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Do, 07:55 Uhr
08.09.2005

Wacker wählte wirklich

Nordhausen (nnz). Nachdem es im Vorfeld einige Verwirrungen zur Präsidiumswahl beim Thüringenligisten Wacker 90 Nordhausen gab, trafen sich heute Abend die Vereinsmitglieder, um ein neues Präsidium zu wählen. nnz war dabei.

Wacker wählte wirklich (Foto: nnz) Wacker wählte wirklich (Foto: nnz)

Nach 115 Minuten (also noch vor Ablauf der Verlängerung!) war die Entscheidung im Hotel am Stadtpark gefallen. Das scheidende Präsidium wurde von seinen Pflichten entbunden und erntete den Dank der Vereinsmitglieder für seine schwierige und aufopferungsvoll erledigte Wiederaufbauarbeit in den Jahren nach der Insolvenz 2000, die schließlich zum Aufstieg in diesem Frühjahr geführt hatte.

In den nächsten drei Jahren wird der Diplom-Bauingenieur Detlef Zeitler Präsident des Traditionsvereins sein. Der 52-jährige Projektleiter der Universalbeton Heringen GmbH hat als Jugendlicher selbst bei der damaligen BSG Motor gekickt und auch Sohnemann Zeitler absolvierte diese Fußballschule. In seiner Antrittsrede versprach er, den begonnenen Weg fortzuführen und Wacker sportlich wieder dorthin zu bringen, wo der FSV eigentlich hingehört: nach oben. Größten Wert legt der Neue auf zufriedene Fans und ein gutes Miteinander aller Beteiligten im Verein.

An Zeitlers Seite steht als Vizepräsident der Leiter des Offenen Kanals Nordhausen Olaf Schulze (43), der bereits dem vorigen Präsidium angehörte und seine Hauptaufgaben im Bereich Marketing und PR sieht. Eine starke Präsenz und Transparenz des Vereins in der Öffentlichkeit und ein positives Image will er in allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen einbringen.

Schatzmeister des Vereins wird ein alter Bekannter aus früheren Tagen an der Parkallee. Bernd Fritschler (56) war 20 Jahre lang bei Motor Nordhausen für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Heute leitet er ein Zeitarbeitsunternehmen, das eines der größten Unternehmen in der Region ist. „Früher waren wir die drittstärkste Kraft in Thüringen, jetzt geht es darum, wieder der drittstärkste Fußballverein Thüringens zu werden“, sagte er der nnz.

Als weitere Präsidiumsmitglieder wurden zwei Urgesteine des Nordhäuser Fußballs gewählt: Eberhardt Strehler (65) ist seit 1957 im Verein, spielte bis 1971 aktiv in der DDR-Ligamannschaft und war danach lange Jahre als Jugendtrainer und Nachwuchsleiter tätig. Heute ist Strehler in der Spedition Will angestellt. Er soll die sportliche Leitung übernehmen und gibt als Nahziele den Klassenerhalt der 1. Mannschaft in der Thüringenliga und den Aufstieg der 2. Männermannschaft an. Eine gute Nachwuchsarbeit mit engagierten Übungsleitern und ein gutes Verhältnis zu den Vereinen im Territorium sind seine Zielstellungen.

Last but not least wird der Geschäftsführer in den Stadtwerken Arndt Forberger (58) das Präsidium als Bindeglied zu Förderern und Sponsoren in der Wirtschaft komplettieren. Er kam 1971 nach Nordhausen und spielte in den Siebziger Jahren in der DDR-Ligamannschaft. Mittelfristig wünscht er sich, die Wacker-Elf wieder in der Oberliga spielen zu sehen und baut in diesem Zusammenhang auf eine gute Nachwuchsarbeit und einen soliden Unterbau für dieses Unterfangen.

In den nächsten Tagen wird das neue Präsidium die Unterlagen übernehmen und sich in die Arbeit stürzen. Im Herbst stehen unter anderem mehrere Feiern zum Vereinsjubiläum an, die gründlich vorbereitet werden müssen.
Autor: nnz

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