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Fr, 13:18 Uhr
16.04.2021
Scheck übergeben

Hoffnung für die Hoffnung und Werthers Vereine

Vereine gehören prägen das Leben für viele Menschen, gerade in einer kommunalen Familie wie der Gemeinde Werther. Damit dieses Leben hier unter Corona nicht völlig verkümmert, wurde eine privater „Rettungsschirm“ ins Leben gerufen, der heute wieder ein wenig umfangreicher wurde. Außerdem gibt es Hoffnung für die „Hoffnung“…

1.000 Euro für Werthers Vereine: Silvio Wagner (links) und Andreas Peter (rechts) übergaben die Spende für die Investorengruppe des Autohofs an Gerold Reinhardt (Foto: agl) 1.000 Euro für Werthers Vereine: Silvio Wagner (links) und Andreas Peter (rechts) übergaben die Spende für die Investorengruppe des Autohofs an Gerold Reinhardt (Foto: agl)


Insgesamt 1.000 Euro spendete die Investorengruppe des Autohofes, der vor den Toren Werthers entstehen soll. Wenn die Großinvestition von rund 25 Millionen Euro bis Ende 2023 in Asphalt und Beton gegossen ist und sich hier Fernfahrer zur Rast begeben, soll drumherum nicht völlig „tote Hose“ sein, so die Überlegung.

Das aber droht wenn den 26 Vereinen der Gemeinde die Puste ausgeht. „Einige Vereine, gerade die Sport- und Karnevalsvereine, sind am Limit. Sie können keine Veranstaltungen mehr durchführen, aber die laufenden Kosten schlagen trotz Corona zu Buche“, erklärt Günzerodes Ortsteilbürgermeister, Gerold Reinhardt. Im vergangenen Jahr hatte er deswegen die Idee des „Rettungsschirms“ ins Leben gerufen. Die Gemeinde habe zwar angekündigt, in Notlagen auszuhelfen, aber das sind „freiwillige Leistungen“ und die könne man nicht mal eben aus dem Haushalt holen, meint Reinhardt. Deswegen suchte man den Weg über Spenden. Das Ziel: bis Ende April 10.000 Euro zusammenbringen und an die weiterreichen, die es brauchen. Spender haben sich derweil einige gefunden, Landwirte, eine Arztpraxis, eine Anwaltskanzlei, Gewerbetreibende und jetzt auch die Investorengruppe.

Die Zielmarke ist damit in greifbare Nähe gerückt, insgesamt 8.000 Euro konnte man bisher einsammeln. Die Entscheidung über die Aufteilung obliegt einer Art Jury, die sich aus den einzelnen Fraktionen des Werther’schen Gemeinderates zusammensetzt.

Hoffnung für die Hoffnung
Am Rande der Scheckübergabe kam man auch über den Autohof ins Gespräch. Der Spatenstich, auf den man eigentlich im April gehofft hatte, wird man in den Sommer verschieben, wenn sich hoffentlich die Corona-Lage etwas mehr Planungssicherheit erlaubt.

Bis Ende 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen werden und dann könnte auch das alte Hotel „Zur Hoffnung“ wieder aufblühen. Man sei im Gespräch mit einem potentiellen Investor aus Nordthüringen, konnte Helmut Peter berichten. In trockenen Tüchern ist aber noch nichts, alle Optionen lägen auf dem Tisch, von Abriss und Sanierung bis zum Neubau.

Praktisch wäre ein Hotel direkt vor dem Autohof allemal: soweit bekannt sind neue Fernfahrerrichtlinien geplant, die unter anderem vorsehen sollen, dass die Fahrer nur noch drei Nächte hintereinander in ihren Fahrzeugen schlafen dürfen. Danach muss in einem ordentlichen Bett genächtigt werden und das ließe sich dann in Werther „hoffentlich“ finden.
Angelo Glashagel
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