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Do, 10:32 Uhr
01.07.2021
Holzpreise treiben Bauleistungspreise in die Höhe

Anstieg der Baupreise um 8 Prozent

Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk), einschließlich Umsatzsteuer, lagen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Mai 2021 um 8,0 Prozent über dem Vorjahresniveau...

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Im Vergleich zum vergangenen Berichtsmonat (Februar 2021) verteuerte sich der Bau von Wohngebäuden um 4,5 Prozent und erreichte einen Indexstand von 128,7 Prozent (Basis 2015=100). Die Betriebe gaben hauptsächlich die stark gestiegenen Holzpreise als Grund für die Preiserhöhung von Bauleistungen an.

Wie jüngst zahlreiche Medien und Fachverbände des Handwerks mitteilten, führten Baumaterialknappheit, gestiegene Materialpreise sowie unterbrochene Lieferketten dazu, dass Betriebe Termine und Preiskalkulationen oft nicht mehr halten konnten.

Im Bereich Rohbauarbeiten erhöhten sich die Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Mai 2020 um 8,4 Prozent. Am stärksten verteuerten sich hier die Preise für Zimmer- und Holzbauarbeiten (+ 24,4 Prozent), für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten (+ 14,9 Prozent), für Verbauar- beiten (+ 12,7 Prozent) sowie für Entwässerungskanalarbeiten (+ 9,9 Prozent).

Bei den Ausbauarbeiten erhöhten sich die Preise gegenüber dem Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 7,5 Prozent. Deutliche Preisanstiege verzeichneten vorgehängte hinterlüftete Fassaden (+ 13,4 Prozent), Estricharbeiten (+ 12,1 Prozent), raumlufttechnische Anlagen (+ 10,6 Prozent) so- wie Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen (+ 10,4 Prozent).

Die bereits in den Vorjahren festzustellenden Preissteigerungen im Bereich Straßenbau erhöhten sich weiter. Hier konnte ein Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr (+ 5,7 Prozent) beobachtet werden. Diese Steigerung lässt sich unter anderem auf die wachsenden Preise des Verkehrswegebaus zurückführen. Hierbei besonders im Oberbauschichtbau mit hydraulischen Bindemitteln (+ 10,6 Prozent). Für die Preiserhöhung der Brücken im Straßenbau (+ 9,2 Prozent) waren hauptsächlich überdurchschnittliche Steigerungsraten der Oberbauschichten aus Asphalt (+ 16,3 Prozent) sowie der Betonarbeiten (+ 10,4 Prozent) verantwortlich.

Die Preise der Instandhaltungsarbeiten von Wohngebäuden lagen um 7,4 Prozent, die Preise für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung um 4,1 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Gegenüber dem Vorjahr mussten die Thüringer für den Bereich Außenanlagen für Wohngebäude 7,3 Prozent mehr finanzielle Mittel investieren. Die Zimmer- und Holzbauarbeiten erhöhten sich um 27,8 Prozent in diesem Gewerk.

Der Neubau von Bürogebäuden verteuerte sich im Vergleich zum Mai 2020 um 8,6 Prozent, der Neubau von gewerblichen Betriebsgebäuden um 8,8 Prozent.
Autor: red

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