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Do, 14:31 Uhr
11.02.2021
GEW kritisiert Corona-Entscheidungen

Pädagogen nicht auf Verschleiß fahren

Für die Bildung gibt es leider nur eine gute Sache in dem gestern veröffentlichten Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz: Die Prüfung, ob Lehrer und Erzieher in die Impfgruppe 2 vorzuziehen sind. Ansonsten bleibt es beim föderalen Flickenteppich mit wenig konkreten Aussagen, wie Kindergärten und Schulen sicher und gesund durch die Krise kommen können, kritisiert die Gewerkschaft GEW...

„Für Thüringen bleibt nur zu hoffen, dass der Thüringer Orientierungsrahmen mit seinem Blick auf Inzidenzwerte und weitere Kriterien zu einer Überarbeitung des Stufenplans für die Bildungseinrichtungen Wirkung zeigt“, so Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen. „Entscheidend für weitere Öffnungsschritte von Kindergärten und Schulen, aber auch von Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen ist und bleibt der Arbeits- und Gesundheitsschutz.

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“Dazu gehört die Ausstattung aller Beschäftigten mit FFP2-Masken unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe sowie kleine Gruppen und Klassen, um wenigstens minimalen Abstand halten zu können. Angesichts der derzeitigen Außentemperaturen kann das regelmäßige Lüften nicht der entscheidende Faktor zur Absenkung der Aerosolbelastung sein.

Die GEW Thüringen plädiert einmal mehr dafür, Wechselunterricht bei Inzidenzwerten zwischen 35 und 100 zu ermöglichen. Fehlende Raumkapazitäten können durch derzeit geschlossene Hotels und Gaststätten, aber auch durch Museen und Galerien ausgeglichen werden. Dort findet sich häufig auch die dringend benötigte digitale Infrastruktur, die eine bessere Betreuung im Distanzunterricht ermöglicht. Auch eine Begleitung des Lernens in der Distanz durch Lehramtsstudierende ist denkbar.

„Vielerorts arbeiten Lehrkräfte mit Hochdruck und viel persönlichem Engagement an gutem digitalen Unterricht und entwickeln neue Arbeitsweisen im häuslichen Lernen. Da, wo dies nicht gelingt, müssen Schulleitungen für Abhilfe sorgen. Klar ist aber auch, dass es nicht möglich ist, die komplette Stundentafel abzubilden, wenn Lehrkräfte neben dem Distanzunterricht noch Präsenzphasen und Notbetreuung stemmen müssen. Wir dürfen die Lehrkräfte nicht auf Verschleiß fahren, wenn sie nach der Pandemie noch gesund sein sollen“, erklärt die GEW-Landesvorsitzende.

Mit Blick auf den Offenen Brief der Familienverbände stellt die GEW Thüringen klar: Die aktuellen Entscheidungen dienen nicht allein dem Schutz von Erwachsenen zu Lasten der Kinder und Jugendlichen. In den Bildungseinrichtungen fanden und finden Infektionen statt, die in die Familien getragen werden und dort zu weiteren Ansteckungen führen. Deshalb gilt, dass vor weiteren Öffnungsszenarien sichere Arbeitsbedingungen in den Bildungseinrichtungen hergestellt werden müssen.
Autor: red

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Kommentare
Eckenblitz
11.02.2021, 17:20 Uhr
Die ach so ARMEN Lehrkräfte
In schöner Regelmäßigkeit ist hier zu lesen, wie SCLECHT es um die Lehrkräfte steht. Sie sind von der Coronawelle so beeinträchtigt, dass sie nicht mehr lange durchhalten. Das mag ja alles stimmen, aber wer fragt denn einmal, wie die Kinder unter diesen ganzen Größenwahnsinn der Kanzlerin und ihren 16 Marionetten zurecht kommen? Das die Kinder die größten leidtragenden sind, interessiert niemand von 18 Versagern, ist auch kein Wunder, Wahlen stehen vor der Tür und jeder denkt nur an seine Machtposition. Wie und ob er sie behalten kann, ist wichtiger, als ein paar Kinder. Das nennt man dann Kollateralschaden. Hauptsache ich, das ist meiner Meinung nach das größte Problem des politischen Clans. Im letzten Abschnitt spricht man über Kinder, aber nur das ja Infektionen weitertragen könnten, dass ist alles.
Kritiker2010
12.02.2021, 09:03 Uhr
Tränen der Rührung
Die Selbstlosigkeit und Aufopferung der von der GEW vertretenen Lehrer ist so überwältigend, dass wir es kaum in Worte fassen können. Sie allein tragen die Last der Pandemie. Ich kann die Tränen der Rührung und Dankbarkeit kaum noch zurückhalten.

Ja, Entschuldigung, ich habe gestern wieder eine Doku über Nordkorea gesehen und nach dem Lesen des GEW-Textes direkt in deren Sprachmodus umgeschaltet.

Ohre Frage gibt es Sie, die Lehrer und Schulleiter, die sich gewaltig strecken, um in diesem Durcheinander Ihren Job zu machen - Menschen, die ihren Beruf als Berufung ansehen. Das sind die Lehrer die wir wahrnehmen, die tatsächlich die eine oder andere Video- oder Audiokonferenz durchführen, regelmäßig Aufgaben zur Verfügung stellen, mit ihren Schülern in Kontakt bleiben wollen oder einfach "den Laden" am Laufen halten und lieber heute, als morgen wieder Präsenzunterricht geben würden.

Das sind sicher auch die Lehrer, die von den immer neuen Jammertexten der GEW peinlich berührt sind, während einige Kollegen seit geraumer Zeit mit Arbeitsverweigerung glänzen und kaum wahrnehmbar sind.

Ich empfehle den letztgenannten Vertretern ihres Standes, sich beruflich neu zu orientieren, denn jetzt zeigt sich lässt sich die fehlende Motivation sehr deutlich und mit der Haltung der GEW wäre auch zukünftig kein Unterricht mehr möglich.

Diese Interessenvertretung hat sich, wie unsere Bundes- und Landesregierung, im Corona-Wahn verirrt und findet von selbst nicht wieder zurück. Das alles wäre nicht möglich, wenn die Protagonisten dieser Ideologie den Preis für ihr verantwortungsloses Handeln selbst bezahlen müssten.

Über eine Klimakatastrophe kann man gern streiten, die Bildungskatastrophe hingegen ist deutlich sichtbar und wir wissen, wer dafür verantwortlich ist.
geloescht.20220103
12.02.2021, 11:25 Uhr
Kritiker2010,
ich stehe auf Ihrer Seite. An der Schule die mein Enkel besucht, macht gerade mal der Mathelehrer Videokonferenz. Alle anderen Lehrer verteilen nur Aufgabenseiten und geben dann auch noch schlechte Noten, wenn die Kinder, die die Aufgaben die ihnen der Lehrer ja erklären müssten, nicht verstehen. Wer bezahlt eigentlich die Eltern die die Aufgaben der Lehrer übernehmen müssen, während die Herrschaften sich kräftig erholen? Glaubt man wirklich, dass ist mit 150€ abgetan? Vielleicht ist das alles so gewollt, Wir haben nicht gerade die gescheitesten Politiker/innen also braucht man ein noch dümmeres Volk.
blackbird
12.02.2021, 12:59 Uhr
Lehrer wirklich gesundheitlich so gefährdet ?
Neulich traf ich eine mir bekannte Kindergärtnerin. Auf meine Frage, wie das denn nun in der Pandemie so bei ihr auf Arbeit läuft, antwortete sie mir.: " Bei uns läuft alles so wie immer. Die kleinen Kinder kommen zu mir auf den Schoß gekrabbelt, wenn sie Trost und Hilfe brauchen. Und Nasen habe ich auch genug zu putzen. Was soll ich auch anderes machen, soll ich die Kinder etwa wegstoßen? "
Da ziehe ich mal den Hut. Mir ist kein Lehrer bekannt, dem die Kinder auf dem Schoß sitzen.
Wer ist jetzt gefährdet ? Die Kindergärtner habe ich trotz allem noch nicht über ihre Arbeit jammern hören.
Trüffelschokolade
12.02.2021, 14:00 Uhr
Bildung und Erziehung
Die GEW äußert sich auch im Namen der Beschäftigten in Kitas. Und weist seit längeren auf die hohen Infektionszahlen insbesondere auch in den Berufen hin. Und fordert entsprechende Schutzmaßnahmen.

Die Stellungnahme selbst redet ja auch von Kindergärten _ und_ Schulen.
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