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Mi, 10:44 Uhr
30.06.2021
VdK Hessen/Thüringen:

Nullrunde trifft Menschen mit niedriger Rente

Erstmals seit zehn Jahren wird es 2021 für Millionen von Rentnerinnen und Rentnern in Deutschland keine Anpassung ihrer Altersbezüge geben: Ruheständler im Westen erwartet zum 1. Juli eine „Nullrunde“. Im Osten steigen die Renten nur um 0,72 Prozent...

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Grund für die ausgesetzte Anpassung in den alten Bundesländern sind vor allem die 2020 durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie gesunkenen Löhne.

Rechnerisch hätte sich nach der „Rentenanpassungsformel“ sogar eine Rentenkürzung von mehr als drei Prozent ergeben, so Experten. Dies ist jedoch durch eine 2004 eingeführte und 2009 zur „Rentengarantie“ erweiterten Schutzklausel gesetzlich ausgeschlossen. „Es ist gut, dass die Renten in Krisenzeiten geschützt sind. Trotzdem: Die Nullrunde beziehungsweise die minimale Rentenanhebung verschärfen die finanziell schwierige Situation vieler älterer Menschen weiterhin, insbesondere die Lage derjenigen, die mit einer Rente von wenigen Hundert Euro auskommen müssen“, sagt der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen, Paul Weimann.

Hinzu kommt, dass Rentnerinnen und Rentner seit dem Jahr 2000 schon mehrere Nullrunden bei der Rentenanpassung sowie das Absinken des Rentenniveaus von 52,9 auf 49,37 Prozent verkraften mussten. Zahlen der statistischen Ämter belegen, dass das Risiko, in die Armut abzurutschen, für immer mehr ältere Menschen zunimmt: Zwischen 2009 und 2019 stieg die Armutsgefährdungsquote für die Gruppe der 65-Jährigen und Älteren in Hessen von 11,8 Prozent auf 15,9 Prozent, in Thüringen von 9,7 Prozent auf 13,4 Prozent.

Um jetzt und künftig eine gute Rente für alle Generationen sicherzustellen und die wachsende Altersarmut wirksam zu bekämpfen, fordert der VdK Hessen-Thüringen:
  • Keine Anhebung der Regelaltersgrenze auf 68 Jahre und damit eine Rentenkürzung durch die Hintertür
  • Ein stabiles Rentenniveau von mindestens 50 Prozent
  • Eine Erwerbsminderungsrente ohne Abschläge und mit einer Anhebung der
  • Zurechnungszeiten auf 67 Jahre für alle Anspruchsberechtigten
Autor: red

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Kommentare
Echter-Nordhaeuser
30.06.2021, 13:51 Uhr
"Nullrunde für Rentner oder minimaler Anstieg"
Die Hauptsache ist die Diätenerhöhung im Thüringer Landtag das ist wichtig das unsere Abgeordneten nicht vom Fleischer fallen. Rentner die es wirklich nötig haben speist man mit Nullrunden oder mit ein paar Pimperlinge ab.
Wolfi65
30.06.2021, 14:14 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
DonaldT
30.06.2021, 16:41 Uhr
Nullrunde trifft Menschen mit niedriger Rente
Es sollte doch, wie in vielen anderen Bereichen, dann wenigstens Geld geben, denn die geforderten Maßnahmen (zum Schutz vor Corona) müssen auch die rentner erfüllen.
Der finanzielle Mehraufwand sollte ausgeglichen werden.

oder hofft man da in Berlin auf die vorgesehenen Impfergebnisse?
Psychoanalytiker
30.06.2021, 17:40 Uhr
Wenn Wessis diesen Artikel lesen ...
... kommt wieder Frust auf, zumindest bei denen, die nicht wissen (und das sind nahezu alle), dass der Rentenwert (pro Rentenpunkt) nur angepasst wird. In so weit ist es nur eine Halbwahrheit, denn eine Anpassung ist keine Rentenerhöhung!

Ab dem 01.07.2021 gibt es (wie bisher) im Westen 34,19 €. Im Osten gibt es 33,47 €, d.h. 24 Cent mehr als 2020. Der Ostrentner erhält also nach über 30 Jahren Wiedervereinigung noch immer 0,72 € pro Rentenpunkt WENIGER als der Westrentner.

DAS ist die WAHRHEIT.

Dass sich Politiker Diätenerhöhungen gönn(t)en, obwohl sich diese auch an der Lohnerhöhung orientieren (sollen) zeigt, dass Rentner wieder nur belogen und betrogen werden. Auch das gehört zur Wahrheit.

Und noch etwas: Wenn der VdK hier schreibt, dass sich das Rentenniveau aktuell auf 49,37 % verringert hat, frage ich diesen Verein zunächst, ob diese Zahl für Hessen oder für Thüringen gilt? Es ist ja der VdK Hessen/Thüringen mit den o.g. unterschiedlichen Rentenwerten. Und dann sollte der VdK noch ergänzen, wann ein Mensch in Deutschland als arm gilt.

Arm ist nämlich, wer 60 oder weniger Prozent des Durchnittsverdienstes erhält.
Aber in Deutschland sind 49,37 bestimmt mehr als 60 Prozent, und so ist der Rentner nicht arm.

Hauptsache, dass Menschen Geld bekommen, die hier nie gearbeitet haben, aber alles in allem mehr Geld (und Leistungen) bekommen, als Rentner für 45 Jahre Arbeits-Lebensleistung. Und am Ende der Fahnenstange zahlen das nicht Politiker*innen und *außen, sondern die Rentner durch 49,37 % vom Verdienst.

Liebe Rentner! Beschäftigt Euch mit diesem Thema, und dann geht im Herbst wählen, und hoffentlich erkennt Ihr, wen Ihr nach 30 Jahren Wiedervereinigung wählen müsstet. Und das sind nicht die Regierungsparteien und nicht die Parteien der Besserverdienenden oder Verlogenen ...
diskobolos
30.06.2021, 21:28 Uhr
Einspruch, Euer Ehren
"Der Ostrentner erhält also nach über 30 Jahren Wiedervereinigung noch immer 0,72 € pro Rentenpunkt WENIGER als der Westrentner.
DAS ist die WAHRHEIT."
Das ist bestenfalls eine Halbwahrheit. Die andere Hälfte ist, dass die Beiträge Ost mehr Rentenpunkte bringen als Beiträge West. Im Jahr 2000 ca. 20% und im Jahr 2020 noch 7%.
Das ist in meinen Augen eine großzügige Regelung. (Westrentner sehen das sicher anders.) Da sollte man sich nicht als "Jammerossi" gerieren.
Der Vergleich zwischen Rente und Abgeordnetendiäten ist doch Stammtischniveau.
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