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Do, 11:34 Uhr
11.03.2021
Die AfD übt Kritik an städtischen Planungskosten

„Die Ignoranz der SWG bezahlt der Bürger“

Die Planungskosten von 179.000 Euro für zwei Parkhäuser am Petersberg und auf dem August-Bebel-Platz bezeichnet die Nordhäuser AfD-Fraktion als „skandalös hohen Preis für die Respektlosigkeit der Führung der SWG gegenüber den Bürgern“...


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„Diesen Preis lässt sich das städtische Unternehmen dann auch noch von Mietern und Steuerzahlern bezahlen“, meint AfD-Fraktionschef Jörg Prophet. Es sei empörend, dass die SWG dieses Geld praktisch „in den Reißwolf“ geworfen habe und beschreibe eine weiter anhaltende Ignoranz des Unternehmens gegenüber den Einwohnern.

„Hätte man sich nur ein wenig dazu herabgelassen, in die Bürgerschaft hinein zuhören, wären diese Kosten nie angefallen. Es gab keine Akzeptanz – auch bei einer Mehrheit der Stadträte nicht“, ist sich Prophet sicher. „Sowohl das Parkhaus am Petersberg, als auch jenes auf dem Bebelplatz wären letztlich daran gescheitert, dass man sowohl die freiwillige als auch die gesetzliche Bürgerbeteiligung offenbar nicht für nötig erachtet hätte. Man will bei der SWG immer noch nicht erkennen, dass eine von oben herab geführte Stadtplanung mit der Brechstange nicht nur eine Respektlosigkeit gegenüber den Bewohnern ist, sondern schon seit vielen Jahren antiquiert ist. Diese Halsstarrigkeit ist der eigentliche Skandal.“

Für das Geld hätte man auf den Ortsteilen mehrere sinnvolle Projekte finanzieren können oder den Thomas-Mann-Klub komplett sanieren, argumentiert der Fraktionschef. „Viele andere Städte treten inzwischen den Beweis an, dass die kooperative Planung mit den Bürgern fast immer überraschend gute Ergebnisse bringt. Es ist auch in Nordhausen Zeit, den Bürger als Partner und nicht als Verwaltungsobjekt zu sehen.“

Aktuell bröckele zusätzlich „das grüne Mäntelchen des Umweltschutzes mit der Insolvenz von Intrasol". Die SWG als Volldienstleister konnte die Belegung der eigenen Dachflächen mit PV-Anlagen nicht alleine stemmen und holte sich ein studentische Jungunternehmen als Partner, kritisiert die Nordhäuser AfD.

„Unternehmensgeschichte und betriebswirtschaftlicher Einblick hätten genügt, um zu erkennen, dass man mehr von staatlichen Förderungen lebte, als durch nachhaltige Geschäftestätigkeit mit Mehrwert. Das Elektro-Handwerk um die Ecke praktiziert das jeden Tag, viele Hausbesitzer schaffen das ganz allein“, resümiert Prophet und fragt, welche Verluste aus der Zusammenarbeit entstanden sind. Die Zeit sei jedenfalls vergeudet.
Autor: red

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Kommentare
Kitty Kat
11.03.2021, 13:52 Uhr
So ist sie...
....die Politik der etablierten und nach linientreuer Lesart die Politik der ach so guten Parteien....hat man erstmal die Wahlvolk von der Stimmabgabe überzeugt und der Posten ist sicher, will man unter sich sein und mit dem Pöbel nix mehr zu tun haben.
Gudrun1974
11.03.2021, 19:17 Uhr
Das Traumpaar Kai (Buchmann) und Inge (Klaan) ..
... werden diese Stadt weiter vor die Wand fahren, derweil ihre fürstlichen Gehälter und Pensionsansprüche Monat für Monat wachsen.

Im Wahlkampf angeblich Gegner, gilt auch hier: "... Schlägt sich, verträgt sich"
Hans Dittmar
11.03.2021, 21:37 Uhr
Stimmungmache ist keine sachliche Arbeit
Würde die AfD nicht im Stadtrat sitzen, dann hätte ich auch Verständnis für diesen Artikel und der unsachlichen Darstellung. Ohne Frage, die Zahlen werden richtig sein. Aber man kann auch nicht einfach die Zahlen hier so darstellen ohne Zusammenhänge und Hintergründe darzustellen. Wer fleißiger Leser dieser Zeitung ist, findet alle Information dazu hier im Archiv.
1. Beschloss der Stadtrat, die 1945 vernichteten Anbauten am Theater wieder zu errichten und diese um Räumlichkeiten zu erweitern, damit das Theater, was mittlerweile an gut 4 Standorten im Nordhausen untergebracht ist, wieder an einem Standort zu vereinen.
2. Wurde hierzu der Parkplatz hinter dem Theater benötigt, der von der Sparkasse genutzt wurde.
3. Gehörte der Parkplatz unter der Sparkasse nicht der KSK, sondern der SWG.
4. Um also am Theater bauen zu können, musste die SWG ihren Mieterparkplatz unter der Sparkasse an die Sparkasse verkaufen. Dies wurde im Stadtrat beschlossen mit der AfD!
Des Weiteren wurde die SWG beauftragt, den Verlust ihrer Stellflächen durch einen Ersatzbau auszugleichen. Das die Mieter der SWG im Stadtzentrum einen Ersatz fordern und nicht in Himmelgarten, Bielen oder Petersdorf ist doch klar. Und auch das muss doch alles im Stadtrat gewesen sein?
Und war es nicht die AfD, welche nach der Vorstellung der Tiefgarage am Kino forderte, auf den Bebelplatz zu bauen?
Während man in den 1990er Jahren noch Visionen von einem großen unterirdischen Parkhaus in dieser Stadt hatte, zerreden Hobbypolitiker jede noch so kleine Idee. Mit dem Parkdeck in der Weberstraße wären 104 Parkplätze entstanden. Die NNZ berichtete hierzu https://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=265742
Die zweite geforderte Variante auf dem Bebelplatz wurde diesmal nicht von der AfD sondern von den Linken Machern zerredet "Initiative August". Und da liegt für mich doch das eigentliche Problem . Eigentlich muss die SWG die Rechnung an die Stadträte senden, welche diese Kosten verursacht haben.
Erst stimmt man im Stadtrat oder Aufsichtsrat allen zu und dann verhindert man durch Querelen eine Umsetzung. Aber das über 50 Nordhäuser ihre Stellplätze verloren haben und weitere 50 fehlen, interessiert hier KEINEN.
RaWu
12.03.2021, 07:31 Uhr
Billiger Populismus trifft es eher.
@Dittmar
Sie habe es treffend beschrieben.
Erst stimmt die AfD notwendigen Projekten zu und sobald Probleme auftauchen, folgen Presseartikel.
In dem Fall "Parkhaus" haben in der Tat die AfD und die Linken (letztere mittels eines Feigenblattes Namens BI August) die Kosten für die schlußendlich gescheiterten Anläufe verursacht.
Ehre, wem Ehre gebührt.
Flitzpiepe
12.03.2021, 08:37 Uhr
Aber beim gescheiterten Parkhaus am Kino
wurden doch als alleiniger Hinderungsgrund die gestiegenen Baukosten auf Grund des schlechten Baugrunds von der SWG genannt.
Die SWG hat also ohne vorherige Baugrunduntersuchung die Planung beauftragt und hat so selbst für den finanziellen Schaden gesorgt.
Sollten da nicht bei der SWG intern Entscheider zur Verantwortung gezogen werden?
Meine Meinung ist, dass der Standort am Kino schon optimal für das notwendige Parkhaus ist. Deshalb sollte dort schon gebaut werden, auch wenn es teurer als veranschlagt wird und sich dadurch erst später amortisiert.
Es ist schließlich das Gesicht der Innenstadt, dass sich positiv verändern würde, das sollte uns auch etwas mehr wert sein. Wat mut dat mut!
Ein billiger 0815 Parkhausklotz aus dem Katalog auf dem Bebelplatz ist mir nach wie vor nicht vermittelbar.
Gudrun1974
12.03.2021, 08:45 Uhr
Plötzlich waren da zwei Parkhäuser
Plötzlich war da ein Parkhaus hinterm Kino und dann noch eins auf dem Bebelplatz. Das war das Problem! Dann haben Stadt und SWG auch noch weiter geplant, als es Widerstand gab. Das war das nächste Problem.
Dazu dann noch ständige Belehrungen an die Bürger: "Ihr müsst doch einsehen, daß das alles gut und schön ist und dass es keine Alternative gibt." Das war das 3. Problem
Der Widerstand war hausgemacht. Der Bürger ist mündig, wird aber in Nordhausen von den Oberen als Störenfried empfunden, der zahlen soll aber ansonsten den Mund zu halten hat. Das wird nur nicht mehr so klappen!!
Herr Taft
12.03.2021, 10:36 Uhr
irgendwie ist es kurios...
gestern großes Gejammer über fehlende Parkplätze in der Innenstadt. (Blasii-Kirchplatz) - heute Aufregung über die Unsinnigkeit geplanter Parkhäuser - die allerdings bereits in der Planungsphase überall kritisiert und zerredet wurden.

Wie soll es denn nun richtig gehen ? Natürlich kostet ein Parkhaus Geld...und selbstverständlich gibt es schönere Gebäude...

Ich fand die Idee am Kino gut....und die Alternative am Bebelplatz akzeptabel.
Kontrapost
12.03.2021, 10:51 Uhr
Sind in Nordhausen Stümper am Werk?
Eine Baugrunduntersuchung vergessen für ein Parkdeck?

Entweder dies ist ein vorgeschobenes Argument oder es sind in Nordhausen Stümper am Werk.
Buerger2014
12.03.2021, 12:25 Uhr
Planungskosten Parkhäuser
Ich habe zwar keine genauen Informationen über die Planungstiefe bzgl. der Parkhäuser, dennoch hier mal einige Gedanken zum Thema von mir:

Ich denke nicht, dass die Planungen über die Entwurfsphase hinaus gegangen sind. Baugrunduntersuchungen kommen üblicherweise erst später. Auch diese Baugrunduntersuchungen kosten ordentlich was.

Dennoch halte ich die Kritik zu dieser Parkhausgeschichte grundsätzlich für richtig. Bei vielen einheimischen Büros laufen Entwürfe zu solchen Vorhaben unter Akquise. Da gibt's nicht viel für. Oftmals werden Architektenwettbewerbe veranstaltet. Die Bezahlung für die Teilnahme an solchen Wettbewerben steht keinesfalls in einem gesunden Verhältnis zum Aufwand. Nicht falsch verstehen, Architekten müssen sicher nicht hungern ..... ;)

Bei diesen Parkhausvorhaben frage ich mich allerdings, wie sich diese Summen an Planungskosten zusammensetzen.

Wie ich schon erwähnte kenne ich nicht die genauen Details. Mich würde aber interessieren, wer die Entwürfe gemacht hat und ob es da Verflechtungen gibt. Wundern würde mich das nicht.
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