt und vermutlich durchgeschüttelt und neu aufgestellt werden.

Und dann ist da noch ein Aspekt, warum ich dem Ausscheiden keine Träne nachweine: “Der Mannschaft” fehlt einfach das, was andere auszeichnet: Der sicht- und spürbare Stolz auf ihr Land. Ob Österreicher, Kroaten oder eben die Schweiz - den Jungs sah man an, dass sie für ihr Land spielen, singen, kämpfen, siegen oder eben auch verlieren. Wie das im Sport sein sollte.

Doch gerade in Deutschland, in der Heimat “Der Mannschaft” stand der Sport bei dieser Europameisterschaft nicht im Vordergrund. Wer sich mehr mit den Farben eines Stadions beschäftigt und wer ausschließlich darüber wacht, dass die Spieler auch ja sich niederknien, dem ist der Sport nur Mittel zum Zweck. Und, mal ehrlich, der hat es nicht verdient, ins Finale zu kommen.

Ich bin nicht traurig über das Ausscheiden, ich bin aber traurig, dass politische Haltung, dass Ideologie nicht nur unsere aktuelle und künftige Sprache oder unsere kulturellen Ausdrucksformen beherrschen will, sondern zunehmend auch den Sport. Interessant wird es dann - so es die Pandemie will - im nächsten Jahr: Die WM in Katar. Vielleicht fordert der DFB dann auch ein Bekenntnis für LSBTIQ*, gegen Diskriminierung, Frauenfeindlichkeit und gegen Rassismus? Vielleicht vom Gastgeber? Bis es soweit ist wünsche ich mir, dass aus “Die Mannschaft” endlich wieder die “Deutsche Fußballnationalmannschaft” wird.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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Kommentare
Strandläufer
01.07.2021, 14:10 Uhr
#diemannschaft
...ich weiß nicht...mit diesem Firlefanz dieser Social Media Kampagne ist auch viel viel mehr kaputt gegangen.
Muss man bei dem Wort "Deutsche Nationalmannschaft" nun mitterweile schon die Nase rümpfen? Vielleicht besinnen sich alle wieder mal aufs Wesentliche, aufs Mannschaftsgefühl...und die Spieler auf das, wofür sie fürstlichst überbezahlt werden. Schade für das Ausscheiden, aber Schönzureden gibt es nichts.
Erpel1311
01.07.2021, 14:13 Uhr
Endlich ausgeschieden
Das trifft es zu 100%. Und zum Glück ist endlich auch die Löw Ära beendet. Leider aber 7 Jahre zu spät. Ein System das nicht gepasst hat. Eine schlechte Abwehr und die Sturheit von Löw das alles und noch mehr haben zum frühen ausscheiden geführt. Wenn man in der 85. Min zurück liegt, dann kann man sich auch noch die Wechsel sparen. Mein Eindruck war, dass "Die Mannschaft" garnicht vor hatte das Spiel in der regulären Spielzeit beendet werden sollte...
Undine
01.07.2021, 14:19 Uhr
Jedes Wort wahr, Herr Greiner.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
free Gigi
01.07.2021, 14:34 Uhr
schön dass,
diese deutsche(?!) Nationalmannschaft*Innen, Spieler*Innen sowie Trainer*Innen endlich nach Regenbogenland zurück dürfen.

Diese korrupte UEFA mit Ihren Ausnahmen für VIP's, Sponsoren und andere Magnaten, nervt einfach nur noch...

Apropos: Allen Fans viel Spaß in Katar aber Augen auf bei der Wahl der Bekleidungsfarbe...!
ChristianNDH
01.07.2021, 14:41 Uhr
Aus und vorbei
Wenn der Sport der Spiegel der Gesellschaft ist, war das Ausscheiden nur folgerichtig.
Ein schlecht zusammengestellter Haufen Kicker. Jeder für sich ein Held, aber als Mannschaft schlecht.

Auch der Name "Die Mannschaft" sagt alles.

Viel Drummherum war wichtig.

Eine Regenbogenkapitänsbinde wird Mittelpunkt der Debatte, wie auch das Thema Geschlechtergleichheit und Gleichheit und auch der DFB ist für jedes Kinkerlitzchen zu haben. Das kann man so machen.
Nur die Identifikation mit den Grundtugenden mit der Hauptsache gelingt dann eben nicht: Das Fußballspielen und Gewinnen durch Einsatzwille, Kampf, Leidenschaft, Freude und auch dem Stolz auf die Sache, nämlich für "seine" Nation zu spielen und diese im positiven zu repräsentieren.

Vorbild in allen diesen Dingen hätte der Trainer, sein Stab, der DFB, aber auch der Politiksein müssn. Alles Fehlanzeige! Nur Schaumschläger habe ich gesehen.
Es hätte Auflaufen müssen "Die Deutsche Nationalmannschaft" statt oben beschriebene "Mannschaft". Das kann nämlich alles und nichts sein.

Dann hätte es sportlich was werden können.

Und da ist Sport eben auch der Spiegel der Gesellschaft mit allen Facetten, aber auch Defiziten.

Wir brauchen einen Neuanfang.. Im Sport und in der Gesellschaft.
icke58
01.07.2021, 15:35 Uhr
Zur EM
Was Ihr alle habt Herr Löw hat sich nach 2018 die Taschen schön voll gemacht durch Herrn Gründe der keine Ahnung vom Fußball hatte und nur im Streit lag. Der andere von Freiburg war Wienzer und kein DFB Präsident also wurde weiter gewurstelt Herr Bierhoff sollte gleich mitgehen.. Wo sind eigentlich die Experten da müßte doch ein Neuanfang drin sein beim DFB.!!! Am Stammtisch hauen sie ja immer auf den Putz... Und die beste Mannschaft in Deutschland hat ja auch nicht überzeugt in der DFB ELF...
Paulinchen
01.07.2021, 16:02 Uhr
Das kommt davon,...
... wenn man sich von der Politik beeinflussen lässt. Da ist der Kniefall und die bunte Kapitänsbinde wichtiger, als die eigentliche Aufgabe. Was hat es am Ende gebracht? Man wurde tatsächlich in die Knie gedrückt.
Dumm gelaufen und hat schon jemand der Rasenkomiker seine Lehren daraus gezogen? Vielleicht beginnt man die Aufarbeitung dieser Niederlage mal mit dem Abschied von der Überheblichkeit gegenüber dem jeweiligen Gegner. Jedes der teilnehmenden Länder, hat nur seine besten Spieler entsand. War das bei uns auch so?
harzwj
01.07.2021, 16:35 Uhr
Die Bilder von den Eröffnungszeremonien...
haben gezeigt, was Stolz auf seine Nation bedeutet. Singen der Nationalhymnen z.B. bei den Nationalmannschaften und den Fans auf den Rängen. Da war Leidenschaft, Stolz und Kampfgeist zu spüren. Und das "Pfeiffkonzert" beim Spiel unserer "Jungs" in England hat für mich (fast realsitische) "Bände" gesprochen! So wird zwischenzeitlich unsre Heimat von außen gesehen. Aber "bunt" sollen wir werden. Nur weiter so, dann werden uns noch mehr Länder "auspfeifen". Dem neuen Bundestrainer wünsche ich jedenfalls eine glückliche Hand.
W. Jörgens
alf-gordon
01.07.2021, 17:13 Uhr
Die Wahrheit liegt auf dem Platz..
RRG wird s freuen. Alles deutsche geht kaputt .
AfD bekommt immensen Rückenwind.
Merkel ist nicht nach Südafrika geflogen um das Ergebnis rückgängig zu machen.
Das die Bluttat von Würzburg dazwischen kam, zeigt den Stellenwert, den deutsche ( oder länger als 10 Jahre in dem Land lebende ,haben.
TB77
01.07.2021, 17:31 Uhr
... wahre Worte!
normalerweise hätte "Die Mannschat" nicht mal die Vorrunde überstehen dürfen.
Wie sagte es Schweinsteiger nach dem Spiel, die Nationalmannschaft muss endlich wieder zu deutschen Tugenden zurückfinden, Kampf, Ehrgeiz, Willen zu gewinnen. Aber ich glaub den millionen-schweren "Stars" ist es egal, so kann man eher in den Luxusurlaub fliegen.
Micha123
01.07.2021, 17:38 Uhr
Verdient ausgeschieden
"Bis es soweit ist wünsche ich mir, dass aus “Die Mannschaft” endlich wieder die “Deutsche Fußballnationalmannschaft” wird."

Tja Herr Greiner, das wünschen wir uns doch alle... und eben für eine kurze Zeit ein kleines Sommermärchen.

Aber ein Jahr bis zur WM - diese Zeit vergeht schnell und für Hansi Flick wird es nicht einfach werden. Potential ist vorhanden aber es ist wie ein Scherbenhaufen, aus dem man etwas basteln muss...

Löw hätte spätestens 2016 gehen müssen. Aber man hielt an ihm fest. 2014 wurde er Weltmeister aber wer weiß, vielleicht hätte dies - mit dieser Mannschaft damals, auch so manch anderer Trainer erreicht...

Gerade die EM oder WM, es ist auch eine reine Kopfsache. Man sieht es bei vielen kleine Mannschaften, wie sie kämpfen und 150% rausholen.
Gerade die WM von 2018 hatte mir gezeigt bzw. dass Gefühl gegeben, dass man gar nicht gewinnen will (oder nicht darf?).

Und es stimmt - der Sport darf nicht "missbraucht" werden für Regenbogenfarben...
Aber der Missbrauch beginnt doch schon bei der Banden-Werbung.
Millionen oder gar Milliarden Menschen sehen die Spiele. Da geht es um Einfluss, Macht und vor allem um Geld.
Der Ursprung, die Farben eines Landes zu vertreten, der ist bei vielen in weite Ferne gerückt.

Und ja, sie sind verdient, endlich ausgeschieden. Das ist gut so.
Ich hatte mich schon beim Spiel gegen Ungarn gefreut, dass die Ungarn es schaffen könnten...
Für den weiteren Verlauf drücke ich Ländern wie Schweiz, Dänemark, Tschechien und Belgien die Daumen.
Es müssen nicht immer nur die "Großen" gewinnen.
diskobolos
01.07.2021, 17:51 Uhr
Nach den nationalistischen Orgien 2014
ist mir Sympathie für diese Truppe versagt. Ich erinnere mich an eine demütigende Arroganz gegenüber ARG. So habe ich jedes Ausscheiden danach mit Befriedigung erlebt. (Nicht, dass es die anderen Nationen anders halten, aber davon merke ich nicht so viel.)
Ein Ausscheiden in so einem Turnier ist doch eigentlich der Normalfall. Die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen ist selbst für die beste Mannschaft vielleicht 15%. Außer D hat es auch diesmal auch den Weltmeister F erwischt.
Die deutsche Mannschaft hat schon im Vorfeld nicht überzeugt: 0:6 gegen Spanien, die Spiele gegen Nordmazedonien und Lettland. So fehlten im Ungarnspiel nur ein paar Minuten und D wäre wieder als Gruppenletzter (bei 3 Heimspielen!) ausgeschieden. Diese Blamage blieb ihr erspart. Es ist offensichtlich, dass es Löw nicht gelang der Truppe Kampfgeist einzuhauchen.
Um nicht überall unter dem sperrigen Titel "Deutsche Fußballnationalmannschaft" aufzutreten, wurde der Marketing-Name "Die Mannschaft" erfunden, vermutlich von einer Werbeagentur. Auch die anderen Teams heißen Squadra Azura, Nati, Sbornaja usw.
Daran hat es nicht gelegen!
Das Deutsche fehlt höchstens einigen Fans, die denken: Ich bin deutsch, die Mannschaft ist deutsch, also bin ich etwas besseres, wenn die Mannschaft gewinnt. Oder was sich sonst in einem Fanhirn so abspielt. Den normalen Bürger trennen von den Fußballprofis Welten (Thomas Müller verdient im Jahr 17 Mill. €)
Identifikation ist da pure Illusion des Fans.

Noch kurz zur FIFA: Die unterscheidet von der Mafia nur, dass es den Fußballfunktionären völlig egal ist, das ALLE wissen wie korrupt sie sind. Oder was hat sie sonst bewogen, die WM in die Wüste zu geben. Mirwirdschlecht.
Örzi
01.07.2021, 18:03 Uhr
Es ging um Wichtigeres
Fußball spielen kann jeder. Aber starke Botschaften in die Welt senden können wir besonders gut. Fast hätte ich das D-Wort benutzt. Deshalb erwarte ich auch bei der Olympiade, vor jedem Wettbewerb das demütige Niederknieen und regenbogenfarbige Trikots. Wegen des Völkermordes in Namibia, den unsere Altvorderen begangen haben und der Ermordung des heldenhaften George Floyd. Und nicht zu vergessen, um Herrn Orban zu zeigen: "Wir sind bunt und lieben alle Menschen. Besonders die dritt- bis siebengeschlechtlichen. Frauschaft Ahoi!
Kama99
01.07.2021, 18:08 Uhr
Wenn ...
man Seitens des DFB auch nur 400.000 € als Siegprämie auslobt, muß man halt mit so einem Ergebnis rechnen. Die sind doch alle völlig überbezahlt um sich wegen der paar Kröten noch den Ar .... aufzureißen.
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