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So, 11:04 Uhr
28.08.2005

Griff in die Geldbörse

Nordhausen (nnz). Der August konnte sich sehen lassen. Nicht vom Wetter her, wohl aber vom Anstieg der Verbraucherpreise. Wie der in Thüringen ausgefallen ist, das hat die nnz erfahren.


Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ist der Verbraucherpreisindex für Thüringen im August 2005 gegenüber August 2004 um 2,1 Prozent gestiegen. Die Jahresteuerungsrate erreichte damit nach Juli 2005 mit 2,2 Prozent den zweithöchsten Stand in diesem Jahr. Im Vergleich zum Juli 2005 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 0,1 Prozent.

Die seit April vergangenen Jahres anhaltende preistreibende Wirkung der Mineralölprodukte war auch im August 2005 zu spüren. Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Jahresteuerungsrate bei 1,5 Prozent gelegen. Leichtes Heizöl verteuerte sich gegenüber August 2004 überdurchschnittlich um 36,5 Prozent. Damit wies diese Jahresteuerungsrate die höchste Steigerung seit fast fünf Jahren auf. Kraftstoffe kosteten im August 9,4 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Bei Dieselkraftstoffen waren es 15,2 Prozent mehr. Auch der Vergleich zum Juli 2005 ergab einen Preisanstieg sowohl bei Heizöl (+ 2,3 Prozent) als auch bei Kraftstoffen (+ 1,3 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei den Mineralölprodukten wäre das Preisniveau insgesamt von Juli zu August 2005 unverändert geblieben.

Wie in den Vormonaten stiegen neben den Preisen für leichtes Heizöl (+ 36,5 Prozent) auch die Preise für die anderen Haushaltsenergieträger überdurchschnittlich. So nahmen binnen Jahresfrist die Preise für Zentralheizung und Fernwärme um 17,5 Prozent, für Gas um 10,2 Prozent und für Strom um 4,4 Prozent zu.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich gegenüber August 2004 insgesamt um 0,8 Prozent. Eine getrennte Betrachtung zeigt allerdings unterschiedliche Entwicklungstendenzen. Während die Nahrungsmittelpreise mit + 0,1 Prozent nahezu unverändert blieben, sind die Preise für alkoholfreie Getränke mit + 6,9 Prozent überdurchschnittlich gestiegen. Sowohl für Kaffee, Tee und Kakao (+ 17,1 Prozent) als auch für Mineralwasser, Säfte und Limonaden (+ 2,1 Prozent) mussten die Verbraucher tiefer in die Taschen greifen. Bohnenkaffee war in Thüringen im August 2005 um 26,0 Prozent teuerer als noch vor Jahresfrist.

Aber auch bei Nahrungsmitteln verlief die Preisentwicklung unterschiedlich. So zogen die Preise u.a. bei Fisch und Fischwaren (+ 4,1 Prozent) und Gemüse (+ 2,8 Prozent) stark an. Im August kosteten u.a. Rotbarsch 8,4 Prozent und frischer Fisch im Anschnitt 8,2 Prozent mehr als im August 2004. Bei Gemüse waren es insbesondere Blumenkohl (+ 57,6 Prozent), Tomaten (+ 27,3 Prozent), Möhren (+ 24,6 Prozent), Zwiebeln (+ 23,9 Prozent) und Kopfsalat (+ 20,8 Prozent), die weit über dem Preisniveau des Vorjahres lagen. Preisgünstiger waren dagegen Eisbergsalat (- 33,7 Prozent), Gurken (- 22,5 Prozent) und Kartoffeln (- 6,7 Prozent). Preisnachlässe gab es im Vergleich zum August 2004 u. a. in den Bereichen 'Bekleidung und Schuhe' (- 1,5 Prozent) und 'Nachrichtenübermittlung' (- 0,8 Prozent).

Von Mitte Juli bis Mitte August 2005 stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent auf einen Indexstand von 109,2 (Basis: Jahresdurchschnitt 2000 = 100). Die Gesamtentwicklung wird im Wesentlichen bestimmt durch den Preisanstieg für Heizöl und Kraftstoffe um + 1,5 Prozent auf der einen Seite und Preisnachlässen bei saisonabhängigen Nahrungsmitteln um - 4,8 Prozent. So waren u.a. Obst um 6,7 Prozent und Gemüse um 1,3 Prozent preisgünstiger als noch im Juli 2005. Bei Obst betraf es u.a. Weintrauben (- 31,9 Prozent) und Tafelbirnen (- 16,9 Prozent). Die rückläufige Preisentwicklung bei Gemüse wurde u. a. hervorgerufen durch Preisnachlässe bei Blumenkohl (- 11,1 Prozent), Wirsing (- 9,9 Prozent und Speisemöhren (- 9,5 Prozent).
Autor: nnz

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