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Di, 12:00 Uhr
29.06.2021
Uwe Steimle zum Zweiten

Es ist nichts mehr wie es war

Im August des Corona-Jahres 2020 war es, da gastierte der Kabarettist und Satiriker Uwe Steimle in Neustadt. Mehrere Hundert Menschen wollten sich das erfrischende Programm ansehen. Im nächsten Monat wird es ein Comeback geben und doch ist einiges anders. Ein Besuch im Luftkurort...

Neustadt im August 2020 - Uwe Steimle war zu Gast (Foto: nnz) Neustadt im August 2020 - Uwe Steimle war zu Gast (Foto: nnz)
Es ist der späte Sonntagnachmittag in Neustadt. Bestes Wetter, in wenigen Minuten macht der Ratskeller auf und Frank Pojtinger hat noch ein wenig Zeit zum Plaudern. Wie er die vergangenen Monate er- und überlebt hat, wollen wir vom Gastronom und Hotelier wissen.

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"Wir haben die diversen Lockdowns relativ gut durchgestanden. Im Hotel übernachteten neben Ärzten aus der Klinik auch Handwerker, die derzeit am Nordhäuser Theater zu tun haben. Und, was mir noch viel wichtiger ist und immer wieder warm ums Herz wird, dass viele unserer Freunde und Bekannten uns während der Zeit der Schließung nicht im Stich gelassen und vom Außer-Haus-Angebot Gebrauch gemacht haben." Als ein weiteres Puzzleteil zu dem, was Pojtingers die bisherige Pandemiezeit überstehen ließ, erwies sich die Familie in Neustadt. Alle halfen wo es möglich und nötig war.

Zur Familie gehört mittlerweile vermutlich auch Uwe Steimle. Dem hatte sein Auftritt in der Gartenatmosphäre, direkt neben der Kirche, so gefallen, dass er in seinem eigentlich proppevollen Terminkalender noch einen freien Tag fand und so sein Versprechen der "Wiederkehr" einlösen kann. Am 16. Juli wird es soweit sein. Wird es aber auch so sein, wie vor zehn Monaten?

Ein Gast der Pojtingers spricht aus, was viele in der Region denken: Es sei keine Frage, dass Steimle wieder die Massen anziehen würde. Doch in Gesprächen in seinem Bekanntenkreis hört der Mann, der seinen Namen nicht nennen möchte, oft: "Ich weiß nicht, ob ich da hingehen kann? Ich weiß nicht, ob ich in meinem Job im öffentlichen Dienst dann Schwierigkeiten bekommen werden, wenn ich bei einem von der Staatsmacht und der derzeitigen Politik ausgestoßenen Künstler Beifall klatsche?"

Auch Frank Pojtinger versteht die Welt nicht mehr, er winkt jedoch ab, will sich dazu nicht äußern, blickt dafür nach von. Er will in Neustadt weiter Kultur anbieten. Ilja Richter hat für den Oktober zugesagt und im kommenden Jahr - so Corona und die dann aktuelle Politik in Berlin es wollen - hat David Knopfler zugesagt und auch Ian Anderson hat sein Kommen noch einmal angekündigt.

Dann wird die Kirche in Neustadt wieder richtig voll sein, denn der Jethro Tull-Frontmann hat sich Kirchen als Spielort ausgesucht.

Nicht mehr ganz soweit weg ist das diesjährige Neustädter Rolandsfest. Für die richtige musikalische Stimmung hat Frank Pojtinger bereits vorgesorgt. Es wird das Königlich-Bayrische Vollgasorchester gastieren. Und bei den Jungs soll bekanntlich die Musi so richtig abgehn'. Übrigens: Für Steimle und Richter gibt es vielleicht noch ganz wenige Restkarten.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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Kommentare
geloescht.20230927
29.06.2021, 12:20 Uhr
Na klar......
Die "Angepassten" haben Angst zu Uwe Steimle zu gehen.
Armes Deutschland!!!:-(
nordfreak
29.06.2021, 15:08 Uhr
Endlich wieder Kultur in Neustadt
Schön, dass Sie den Mut haben, Herr Pojtinger. Es müsste mehr Menschen wie Sie geben, die auch von der Obrigkeit unbeliebte Künstlern eine Bühne geben.
Marino50
29.06.2021, 16:41 Uhr
Neustadt macht es Nordhausen vor
Das kleine Neustadt macht es Nordhausen vor und hat ein Rolandsfest. Ich finde das toll. Die Stadt Nordhausen bekommt nichts auf die Beine. Kein Rolandsfest, kein Altstadtfest und EVN- Fest sicher auch nicht. Das hat natürlich einen Vorteil. Man spart Kosten, Aufwand und vor allem Arbeit.
Danke für den Artikel und die Einladung. Neustadt wir kommen.
Zeitzeuge
29.06.2021, 22:22 Uhr
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