So, 11:31 Uhr
28.08.2005
Noch ein Park?
Nordhausen (nnz). Geopark, Naturpark im Wahlkampf wird alles in die Waagschale geworfen. Auch die Bündnisgrünen wollen ihre Plätze und Themen besetzen (siehe nnz-Archiv). Bei anderen Parteien kommt da keine Freude auf.
Im Juni wurde der Entwurf des Gesetzes zur Novellierung des Thüringer Naturschutzgesetzes im Kabinett beschlossen. Die Naturparks sind im § 15 geregelt.
Entgegen anders lautender Äußerungen einzelner Politiker in der Region sind Naturparks gemäß § 15 unter Berücksichtigung der Großräumigkeit und der damit gebotenen Ausnahmen ähnlich wie Naturschutzgebiete geschützt.
Schon im Landtagswahlkampf, Mai 2004, war Frau Hartmann (Bündnis90/ Die Grünen) der Meinung: dass der Tourismus eine gewichtige Säule für die wirtschaftliche Entwicklung in dieser Region sei und wir hierfür unbedingt ein Biosphärenreservat brauchten. Wir haben Bundestagswahlkampf und Frau Hartmann sieht wieder viele Arbeitplatzchancen in einem neuem Schutzgebiet, dem Naturpark.
Die Naturparks verstehen sich als großräumige Vorbildlandschaften, in denen überwiegend Landschafts und Naturschutzgebiete ausgewiesen sind und eine starke Berücksichtigung von Anliegen des Naturschutzes stattfindet. Der Landkreis Nordhausen hält am Harz den kleinsten Anteil, deshalb ist der ständige Vergleich mit Niedersachsen und Sachsen Anhalt nicht ehrlich.
Primas sieht in der Forderung nach dem Naturpark den 1. Schritt zum Biosphärenreservat und ein Beispiel, wie grüne Politik vorbei an allen Interessengruppen und Betroffenen der Region durchgeführt wird und ihr ein grüner Stempel aufgedrückt werden soll. Viel wichtiger hier in Nordthüringen ist, eine zielgerichtete Wirtschaftspolitik fortzuführen und den notwendigen Konsens zwischen Naturschutz, wirtschaftlichen Interessen sowie den Menschen in der Region herbeizuführen.
Nur wenn die Menschen Geld verdienen, können sie es auch für touristische Angebote hier in der Region ausgeben und somit diesen Wirtschaftszweig stärken.
Anlehnend an das Strategiepapier des Nordhäuser Unternehmerverbandes sollte sich die touristische Entwicklung in der Region auf Alleinstellungsmerkmale, wie z.B. den Geopark oder den Gipskarstweg konzentrieren.
Bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage im Landkreis und den aktuellen Arbeitslosenzahlen wäre die Einrichtung eines Naturparks entgegen den Festlegungen zwischen Nordhäuser Unternehmerverband, Landkreis und Stadt im vor genannten Strategiepapier, kontraproduktiv.
Anzumerken ist, dass gemäß § 15 eine Nationalparkverwaltung einzurichten und zu finanzieren ist. Abschließend fordert Primas die Anhörung aller Interessengruppen und Betroffenen, um eine mehrheitliche fundierte Entscheidung für oder gegen den Nationalpark zu erhalten.
Autor: nnzIm Juni wurde der Entwurf des Gesetzes zur Novellierung des Thüringer Naturschutzgesetzes im Kabinett beschlossen. Die Naturparks sind im § 15 geregelt.
Entgegen anders lautender Äußerungen einzelner Politiker in der Region sind Naturparks gemäß § 15 unter Berücksichtigung der Großräumigkeit und der damit gebotenen Ausnahmen ähnlich wie Naturschutzgebiete geschützt.
Schon im Landtagswahlkampf, Mai 2004, war Frau Hartmann (Bündnis90/ Die Grünen) der Meinung: dass der Tourismus eine gewichtige Säule für die wirtschaftliche Entwicklung in dieser Region sei und wir hierfür unbedingt ein Biosphärenreservat brauchten. Wir haben Bundestagswahlkampf und Frau Hartmann sieht wieder viele Arbeitplatzchancen in einem neuem Schutzgebiet, dem Naturpark.
Die Naturparks verstehen sich als großräumige Vorbildlandschaften, in denen überwiegend Landschafts und Naturschutzgebiete ausgewiesen sind und eine starke Berücksichtigung von Anliegen des Naturschutzes stattfindet. Der Landkreis Nordhausen hält am Harz den kleinsten Anteil, deshalb ist der ständige Vergleich mit Niedersachsen und Sachsen Anhalt nicht ehrlich.
Primas sieht in der Forderung nach dem Naturpark den 1. Schritt zum Biosphärenreservat und ein Beispiel, wie grüne Politik vorbei an allen Interessengruppen und Betroffenen der Region durchgeführt wird und ihr ein grüner Stempel aufgedrückt werden soll. Viel wichtiger hier in Nordthüringen ist, eine zielgerichtete Wirtschaftspolitik fortzuführen und den notwendigen Konsens zwischen Naturschutz, wirtschaftlichen Interessen sowie den Menschen in der Region herbeizuführen.
Nur wenn die Menschen Geld verdienen, können sie es auch für touristische Angebote hier in der Region ausgeben und somit diesen Wirtschaftszweig stärken.
Anlehnend an das Strategiepapier des Nordhäuser Unternehmerverbandes sollte sich die touristische Entwicklung in der Region auf Alleinstellungsmerkmale, wie z.B. den Geopark oder den Gipskarstweg konzentrieren.
Bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage im Landkreis und den aktuellen Arbeitslosenzahlen wäre die Einrichtung eines Naturparks entgegen den Festlegungen zwischen Nordhäuser Unternehmerverband, Landkreis und Stadt im vor genannten Strategiepapier, kontraproduktiv.
Anzumerken ist, dass gemäß § 15 eine Nationalparkverwaltung einzurichten und zu finanzieren ist. Abschließend fordert Primas die Anhörung aller Interessengruppen und Betroffenen, um eine mehrheitliche fundierte Entscheidung für oder gegen den Nationalpark zu erhalten.


