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Di, 17:30 Uhr
20.04.2021
Matthias Marquardt will am Sonntag für DIE LINKE Landrat werden

„Mehr miteinander, weniger übereinander reden“

Fast wäre Matthias Marquardt Lehrer für Mathe und Physik geworden, doch dann entdeckte er das Bankenwesen für sich als Arbeitsplatz. Der Landratskandidat der LINKEN hat ein bewegtes, stets sozial engagiertes Leben geführt und dabei als verheirateter Familienvater fünf Kinder groß gezogen. Nun will er auf der politischen Bühne des Landkreises seine Erfahrungen einbringen …

Matthias Marquardt legt selbst Hand an im Wahlkampf (Foto: DIE LINKE NDH) Matthias Marquardt legt selbst Hand an im Wahlkampf (Foto: DIE LINKE NDH)


Aktiv in das Parteileben trat der als stellvertretender ver.di-Vorsitzender Thüringens und Personalrat der Kreissparkasse tätige Banker erst im Jahre 2019 ein. „Es wurden immer mehr Stimmen in der Politik laut, die mir nicht gefielen und bei denen ich der Meinung war, aktiv dagegenhalten zu müssen“, erläutert Matthias Marquardt seinen Eintritt in die Partei DIE LINKE. Zehn Jahre früher wäre es dem Familienvater schlicht und ergreifend nicht möglich gewesen, sich mit einem angemessenen Zeitaufwand so zu engagieren, wie er es heute tut.

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Als erste Hauptthemen seiner Arbeit als Landrat sieht er die Befriedung zwischen Landratsamt und Kommunen im Kreis an, weiterhin will er sich der Belegschaft in der Verwaltung annehmen und dort für möglichst große Zufriedenheit mit und in den anstehenden Aufgaben sorgen. Ein dritter Schwerpunkt ist für Marquardt die Überwindung der tiefen Spaltung der Bevölkerung in den Fragen zu den uns weiterhin begleitenden Corona-Maßnahmen.

In Erfurt hofft er für mehr Gehör der Nordthüringer Probleme und Belange zu sorgen. „Ich bin sehr gut vernetzt und habe durch meine Arbeit als stellvertretender ver.di-Vorsitzender regelmäßige Kontakte zu maßgeblichen Leuten.“ In punkto Industriegebiet will er vermehrt das Gespräch suchen, die Parteizugehörigkeit des Ministerpräsidenten nutzen und Vertreter der Landesregierung in die Region holen. „Die Voraussetzungen sind gegeben, wir haben einen überdurchschnittlich guten Ausbildungsstand in Nordthüringen, der die Region zusätzliche attraktiv macht“, weiß er aus langjähriger Erfahrung einzuschätzen.

Das angespannte Verhältnis der Landkreiskommunen zur Kreisverwaltung möchte Marquardt als Landrat mit regelmäßigen Begegnungen und wöchentlichen Gesprächen mit den Bürgermeistern verbessern, in denen Vertrauen aufgebaut werden soll, wo es verloren genauen ist. Er kann sich sogar den Einsatz von Mediatoren vorstellen, um Diskrepanzen friedlich und unspektakulär auszuräumen. „Wir müssen mehr miteinander und weniger übereinander reden“,sagt der Kandidat im nnz-Gespräch. „Konflikte sollten nicht über die Medien ausgetragen werden und gegenseitige Verletzungen müsse wir vermeiden.“

Weil der laufende Wahlkampf sein erster dieser Art ist, hat Matthias Marquardt keine Vergleichsmöglichkeit zu früheren nicht von Corona belasteten Wahlkämpfen. „Es ist natürlich viel über die sozialen Medien gelaufen“, beschreibt er die letzte Wochen, „aber ich habe das Gefühl, meine Kandidatur wird sehr wertgeschätzt und unsere Informationen viel beachtet. Natürlich sind Gespräche vor Ort immer wichtig und da hat es in der Pandemie weniger gegeben, als ich gehofft hatte. Ich bin deshalb für jede Rückmeldung dankbar und mit ist in den letzten Tagen viel Mut gemacht worden.“

Seine Chancen sieht er nicht so schlecht, wie es die nnz-Umfrage nahelegen würde. „Für mich wäre es ein toller Erfolg in die Stichwahl zu kommen. Dafür benötige ich an die 30 Prozent der Wählerstimmen im ersten Wahlgang. In einer Stichwahl ist dann alles möglich“, weiß der gebürtige Nordhäuser. „Mit meiner Kandidatur wollte ich den Wählern im Landkreis eine Alternative zum Amtsinhaber anbieten. Am Sonntag werden wir sehen, ob mir das gelungen ist.“

Und was wäre, wenn es mit der Stichwahl nicht klappt, wollten wir abschließend von Matthias Marquardt wissen. „Dann werde ich am Montag hoch erhobenen Hauptes und motiviert auf Arbeit gehen und wissen, ich habe es versucht und mein Bestes gegeben.“
Olaf Schulze
Autor: osch

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Kommentare
geloescht.20220103
20.04.2021, 19:00 Uhr
Da muss man schon Staunen.
„Aktiv in das Parteileben trat der als stellvertretender ver.di-Vorsitzender Thüringens und Personalrat der Kreissparkasse tätige Banker erst im Jahre 2019 ein.“ Kaum zu glauben, was der Mann in Sagen wir mal in drei Jahren alles gelernt hat, dass er der Meinung ist so viel politischen Sachverstand zu haben, dass er einen Landkreis wie eine Sparkasse oder eine Gewerkschaft leiten kann. Ich halte das für SSELBSTÜBERSCHÄTZUNG, aber das kennen wir ja schon von den Oberbürgermeister Nordhausens. Ich dachte immer, es geht endlich Bergauf, aber ich habe mich anscheinend geirrt, oder wie?
Jäger53
21.04.2021, 07:10 Uhr
Matthias Marquardt
Eine Frage haben Sie schon einmal richtig gearbeitet außer nur in Büros zu sitzen. Ich meine harte Knochenarbeit. Mein Urlaub ist körperlich anstrengender als Ihre ganze Kariere.
Leser X
21.04.2021, 08:45 Uhr
Tja...
... hätten Sie mal in der Schule besser aufgepasst, wäre Ihnen dieses traurige Schicksal erspart geblieben.
Kontrapost
21.04.2021, 08:55 Uhr
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