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Mi, 13:35 Uhr
31.08.2005

nnz-On Tour: Alpen-Spezial (3)

Nordhausen/Italien (nnz). Ohne Bananensaft von Österreich nach Italien über den Brenner, zum höchsten Punkt der Tour in fast 2.400 m Höhe. Nur 20 cm breite Schotterwege sind hier stellenweise in die 60° steile Hänge geschnitten. Auch bei voller Konzentration ist ein Sturz in diesem Gelände jederzeit möglich.

nnz-On Tour: Alpen-Spezial (3) (Foto: nnz) nnz-On Tour: Alpen-Spezial (3) (Foto: nnz)

In Österreich gibt es keinen Bananensaft. Diese vielleicht etwas pauschale Erkenntnis wurde heute Morgen, kurz vor Beginn der 2. Etappe, durch die Frage einer Verkäuferin, ob der überhaupt schmeckt, untermauert.

Los ging es punkt 9.00 Uhr in Gries. Die Brennerautobahn von unten zu sehen, war die erste Erfahrung des Tages. Man hat das Gefühl, die Stützpfeiler sind nur an den Berghang geklebt.

Bis zum Brenner war alles eher Spaß. Von dort ging es, jetzt bereits in Italien, durch den Wald. Eine alte Militärstraße führte uns auf 8 km Länge hinauf zum Flatschjoch in 2.348 m Höhe.

Um eine gewisse Vorstellung von der Steigung zu bekommen, sollte man in Gedanken das untere Stück vom Taschenberg in Nordhausen so lange aneinanderreihen, bis es 8 km lang ist und etwas Schotter darauf kippen. Die Realität ist dann stellenweise noch extremer.

In der Tourbeschreibung standen Wort wie „...abenteuerlich...“ und „...mit diversen Schiebepassagen...“. Es war mehr als abenteuerlich und an Fahren, war schon ab 1.900 m nicht mehr zu denken. Auch unsere Besten (Mike und René) kapitulierten bei den extrem steilen Schotterwegen und stiegen ab.

Die Hoffung auf der anderen Seite des Berges wieder fahren zu können, zerplatzte gleich hinter dem Gipfel. Auch hier nur Steine. Jedoch mit dem kleinen Unterschied, dass der Weg nicht mehr 2 m sondern stellenweise nur noch 20 cm breit war.

Es kam wie kommen musste. Volker übersah einen Stein und flog über den Lenker. Allein die Tatsache, dass der Weg, wie mit dem Messer, in den ca. 60° steilen Berghang geschnitten war, machte die Angelegenheit noch brisanter. Zum Glück blieb es nur bei ein paar kleinen Abschürfungen am Bein. Auch Mike und René blieben nicht ganz unverschont und klagten am Ende des Abstiegs über starke Schmerzen in Bändern und Knien.

Stolz machte sich breit, als ein entgegen kommender Wanderer erstaunt fragte, wie wir mit den Fahrrädern überhaupt dort hoch gekommen wären. Mittag gab es gegen 14.30 Uhr auf der Grubbergalm in 2.140 m Höhe. Von nun an ging es eine Stunde nur noch bergab, auf 948 m nach Sterzing. Jedoch war das Ganze nicht minder spannend, da beim Bremsen auf steilen Schotterwegen unbedingt Vorsicht geboten ist.
Von Sterzing waren es noch 10 km Straße bis zu unserer Unterkunft in Mauls.


Daten des Tages

Distanz: 51,3 km

Höchster Punkt: 2.348 m

Höhe
nach oben: 1.312 m
nach unten: 1.518 m

Steigung
durchschnittliche: 11%
maximal: 25%

Gefälle
durchschnittliches: 11%
maximal: 33%
Autor: nnz

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