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So, 10:11 Uhr
11.04.2021
ANTON ADLERAUGE MEINT:

Das spottet jeder Beschreibung

In dieser Zeit der Pandemie sind ein Plausch im Café, gesellige Grillabende oder ein erholsamer Urlaub nur noch ein stiller Wunsch. Was bleibt uns da noch an Entspannung und Freude? Bewegung an der frischen Luft? Ein Spaziergang oder eine Wanderung? Das jedenfalls empfehlen uns Mediziner...

Ein Anblick, der jeder Beschreibung spottet. (Foto: Anton Adlerauge) Ein Anblick, der jeder Beschreibung spottet. (Foto: Anton Adlerauge)
Das sei gut für die Gelenke und ein Mittel gegen Langeweile und Trübsal. Wer da nicht mehr so gut auf Schusters Rappen unterwegs ist, verzichtet auf kilometerlange Strecken. Heute fiel mir wieder ein kleiner Rundweg ein, der auch Natur bietet:

Wenige Meter hinter dem ehemaligen Motorenwerk zweigt rechts ein Weg ab. Er führt auf dem Pfad An der Salza zum Hüpedenweg. Weitgehend bituminiert, ist er gut begehbar. Mit dem Erwachen der Natur zwitschert es im Geäst des mit Bäumen und Sträuchern bestückten Hanges einer ehemaligen Bahnlinie. Der Spaziergänger verweilt. Lauscht dem Gesang der Gefiederten. Ruhig fließt die Salza dahin.

Nach einer kurzen Wegstrecke kommt man an kleinen Parzellen vorbei, die an Kleingärten erinnern. Im Hintergrund sind Häuser zu erkennen. Manche der Mini-Gärten, oder was es auch immer sein mag, hat ihre Blütezeit längst hinter sich. Einige „Anwesen“ gleichen Ansammlungen von Gerümpel und Schrott aller Art. Was auch immer die ehemaligen Besitzer bewogen haben mag, ihr Areal so unaufgeräumt zu verlassen - der Anblick spottet jeder Beschreibung.

Er gehe jede Wette ein, dass sich hier unliebsame Nager wohl fühlten und zu später Stunde aus ihren Löchern kriechen würden, sagte mir ein Spaziergänger, der wie ich kopfschüttelnd die Szene in Augenschein nahm. Ein Fall für das Ordnungsamt sei es. Oder für die Hygiene. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Anton Adlerauge
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Kommentare

11.04.2021, 11.26 Uhr
Echter-Nordhaeuser | "Ehemaligen Besitzer nicht immer"
Das Problem sind meist nicht die ehemaligen Besitzer, es sind meist die Menschen die verwahrloste Grundstücke vermüllen . Wenn einer anfängt dann ziehen viele andere nach. In den meisten Gartenanlagen ist es auch gang und gebe ein Garten wird frei einer fängt an sein Müll zu entsorgen und andere ziehen bei Nacht und Nebel nach.

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11.04.2021, 13.03 Uhr
Katzengreis | Wieso Müll?
Weiss gar nicht wieso das jemanden aufregt.So was nennt man Kulturlandschaft. Also vom Menschen unter größten Anstrengungen gestaltete Naturbereiche.
Mal im Ernst, unmögliches Verhalten welches scheinbar ohne Konsequenzen bleibt.

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11.04.2021, 13.57 Uhr
Halssteckenbleib | Also Leute
ich liebe solche Müllstellen. Gibts leider nur noch zu wenige.
Irgend ein brauchbares Teil ist immer mit dabei. Hab ich schon so manche müde Mark und später dann den noch müderen Euro sparen können. Nur so Essenkram oder so das mag ich nicht. Technisches Zeug kann nicht genug in der Gegend rumliegen. Wenn ich irgendwo ein Häufchen sehe dann muß ich mir das mit mein Adlerauge unbedingt genauer angucken. Verstehe gar nicht warum sich da so viele drüber aufregen. Alles perfekt schwächt nur das Immunsystem....und aufregen auch.

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11.04.2021, 20.21 Uhr
Kelly | Müllsammelplätze ...
... entwickeln sich leider immer sehr schnell
dort, wo einer anfängt. Meistens beginnt
es mit Gartenabfällen und kleinen
Mengen Bauschutt. Danach kommen
andere diverse, teils auch größere Teile
hinzu. Mit fortschreitender Entwicklung
finden sich dann auch Interessenten
für wiederverwendbare Gegenstände ein.
("Oh, sowas kann man doch nicht weg-
werfen + das kann ich noch gebrauchen")

Leider findet sich niemand, der alles
wieder wegräumt.
Haftbar kann auch nur jemand gemacht
werden, der in seiner Dummheit bei der
illegalen Entsorgung seine persönliche
"Visitenkarte" hinterlassen hat. Dann
wird's allerdings teuer.

Zu DDR-Zeiten war das relativ einfach:
es wurde alles nach Nentzelsrode gekarrt,
egal ob genehmigt oder nicht.
Wer etwas suchte, der konnte ja dann zur
Müllkippe fahren und gucken.
Manch einer brachte dann mehr mit, als
der restlichen Familie lieb war ;-)

Nun, da es Nentzelsrode in der alten
Form nicht mehr gibt, bietet sich
bei einem Kommentator eine neue
Möglichkeit.
Bleibt nur zu hoffen, daß das Grundstück
ausreichend groß ist.
Vielleicht bekommt er dann den Hals voll?

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12.04.2021, 10.10 Uhr
Halssteckenbleib | Na da scheint
so mancher Kommentator Schuldgefühle zu haben. Sind meistens die Übeltäter die Gutmenschen. Hab ich selbst schon erlebt. Mir soll's recht sein....

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