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Do, 08:34 Uhr
20.05.2021
THC-Damen siegen gegen Neckarsulm

Nachbarduell gewonnen

Mit einem deutlichen 36:29 (20:14) gewann der Thüringer HC das Nachholspiel gegen die Neckarsulmer Sport-Union in eigener Halle. Mit einem Zwischenspurt zum Ende der ersten Halbzeit sicherte sich der Gastgeber eine vorentscheidende Sechstoreführung gegen einen sonst gleichwertigen und schwer zu bespielenden Gegner...

Mit dem Sieg im direkten Vergleich der Tabellennachbarn rutschte der THC vorläufig auf den vierten Tabellenplatz. Beste Werferin beim Thüringer HC war Marketa Jerabkova mit 11 Toren, für die Gäste erzielte Lynn Knippenborg elf Treffer.

Der Thüringer HC versuchte mit Druck das erste Tor zu erzielen. Die Abwehr der Gäste hielt offensiv dagegen und verhinderte mehrfach den Abschluss. Mit Balleroberungen konterten die Schwäbinnen und gingen 0:2 in Führung. Nina Neidhart gelang in der 4. Minute der Anschlusstreffer, Marketa Jerabkova glich von der Strafwurflinie aus. Aufmerksam in der Abwehr gelang Nina Neidhart der Ballgewinn und schnelle Abschluss zur ersten Führung - 3:2. Früh versuchten die Mannschaften den Angriff der Gegnerinnen zu stören und so einen kontrollierten Spielaufbau zu verhindern. Das provozierte auf beiden Seiten überhastete Abschlüsse und einfachste technische Fehler. Zehn Minuten waren gespielt, der THC lag nach einem Treffer von Marketa Jerabkova mit 7:5 vorn. Die Gäste hielten aggressiv dagegen und blieben dran. In der Abwehr ließ sich der Thüringer HC weit auseinanderziehen und öffnete somit Räume. Marie Skurtveit Davidsen rettet in dieser Phase mit tollen Paraden den knappen Vorsprung.

Mitte der ersten Halbzeit lag der Gastgeber mit 10:8 vorn. In Überzahl gelangen dem THC zwei Tore in Folge zum 14:10. Kaum wieder vollständig verkürzten die Neckarsulmerinnen auf 14:12, Herbert Müller legte die grüne Karte und bat sein Team zum Gespräch. Die Mannschaft aus dem Süden Deutschlands erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner für die Thüringerinnen und hatte auf deren Torerfolge immer die passende Antwort. Vier Minuten vor dem Ende der 1. Spielhälfte nahm Tanja Logvin beim Stand von 17:13 ihre erste Auszeit. Der THC fand in den Schlussminuten der ersten Halbzeit besser ins Spiel und baute die Führung bis zum Pausenpfiff auf 20:14 aus.

Mit sechs Toren startete der THC in die letzten 30 Minuten gegen die Neckarsulmer Sport-Union noch kein beruhigendes Polster. Beide Mannschaften starteten mit je einer Spielerin weniger. Der THC, wieder vollzählig, machte auch das erste Tor. Lydia Jakubisova, die sich im rechten Rückraum sichtbar wohlfühlt, setzte sich im 1-gegen-1 gegen ihre Abwehrspielerin durch und traf zum 21:14. Nach fünf Minuten stand mit dem 23:15 ein Achttorevorsprung für die Gastgeberinnen auf der Anzeigetafel. Konzentriert und jede sich bietende Lücke nutzend, wehrte sich der direkte Tabellennachbar vehement gegen die drohende Niederlage. Mitte der zweiten Halbzeit verkürzten die Gäste auf 28:23. Grund genug für Herbert Müller, seine Mannschaft für die Schlussviertelstunde einzustellen.

Der THC tat sich schwer, den Gästen das eigene Spiel aufzudrängen und blieb nichts weiter übrig, als den Vorsprung sicher zu verwalten. Den eigenen schwer erkämpften Toren folgte die sofortige Antwort der NSU-Frauen und so ging es mit einer 31:25-Führung ist die Schlussphase. Beim 34:27 schien die Entscheidung zugunsten des THC gefallen. Das Team Timeout von Herbert Müller war Formsache und diente wohl nur dazu, die Mannschaft konzentriert über die Crunchtime zu bringen und den Nachwuchsspielerinnen Einsatzzeiten zu geben. Mit einem klaren 36:29 gewann der THC das vorletzte Spiel der Saison und sicherte sich vorläufig den vierten Tabellenplatz.

Stimmen:
Herbert Müller (THC):
Wir wollten heute mit aller Konsequenz eine gute Abwehr stellen. Das ist uns in der ersten Halbzeit gut gelungen. Wichtig waren die letzten zehn Minuten vor Ende der 1. Halbzeit. Da sind wir vorentscheidend auf 20:14 weggezogen. Dann war klar, dass sie (NSU) so richtig Gas geben und Tanja die Mannschaft nach vorne peitscht. Wir waren dann in der Abwehr ein bisschen nachlässig und haben Lynn Knippenborg ein wenig zu viel agieren lassen. Unterm Strich muss ich sagen, dass ich mit dem Angriff, dem schnellen Spiel zufrieden bin. In der Abwehr haben wir noch Steigerungspotenzial. Wir haben jetzt erst mal den 5. Platz gesichert, das ist ganz wichtig für einen internationalen Startplatz.

Statistik:
Thüringer HC:
Laura Kuske, Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek; Emma Ekenman Fernis 3, Nele Weyh, Lucy Gündel, Klara Schlegel, Ina Großmann 1, Arwen Rühl 1, Kerstin Kündig 5, Lydia Jakubisova 6, Jolina Huhnstock, Nina Neidhart 7, Marketa Jerabkova 11/5, Josefine Huber 2.

Neckarsulmer Sport-Union: Isabel Gois, Sarah Wachter; Selina Kalmbach, Sara Senvald, Nathalie Hendrikse 5, Lynn Knippenborg 7/2, Chantal Wick 1, Irene Espinola Perez 6, Jill Kooij 4, Anouk Nieuwenweg 1, Lucie-Marie Kretzschmar 5.
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