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Di, 12:28 Uhr
01.06.2021
Boom im Blumen- und Pflanzengeschäft

Mehr Geld für Floristen gefordert

Gartenmärkte und Blumengeschäfte erleben in der Pandemie einen Ansturm – doch wer Sträuße bindet und Pflanzen pflegt, arbeitet im Kreis Nordhausen meist zu Niedriglöhnen, kritisiert die Gewerkschaft IG Bau...

„In der Floristik liegt der Stundenlohn für gelernte Kräfte gerade einmal bei 9,70 Euro pro Stunde. Von solchen Einkommen lässt sich kaum leben“, kritisiert Harald Buntfuß, der stellvertretende Bezirksvorsitzende der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Nordthüringen. Der Gewerkschafter fordert für die Beschäftigten deutlich mehr Geld. In der Branche arbeiteten überwiegend Frauen, für die die geringe Bezahlung zum Armutsrisiko werde. Nach Angaben der Arbeitsagentur zählt die Floristik im Landkreis Nordhausen rund 50 Beschäftigte.

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„In der Corona-Zeit kaufen mehr Menschen als sonst Blumen, Topfpflanzen oder Deko, um es sich zuhause schön zu machen. Vor allem in den Gartencentern herrscht eine große Nachfrage“, betont Buntfuß. Die Firmen ignorierten die gute Wirtschaftslage aber bislang – und zogen einen Tarifabschluss für die Branche im Dezember vergangenen Jahres überraschend zurück. Danach sollten die Einkommen ab Februar um drei Prozent steigen. Für Azubis sah die Einigung ein Plus von 30 Euro pro Monat vor. Außerdem sollten sie im Osten Anspruch auf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung bekommen. Darüber hinaus müsse die Ost-West-Schere bei den Einkommen deutlich schneller als bisher überwunden werden – auch darauf hatte man sich bereits mit den Arbeitgebern geeinigt.

Die Gewerkschaft ruft den Fachverband Deutscher Floristen (FDF) dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Der bereits gefundene Kompromiss sei ein wichtiger Schritt für die Floristik heraus aus dem Niedriglohnsektor. Mittelfristig müsse sich die Bezahlung aber noch deutlich verbessern, fordert die IG BAU – „sonst finden Blumenläden & Co. bald kein Personal mehr.“
Autor: red

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Kommentare
wissender
01.06.2021, 13:08 Uhr
Mehr Lohn - kein Problem
wir sind gerne bereit unserer Floristin mehr zu bezahlen. Der Blumenstrauß der jetzt 20,-€ kostet, schlägt dann eben mit z.B. 23,-€ zu Buche.
Leider sind die Kunden nicht bereit, für die gleiche Straußgröße auf einmal mehr zu bezahlen. Die Arbeitsleistung der Floristen wird vom Kunden kaum gewürdigt, der Inhalt im Strauß zählt.
geloescht.20220103
01.06.2021, 13:10 Uhr
Hohe Töne
Hohe Töne kann jeder von sich geben. Die Gewerkschaften sollten erst einmal bei sich selber schauen. Da versucht man doch auch überall Personal einzusparen.
Fienchen
01.06.2021, 14:32 Uhr
Es hört sich sicherlich
böse an, aber ich kaufe nie im Blumenladen einen Strauß. Im Discounter gibt es immer frische Blumen. Ich habe da noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Sie sind immer frisch und preiswert.
Georg
01.06.2021, 14:47 Uhr
Und wo kaufen sie...
@Fienchen dann den Brautstrauß oder das Trauergesteck? Wenn alle so denken wird es bald keine Einzelhändler mehr geben. Zudem gibt es auch noch eine fachliche Beratung.
henry12
01.06.2021, 15:26 Uhr
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