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Mi, 20:16 Uhr
21.09.2005

Interpretationssache

Nordhausen (nnz). Waren das nun gentechnische Paprikas, die sich gegenseitig abstechen oder eher eine Interpretation der darwinschen Gesetze? Oder hatte die Darbietung mit Rassismus zu tun? Worum es auch immer ging, die Instant Acts sorgten für Aha-Effekte.

Interpretationssache (Foto: nnz) Interpretationssache (Foto: nnz)

Instant Acts, das internationale Theaterprojekt zum mitmachen, besuchte zum sechsten Mal Nordhausen.120 Jugendliche aus Regelschulen der Stadt besuchten die Workshops und begegneten Künstlern aus verschiedenen Nationen. Die Performance am Abend sahen rund 180 vor allem junge Leute an. Sie waren begeistert von den Darbietungen, die größtenteils ohne Sprache auskamen.

Ob die Paprikas auf dem Foto oben ein Stück gegen Gentechnik spielen, oder ob die darwinschen Gesetze vom Überleben des Stärkeren neu interpretiert werden? Das weiß keiner so genau, und das ist auch nicht das Anliegen der Veranstaltung. Sigrid Dathe, Leiterin des Haus der Kinder, findet es gut, daß Jugendliche durch die Bühnenshow angeregt werden, sich Gedanken zu machen und mit ihren Mitschülern darüber zu sprechen. Jeder Jugendliche würde eine andere Meinung haben, und das sei bestimmt interessant im Ethik- oder Sozialkundeunterricht zu diskutieren. Schade findet die Organisatorin, daß immer nur die selben Schulen an dem Projekttag teilnehmen. Neue Schulen hätten sich seit Jahren nicht angemeldet, dabei könnten die internationalen Begegnungen auch für Gymnasiasten und Berufsschüler ein Erlebnis sein.

Besonders gefallen hat Sigrid Dathe, daß diesjahr drei der Schülergruppen, nämlich die Rapper, das Improvisationstheater und der Gesang, bei der anschließenden Performance vor einem großen Publikum aufgetreten seien. Der Beifall habe die Jugendlichen motiviert. Da Instant Acts am Nachmittag stattfindet, sei die Teilnahme freiwillig. Es ist kein regulärer Projekttag für Schulen mehr. Doch die Lehrer schaffen es jedes Jahr wieder, einen Großteil der Schüler für die Veranstaltung zu begeistern. Auch im nächsten Jahr soll es wieder einen solchen Projekttag geben, wenn es der Horizont e.V. finanzieren kann.
Autor: wf

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