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Di, 18:26 Uhr
16.02.2021
nnz-Forum zur Novellierung der Pflegegeetze

Werden Mittelkürzungen für Tagespflege beschlossen?

Unser Leser Frank-Michael Strauch arbeitet selbst in einer Pflegeeinrichtung unf möchte mit seinem Beitrag auf eine geplante Gesetzesänderung aufmerksam machen, die einschneidende Veränderung nach sich ziehen könnte...

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Es scheint mal wieder so zu sein, dass man seitens der Bundesregierung Gesetzesvorlagen zu dem Zeitpunkt gut einbringen kann, wenn die Bevölkerung gerade mit etwas Anderem beschäftigt ist. Alle reden über Corona und das Wetter und ganz unauffällig passiert folgendes.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat vor einigen Tagen sein Eckpunktepapier zu den geplanten Gesetzesänderungen der neuen Pflegereform 2021 herausgegeben. Eine der größten Änderungen: das Budget zur Nutzung der Tagespflege soll halbiert werden.

Und das, nachdem es vor kurzer Zeit erst erweitert wurde, um mehr Tagespflegeangebote zu schaffen und pflegebedürftigen Menschen die Möglichkeit zu geben, länger zu Hause zu leben. Viele Pflegedienste sind diesem Aufruf gefolgt und haben Tagespflegeplätze geschaffen, nun sollen sie dafür bestraft werden. Das ist ein harter Schlag vor allem für die Tagesgäste und die Versorgungslandschaft in Deutschland.

Der Gesetzgebungsprozess ist in vollem Gange, das Bundesgesundheitsministerium möchte den Gesetzesentwurf noch im Februar vorlegen!
Um dann noch halbwegs rentabel Tagespflegeplätze anbieten zu können, fallen Kosten für die Betroffenen an, die jenseits von Gut und Böse sind. Für einen Bundestagsabgeordneten mit üppigen Diäten sicher aus der Portokasse zu zahlen.

Ich schreibe dies, weil ich im Fahrdienst des Caritas Altenpflegezentrums St. Josefshaus Nordhausen tätig bin. Ich sehe welche Entlastung die Tagespflege für betreuende Familienangehörige bringt und welchen positiven Einfluss es auf die älteren Herrschaften ausübt, wenn sie soziale Kontakte haben, motorisch gefördert werden und liebevolle Betreuung erfahren.
Ich bin 65 Jahre alt. Und bei den Betroffenen handelt es sich überwiegend um die Generation meiner Eltern, welche nach dem Zusammenbruch 1945 das Land aufgebaut haben. In diesem Konsens erachte ich das Einbringen der Gesetzesvorlage als schäbig.
Es gibt nun hierzu eine Petition auf dem Portal unter: openpetition.de, die "keine-kuerzung-der-pflegesachleistungen-tagespflege" heißt.
Es wäre gut dieses Thema in der nnz zu thematisieren, um gegebenenfalls weitere Mitstreiter ins Boot zu holen.
Bleiben sie gesund.
Frank-Michael Strauch
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Tagespflege Aptekorz
17.02.2021, 08:12 Uhr
Bitte unterstützen Sie die Petition
Still und leise wird Gutes durch die Regierung gestrichen.Warum?Vor einigen Jahren war es gewünscht,"Ambulant vor Stationär " und jetzt?Nicht das ich nicht mehr so arbeiten darf wie gewohnt,nein es geht mir um meine Tagesgäste Warum sollen Sie nicht mehr zu Hause bleiben dürfen,der Weg ins Altenheim ist vorgegeben.Ich unterstütze die Petition, indem bei Ärzten und Apothekern Listen ausziehen,meine Mitarbeiter sammeln fleißig Stimmen.Hier auch ein Aufruf an meine Mitbewerber in Nah und Fern,werdet aktiv und sammelt Stimmen und gebt die Petition an andere weiter.
KÄMPFT FÜR DEN ERHALT DER TAGESPFLEGEN

Ihre Elke Aptekorz (Tagespflege im Wippertal und Tagespflege zur Windleite
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