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Mi, 22:21 Uhr
03.02.2021
Thüringer HC

Mit Herz und Kampfgeist zum Sieg

Der Thüringer HC gewann den Rückspielauftakt der Bundesligasaison in der Salza-Halle mit 33:30 (17:16) gegen die SG BBM Bietigheim. Bis zum Abpfiff lieferten sich beide Mannschaften ein spannendes Spiel, bei dem sich der Thüringer HC in einem Herzschlagfinale den knappen Sieg sichern konnte...

THC siegt zum Auftakt der Rückrunde (Foto: THC/Franziska J. Braun) THC siegt zum Auftakt der Rückrunde (Foto: THC/Franziska J. Braun)
Beide Teams spielten lange auf Augenhöhe. Die Gastgeberinnen zeigten die für den THC bekannte Moral und legten so den Grundstein für den Erfolg. Mit acht Toren war Emma Ekenman-Fernis beste Werferin des Thüringer HC. Ein extra Lob ihres Trainers Herbert Müller holte sich Kerstin Kündig nach dem Spiel. Für die Gäste aus Bietigheim erzielte Kim Naidzinavicius 12 Treffer.

Der Thüringer HC erwischte einen guten Start und konnten mit 2:0 die Führung übernehmen. Die Gäste, als Favoriten angereist, glichen postwendend aus. Nach dem Strafwurftreffer von Kim Naidzinavicius übernahmen die Bietigheimerinnen die Führung. Der THC ließ die Gäste nicht davonziehen und spielte in der Startphase auf Augenhöhe mit, Nina Neidhart erzielte in der 8. Minute den 6:5-Führungstreffer. Nach einem Ballverlust im eigenen Angriff hielt Marie Skurtveit Davidsen den Tempogegenstoß von Kim Braun mit einer glänzenden Parade und verhinderte so den erneuten Ausgleich der Gäste. Mitte der ersten Spielhälfte stand ein 9:9 auf der Anzeigetafel.

Einfache technische Fehler auf beiden Seiten sorgten dafür, dass dieser Spielstand gerecht war. Der THC machte besonders im Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff einen deutlich besseren Eindruck als in den vergangenen Spielen. Druckvoll versuchte der THC auf die Angriffswellen der Gäste zu antworten. Nach schnellen Treffern aus dem Rückraum von Marketa Jerabkova und Kerstin Kündig führte der THC in der 21. Minute mit 13:12. Die SG BBM hielt dagegen und glich vier Minuten vor dem Pausenpfiff zum 15:15 aus. Die erneute Führung erzielte Emma Ekenman-Fernis von der Strafwurflinie, nachdem sie den Ball direkt unter der Querlatte im Tor unterbrachte (16:15). Nach 30 Minuten führte der kämpferisch agierende Thüringer HC knapp mit 17:16 gegen die Gäste aus Bietigheim.

Mit einem schnellen Tor kamen die Gäste aus der Kabine. Kim Naidzinavicius glich in Überzahl zum 17:17 aus. Die Antwort des THC erfolgte umgehend und gleich im Doppelpack durch Kerstin Kündig. Das berühmte “Nach-der-Pause-tief” schien der THC auszulassen. Nach 5 Minuten der 2. Halbzeit führte der THC mit 21:19. Die Schwaben setzten weiter nach und die Mühen wurden belohnt, genauso wie die kämpferischen Aktionen des THC. Das Spiel blieb offen und spannend, nach der 40. Minuten hatten die Gäste den 22:22-Ausgleich erzielt.

Konzentriert baute der THC weiterhin seine Angriffe auf und stand in der Abwehr stabil. Mit Erfolg, beim 25:22 nahm Gästetrainer Markus Gaugisch sein nächstes Team Timeout. Mit tollen Aktionen sicherten Petra Blazek und Marie Skurtveit Davidsen die knappe THC-Führung. In die Schlussphase gingen beide Teams mit einem 26:26-Unentschieden, nachdem Kim Naidzinavicius einen weiteren Strafwurf im Netz versenken konnte.Zwei Tore für den THC schafften erst mal ein kleines Polster für die Crunchtime, aber eben noch nicht die nötige Sicherheit und so blieb das Spiel spannend. Schade, dass genau dabei solchen Spielen das Publikum nicht Live in der Salza-Halle dabei sein kann.

Knapp vier Minuten waren noch zu spielen, als Josefine Huber nach einer Abwehraktion gegen Kim Naidzinavicius ihre dritte Zeitstrafe bekam und somit auch die Rote Karte. Letzte Minute, 31:30 - Marketa Jerabkova netzt ein, Marie Skurtveit Davidsen pariert den folgenden Angriff der Bietigheimerinnen. Die Uhr tickte für den THC und zum krönenden Abschluss netzte Beate Scheffknecht zum 33:30-Endstand in der letzten Sekunde ein. Der Kampfgeist der Thüringerinnen wurde somit zurecht belohnt.
Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann
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Kommentare

04.02.2021, 06.52 Uhr
alf-gordon | Danke an das Trainerteam
Also wie Herr Müller und seine Leute das hohe Niveau des Frauenhandballs ermöglichen , nätigt Achtung und Dankbarkeit ab .
Natürlich sind auch die Unterstützer bedankt .
Viel Erfolg ..weiterhin.

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