PETA: Entscheidung nicht nachvollziehbar
Verfahren wegen Tierquälerei eingestellt
Im Juli vergangenen Jahres veröffentlichte PETA ein Video, in dem zu sehen ist, wie Kinder in Nordhausen dem hilflosen Familienhund über 20 Mal mit einem Metallnapf auf den Kopf schlagen und ihn treten. Zu dem Vorfall gibt es nun eine Entscheidung, die laut PETA nicht nachvollziehbar sei...
Die Tierrechtsorganisation erstattete damals Strafanzeige gegen den Vater als verantwortliche Aufsichtsperson. Das Ermittlungsverfahren gegen ihn wurde nun eingestellt. Die Begründung: Dem Video ließe sich nicht entnehmen, dass der Familienvater es unterlassen hat, den Hund vor den Kindern zu schützen. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen führte in ihrem Bescheid vom 2. Februar auch aus, dass eine quälerische Tiermisshandlung nach Paragraf 17 Nr. 2b des Tierschutzgesetzes nicht vorläge und durch die Ermittlungen keine erheblichen Schmerzen oder Leiden bei dem Hund festgestellt werden konnten.
Jana Hoger, PETAs Fachreferentin für tierische Mitbewohner, kommentiert: Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft macht uns fassungslos und ist nicht nachvollziehbar. Die Ermittlungsbehörde stützt sich bei ihrer Aussage im Wesentlichen auf tierärztliche Untersuchungen zu späteren Zeitpunkten, bei denen keine Verletzungen oder Verhaltensauffälligkeiten festgestellt worden seien – doch selbst ein Laie kann dem Video entnehmen, dass der arme Hund in der Situation extrem und länger andauernd leidet und die Schläge massive Qualen bedeuten."
Wenn selbst über 20 Schläge auf den Kopf eines Hundes von der Staatsanwaltschaft nicht als erhebliches Leiden anerkannt werden, müsse man sich nicht wundern, wenn Tierquäler in Deutschland immer mehr Oberwasser haben, weil sie keine juristischen Konsequenzen zu befürchten haben, kritisiert die PETA-Vertreterin. "Wir prüfen daher nun den Bescheid und werden gegebenenfalls Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft einreichen. Es wird Zeit, Tierschutzdelikte nicht länger wie Lappalien zu behandeln, sondern geltende Gesetze und die juristischen Möglichkeiten konsequent anzuwenden. Wer Tiere quält, belässt es nachweislich selten dabei. Daher ist es umso wichtiger, Kindern schon frühzeitig Empathie und einen respektvollen Umgang mit allen Lebewesen zu vermitteln.
Jana Hoger
Autor: red
Kommentare
geloescht 20210830
09.02.2021, 20:16 Uhr
Jetzt ist es aber mal gut
Die Staatsanwaltschaft hat geprüft, offensichtlich mehrere Tierärzte auch und eine Hexenjagd fand auch statt. Jetzt ist es aber auch mal gut. Es gibt andere Fälle, die viel gravierender sind und da interessiert sich Peta nicht für...... Wo bleibt denn das Geißeln von Massentierhaltung auch in Nordhausen....... Was ist mit all den Corona-Hunden und Katzen, die zumindest teilweise nach dem Ende des lockdown im Tierheim ankommen... Es gibt genug Fälle, die der Aufmerksamkeit tatsächlich bedürfen. Ich glaube nicht, dass diese Familie und die Kinder jetzt schon wieder Theater von Seiten dieser sogenannten Tierschützer brauchen. Kinder machen Fehler und lernen hoffentlich draus. Das muss man jedem zubilligen und Gegenteiliges wurde offenbar nicht festgestellt und wenn die Kinder jetzt mit dem Tier so umgehen, wie es sein soll und genau das legt der Artikel ja nahe und das bestreitet ja Peta offenbar auch nicht, wo ist dann der Sinn einer weiteren Verfolgung? Das muss dann auch mal ein Ende finden.... Besonders, da es dem Tier bei mehreren Untersuchungen ganz offensichtlich gut ging. Außerdem haben wir wohl gerade dringendere Probleme..... Aber wahrscheinlich braucht man Spendengelder..... Bitte nicht missverstehen, für mich sind Tiere keine Sachen und ich liebe Hunde, aber dieses Theater geht viel zu weit, da gibt's leider ganz andere Fälle......
OkBoomer
09.02.2021, 20:30 Uhr
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Peter59
09.02.2021, 20:50 Uhr
Deutschland überhaupt noch ein Land?????
Das ist in meinen Augen eine große Sauerei. Aber was ist schon mit der Justiz.....? Ich kenne die Bilder.... Mich wundert das Urteil nicht, Gerichte sind doch nur noch "Makulartur", jeder kann machen was er will. Deutschland schafft sich ab.......
geloescht.20250205
09.02.2021, 21:58 Uhr
Genug!!!
So langsam reichts wirklich. Lasst diese Familie endlich in Ruhe!!! Ich glaube, da führt jemand einen persönlichen Rachefeldzug gegen diese Familie!!! Es gibt bestimmt genug andere Tiere, denen es wirklich schlecht geht und die dringend Hilfe brauchen. Oder werden jetzt die Tierärzte und andere Behörden, die bestätigten,dass es dem Hund gut geht auch an den Pranger gestellt??
Realist 1.0
09.02.2021, 22:56 Uhr
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Sonntagsradler 2
10.02.2021, 07:09 Uhr
Klasse PETA Bzw. Artikel Verfasser
Zeigt es der Familie Bzw dem Gericht wo es lang geht! :-D
Macht wenigsten aus einer Mücke einen Elefanten. wenn man schon nicht an die GANZ GROSSEN wie die vom illegalen Welpen handel ran kommt oder sich, aus Angst selber das Fell voll zu bekommen nicht traut.
Klasse so eine Hexenjagd auf einzelne Leute, Da fühlt man sich richtig stark nicht was Artikelverfasser und Gruppe PETA.
Kleiner Tipp
Ich würde aus Knatz gleich zum Obersten Gerichtshof nach Karlsruhe gehen. Sind ja nur etwas Steuergelder und Spendengelder die Verschleudert werden.Klasse
Nur noch LACHHAFT.
Ach ja
Die gute Nachbarschaftliche, soweit vorhanden war dürfte für die Familien auch dahin sein. Klasse Leistung und Schulterklopfen.
Kritiker2010
10.02.2021, 09:19 Uhr
Vertrauen in Urteilsfähigkeit beschädigt
Mit der Einstellung des Verfahrens - soweit ich verstehe, ohne weitere Konsequenzen für Hundehalter und Hund - hat sich die Staatsanwaltschaft selbst erheblich geschadet. Die Begründung zur Einstellung des Verfahrens halte ich für grob fahrlässig, auch weil Wiederholungsgefahr besteht.
Demnach ginge also in Zukunft jeder Einbrecher oder Dieb straffrei aus, wenn er das Diebesgut zum Zeitpunkt der Ermittlung bereits verhökert hat. Wenn mich der Wachtmeister anhält, weil ich mit 100 Sachen durch die Stadt gejagt bin, sage ich: Wieso? Jetzt gerade fahre ich doch gar nicht.
Ach so, die Täter waren Kinder. Dann schicken wir also unsere unerzogenen Gören vor, für deren Tun wir nicht verantwortlich sind.
Ach so, das Opfer war ein Hund, nur ein Gegenstand und die Sachbeschädigung war äußerlich nicht mehr sichtbar.
Dass Recht und subjektives Gerechtigkeitsgefühl oft nicht zusammenfinden, ist eine Sache.
Doch geht von einem solchen Verfahren bzw. dessen unreflektierter Einstellung über kurz oder lang die genannte Signalwirkung an Tierquäler und Tierschützer aus und es ist damit zu rechnen, dass beide Seiten den rechtlichen Rahmen zunehmend verlassen werden.
Dann hätte man wirklich aus einer Mücke einen Elefanten gemacht ...
Wie Bitte
10.02.2021, 09:35 Uhr
Ich frage mich -
- was mit Kindern los ist, für die es Normalität zu sein scheint, ihren Hund mit der Futterschüssel monoton auf den Kopf zu schlagen.
Ich frage mich, was mit Behörden los ist, für die das normal zu sein scheint.
Ich frage mich, was los ist, wenn sich der Hund gegen diese Behandlung irgendwann mal mit der einzigen Weise zur Wehr setzt, die ein Tier kennt: beißen.
Dann schlagen alle, die jetzt sagen, "Ist doch nichts dabei, lasst die Familie endlich in Ruhe", entsetzt die Hände über den Kopf zusammen, fragen scheinheilig, "Wie konnte das nur passieren?!" und fordern, den unkontrollierbaren Hund einzuschläfern, während das gebissene Kind im Krankenhaus liegt?
Diese Entwicklung ist doch vorhersehbar, zumindest sehr wahrscheinlich.
Ich frage mich, ist das alles egal?
Fienchen
10.02.2021, 10:18 Uhr
Das Urteil ist eine Schande.
Tierquäler müssen bestraft werden. Eltern die nicht in der Lage sind ihren Kindern beizubringen wehrlose Mitgeschöpfe zu achten haben eine Strafe verdient.
geloescht 20210830
10.02.2021, 15:54 Uhr
"Wie bitte" und "Fienchen "
Ja, ich weiß, dass ist kein Chat, aber ein zwei drei Sätze muss ich einfach loswerden....
Wenn man den Artikel genau liest, steht da nirgends, dass der Hund weiterhin irgendwelchen Misshandlungen ausgesetzt ist. Sondern da steht, es geht ihm gut und er zeigt überhaupt keine Verhaltensauffälligkeiten. Ich habe zum wiederholten Mal einen Hund aus dem Tierschutz und weiß sehr genau, wie sich misshandelte Tiere verhalten.....
Wenn jedes Elternteil bestraft werden soll, weil die Kinder ein Tier gequält haben, wird die Justiz nicht mehr fertig. Ich bin dafür, das wirklich schwere und andauernde Tierquälerei härter bestraft gehört, auch die Gewerbliche. Kein Billigfleisch und kein Billigfisch mehr, keine Tiere, die nur im Zwinger gehalten werden, aber auch keine nicht artgerechte Haltung von Hunden und anderen Tieren, Hundeführerschein.... Es gibt viele sinnvolle Möglichkeiten.... Wenn meine Fellnase krank ist oder so, gehe ich mit ihr zum Arzt und glaube dem Arzt auch, was er sagt, sonst müsste ich ja nicht hingehen und deshalb warum sollte man hier das ärztliche Urteil anzweifeln?
Fienchen
10.02.2021, 17:23 Uhr
Ich bleibe
bei meiner Meinung. Alex 300800, ich kann nicht verstehen das Sie als Tierfreund solche Menschen in Schutz nehmen.
geloescht 20210830
16.02.2021, 14:20 Uhr
Fienchen
Weil Menschen und insbesondere Kinder Fehler machen. Wenn sie daraus lernen, hat man doch erreicht, was das Ziel war. Wenn aber gerade Kinder lernen, dass Fehler, die offenbar werden, die Existenz der Familie gefährden und man sie nicht wieder gut machen kann - obwohl nach dem Artikel kein bleibender oder fortgesetzter Schaden entstanden ist, dann lernen diese Kinder, dass man keine Fehler machen darf, diese niemals zugeben darf und und.... Das kann doch nicht richtig sein. Wie gesagt, es gibt sicher ganz andere Fälle, da wäre soviel Engagement sowohl sinnvoll als auch angebracht...... Aber da gibt's durch Firmenanwälte und so vermutlich viel mehr Gegenwind....... Und ich habe bisher in keinem Chat oder Veröffentlichung auch nur den geringsten Beweis gesehen, dass das nicht nur einmal passiert ist. Vermuten und behaupten kann heute jeder alles, belegen steht dann offenbar auf einem anderen Blatt..... Hat mal jemand darüber nachgedacht, was eine mediale Hetze mit Kindern macht..... Das ist Mobbing in anderer Form und was das anrichtet, kenne ich aus meiner beruflichen Tätigkeit zur Genüge.
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