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Di, 16:45 Uhr
02.02.2021
Ausgangssperre wird aufgehoben

Jendrickes Wunschliste

Die nächtliche Ausgangssperre im Landkreis Nordhausen wird ab sofort aufgehoben. Das gab heute Landrat Matthias Jendricke anlässlich des Besuches von Innenminister Georg Maier bekannt. Über Öffnungen wollte der Gast aus Erfurt eigentlich nicht sprechen, der Landrat aber hatte andere Pläne…

Besuch aus Erfurt: Landrat Matthias Jendricke und die Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr begrüßten heute Thüringens Innenminister Georg Maier (Foto: agl) Besuch aus Erfurt: Landrat Matthias Jendricke und die Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr begrüßten heute Thüringens Innenminister Georg Maier (Foto: agl)

Der Landkreis Nordhausen rangierte während des vergangenen Jahres beständig im unteren Bereich der Corona-Richtwerte, nur nach dem Neujahr war man für eine gewisse Zeit so „Rot“ wie der Rest des Freistaates. Die Nordhäuser Bilanz nahm Landrat Jendricke zum Anlass, Innenminister Georg Maier in den Südharz zu bitten um über die Strategien der Pandemiebekämpfung vor Ort zu sprechen.

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Eins machte Maier gleich zu Beginn klar: um Öffnungen werde es heute nicht gehen. Weiter zum Testbus, Foto-Termin mit den Soldaten der Bundeswehr, die den Kreis bei der Kontaktnachverfolgung unterstützen, ein paar höfliche Fragen hier und da, weiter zum Pressegespräch.

Im großen Plenarsaal war es dann an Jendricke, seine Anliegen vorzutragen. Man müsse sehr wohl über Lockerungen sprechen, meinte der und gab bekannt, dass die nächtliche Ausgangssperre in Nordhausen ab sofort aufgehoben ist. Mehr Handlungsspielraum hat man auf der Kreisebene nicht, weitere Zeichen in Richtung Öffnungen kann nur das Land setzen.

Was mit Maske möglich ist, sollten wir zulassen
Dass man in der Region bisher vergleichsweise glimpflich davongekommen sei, liege auch daran, dass man die Menschen frühzeitig sensibilisiert habe, erklärte Landrat Jendricke. Nach der Stadt Jena war man deutschlandweit der erste Landkreis, der die Maskenpflicht einführte und hatte für diesen Schritt damals einige Schelte einstecken müssen. Über das Jahr hätten die Menschen des Kreises gezeigt, dass sie den Ernst der Lage erkannt hätten und man sich zum großen Teil an die aufgestellten Regeln gehalten habe, sonst wäre man sowohl bei Fallzahlen wie auch Todesfällen nicht auf einem konstant niedrigen Niveau geblieben.

Man brauche Regeln in Deutschland, die einheitlich sind, wie die Maskenpflicht. Aber dort, wo die Lage weniger angespannt sei, müsse es auch die Möglichkeit geben, wieder gewissen Lebensgewohnheiten nachgehen zu können, forderte der Landrat und präsentierte dem Innenminister seine „Wunschliste“:

Bei einer Inzidenz unter 100 Fällen sollte es demnach möglich sein:
  • Den eingeschränkten Regelbetrieb von Schulen und Kindergärten in festen Gruppen wieder aufzunehmen
  • In Einrichtungen wie der Musikschule Individualunterricht anzubieten
  • Dienstleister wie Friseure und Kosmetikstudios wieder zu öffnen
  • Baumärkte (mit entsprechendem Kontrollpersonal) zugänglich zu machen
  • Individuelle Beherbungsangebote wie Ferienwohnungen zuzulassen
Bei einer Inzidenz von unter 50 Fällen sähe man es gerne das:
  • Angebote bei denen Masken- und Abstandspflicht gewährleistet werden können, wieder ermöglicht werden
  • Hotels und Pensionen wieder öffnen
  • und Fitness-Studios mit entsprechenden Hygienekonzept wieder arbeiten dürfen
Voraussetzung für jeden der gewünschten Schritte wäre der konsequente Einsatz von FFP2-Masken, mehr kostenlose Testmöglichkeiten und regelmäßige Kontrollen. „Mit Maske muss es gehen. Wenn wir darauf nicht vertrauen, können wir nie wieder aufmachen.“, erklärte der Landrat. Nach bald 12 Monaten Pandemie hätten die Bürgerinnen und Bürger wie auch die Geschäftsleute und Unternehmer „den Ehrgeiz die Dinge ernst zu nehmen“.

Innenminister Maier (rechts) wollte heute eigentlich nicht über Öffnungen reden, Landrat Jendricke hingegen schon (Foto: agl) Innenminister Maier (rechts) wollte heute eigentlich nicht über Öffnungen reden, Landrat Jendricke hingegen schon (Foto: agl)

Anders als im vergangenen Frühjahr verfüge man landesweit über bessere, gut aufgestellte Strukturen um einem Infektionsgeschehen von weniger als 100 Fällen unter Kontrolle zu halten. Zudem würde man sich im Landratsamt wünschen das die Kosten für die freiwilligen Schnelltests, die man im neu eröffneten „Testzentrum“ in der Zorgestraße für 50 Euro anbietet, kostenlos durchgeführt werden könnten, doch dafür müsste die Landesseite, in Anbetracht der finanziellen Lage des Kreises, grünes Licht geben. „Das wäre der richtige Weg, da sollten wir hinkommen und das wäre gut angelegtes Geld“, sagt Jendricke, Gaststätten und Sportangebote würde er aber dennoch erst dann wieder öffnen wollen, wenn das Wetter wie das Impfgeschehen Erleichterung bringen.

Schützenhilfe bekam der Landrat von seiner Amtsärztin, Ingrid Francke. Die Ausweitung von Testmöglichkeiten sei „gut und richtig“, würde aber im Moment keine Trendwende zeitigen. Es sei zwar gelungen mittels Einschränkungen im privaten Bereich und Quarantänemaßnahmen die Zahlen zu drücken, aber man komme noch nicht dorthin, wo man hin wolle. Der Vergleich der Daten aus der ersten Welle im vergangenen Jahr und den aktuellen Entwicklungen lege zudem den Schluss nahe, dass seit längerem Mutationen des Corona-Virus im Freistaat grassieren. Den einzigen belegbaren Fall hatte zu Beginn der Woche im Zusammenhang mit einer Infektion im Eichsfeld registriert. Auf das genaue Ergebnis der tiefergehenden Gen-Analyse werde man aber noch gut 14 Tage warten müssen.

Die Daten, die man auch vom Innenministerium erhält, zeigten dass die Infektionstreiber vor allem die 30- bis 69-Jährigen seien, also: die Erwerbstätigen. Gerade in diesen Bereichen müsse es jetzt andere Konzeptionen geben. Damit der Virus nicht vom Arbeitsplatz in die Familien getragen wird, müssten dort wo es möglich sei, FFP-2 Masken zum Einsatz kommen.

Gleiches gelte für die Schulen. Kindern ab Klasse 5 sei der Einsatz der Masken durchaus zuzumuten und Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren sollten erst recht keinerlei Schwierigkeiten haben. Würde eine FFP-2 Maskenpflicht konsequent umgesetzt, stehe auch Ladenöffnungen nichts entgegen.

Lockdown wird verlängert
Soweit die Wünsche des Landrates. Die zu erfüllen liegt freilich nicht in der Hand des Innenministers alleine. Er befürchte, dass das Verständnis der Bevölkerung für die Maßnahmen bröckele, erklärte Maier. Umso wichtiger sei es, Perspektiven aufzuzeigen und Festlegungen zu erklären. Im Moment warte man auf die baldige „Durchimpfung“ der Pflegeheime und hofft, so den Druck von den Intensivstationen nehmen zu können.

Im Kabinett sei vereinbart, eine Öffnungsstrategie zu erarbeiten, aber für derlei Schritte sei es auch im Landkreis Nordhausen noch zu früh, da die Werte auch hier noch über dem angestrebten Inzidenzwert von 50 liegen und die Pandemie in der Fläche grassiert.

Die „Wunschliste“ des Landrates wird sich alsbald eher nicht erfüllen lassen. Und: während der Besprechung im Landratsamt wurden in Erfurt Fakten geschaffen - der Thüringer Lockdown wird bis zum 19. Februar verlängert.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
enzo2002
02.02.2021, 17:34 Uhr
Ein Schritt in die richtige Richtung
Da hat Herr Jendricke einen vernünftigen Vorschlag erbracht.
Leider wird es nicht zur Umsetzung kommen da unser MP Ramelow ja schon im Vorfeld der Ministerkonferenz unseren Lockdown mal schnell um eine Woche verlängert hat.
Trotz sinkender Fallzahlen gibt es keine Lockerung,ohne Erklärung.
Wie lange sollen wir denn noch zu Hause sitzen!!!!!
Die Kredite die von Herrn Tiefensee angepriesen wurden sind ein Hohn.Wo kein Geld fließt kann kein Kredit bedient werden auch wenn er zinsfrei ist
Audio
02.02.2021, 17:43 Uhr
Die Vorschläge und Vorstellungen
unseres Landrates kann ich nur beführworten !
Wofür ich von Anfang an generell kein Verständnis
fand, war die Schließung der Baumärkte.
Sie sind strukturell genau so gestaltet, wie die Supermärkte, und wurden nicht so stark frequentiert, wie diese. Viele Bürger, die gezwungen sind, ihre Zeit vorwiegend im Haus zu verbringen, würden gern notwendige Handwerksarbeiten verrichten. Diese Möglichkeit wird ihnen aber durch die Schließung der Baumärkte genommen. Und noch etwas: sind sich die Politiker überhaupt im Klaren, dass ihnen durch die deutschlandweite Schließung dieser Märkte wichtige Steuereinnahmen durch die Lappen gehen ?
summer
02.02.2021, 18:00 Uhr
FFP2-Masken dauerhaft unzumutbar
FFP2-Masken sind für Schüler und Berufstätige nicht dauerhaft zumutbar, da man kaum darunter atmen kann.
Medizinische Masken sind zuzumuten und sollten STÄNDIG getragen werden, sobald man in geschlossenen Räumen auf Personen aus anderen Haushalten trifft bzw. treffen könnte, dazu zählt auch das berufliche Umfeld, wie in Büros.
free Gigi
02.02.2021, 18:24 Uhr
Hinweis zum Baumarkt
online bestellen und vor Ort abholen, super einfach, schnell und top...
Leser X
02.02.2021, 19:03 Uhr
Zu Hause sitzen...
... muss man nicht, enzo. Jeder kann sein Maß an Bewegung fortführen, auch draußen. Mir ist keine Regelung bekannt, die Bewegung im Freien verbietet.

Ich persönlich bin sehr für die Wiedereröffnung der Friseursalons. Damit wir unsere Würde wieder erlangen. Ich fühle mich irgendwie verwahrlost::))
EsJay7
02.02.2021, 19:25 Uhr
Ganz toll Herr Landrat
das ist jetzt wirklich absoluter Wahlkampf. Schön den Unmut der Leute ausnutzen.
Von der Sache her sind die Wünsche zwar sehr erfreulich, aber bleiben wir einmal bei der Realität.

Was passiert, wenn vereinzelte Landkreise (wie wir zum Beispiel) wieder ihr eigenes Süppchen kochen?
Langsam alles öffnen? NATÜRLICH........ dann haben wir schönen Tagestourismus zum Shoppen nicht nur aus dem Landkreis sondern aus allen umliegenden Gebieten um die 100km, denn wenn daheim nicht möglich, da fährt der Deutsche gern auch etwas weiter für seinen Seelenfrieden. Und das Ende vom Lied? Die Zahlen knallen wieder an die Decke.

Man sollte dann doch vom Wahlkampf absehen und weiter die Füße still halten. Erst wenn alle anderen Landkreise gleiche Lockerungen ermöglichen macht das ganze Sinn.

Auch wenn es dafür gleich Shit-Storm regnet, dann lieber so, als in 4-6 Wochen wieder alles dicht gemacht.

Lieber über andere Lösungen diskutieren. Es gibt noch kein Konzept oder die Möglichkeit Hilfen zu beantragen, wenn man sein Geschäft eben nicht im November sondern Dezember schließen musste. Aber das Finanzamt klopft bereits wegen Steuern und die Krankenkassen lassen auch nicht mit sich reden.
Schnellere Hilfe für Unternehmen sollte Hauptthema sein und nicht das Roulette mit den Zahlen
copper
02.02.2021, 19:31 Uhr
Er ist ein Macher ,
ich bin kein SPD Wähler , aber Jendricke zeigt sich ,
er packt an. Daumen hoch !
Ich bin Nordhäuser, wo hört man etwas von
unseren Oberbürgermeister ?
Es ist nicht seine Aufgabe, aber die Bürger der Stadt
Nordhausen erwarten auch einmal ei paar aufmunternde
Worte. Fehlanzeige - jammern - Haushaltssperre.
Für mich, ein Vollausfall !
Gute Nacht!
D. D.
02.02.2021, 20:04 Uhr
... der Landrat hatte andere Pläne - perfekt ausgedrückt
Wahlkampf in großen Worten, keine Möglichkeit auslassen, genau das was der geneigte Wähler hören will.
Interessant das ein Minister klarstellen muss, das dass nicht der Grund oder Thema seines Besuches ist.
Kann mir nicht vorstellen das es keinen Ablaufplan oder Protokoll für solche Besuche gibt.

Den ganzen Tag liest man in der Presse das der Lockdown sehr wahrscheinlich verlängert wird und es bis Ostern dauern könnte.
.. und dann ließt man den Artikel.... herrlich ;)
Wolfi65
02.02.2021, 20:38 Uhr
Ach schön
Endlich kann man sich wieder nach 22 Uhr straffrei durch NDH bewegen.
Hoffentlich hat sich das auch bis an die Darre herumgesprochen?
Ansonsten schliesse ich mich EsJay7 an.
Erleichterungen in Nordhausen ziehen wieder Einkaufs- und Dienstleistungstouristen an.
Das war es dann wieder mit den Erleichterungen, denn flächendeckende Impfungen sind noch nicht in Sicht, da man ja überwiegend an die Anderen EU Mitgliedsstaaten mit den Impfdosen denken musste und oder zu dumm war, genügend Dosen zu bestellen.
Übrigens für die Optimisten.
Ostern ist zu 99 Prozent auch in Corona Hand.
enzo2002
02.02.2021, 20:40 Uhr
LeserX
Ich meinte mit dem zu Hause sitzen auch nicht wörtlich in der Stube sitzen,sondern das man in keine Geschäfte gehen kann,außer dem Supermarkt.
Ich wusste nicht das man so ganz klar schreiben muss.
Die meisten wussten wie es gemeint war.
Eder76
02.02.2021, 21:02 Uhr
Ein besorgter Familienvater
Für den Anfang der richtige Schritt, zumal die Maßnahme (Ausgangssperre) in unserer Provinz ein Politikum war...Herr Jendricke bleiben sie bitte dran und üben sie Druck in Erfurt aus! Das Wichtigste sind nicht die Baumärkte, sondern die Öffnung unserer Schulen, denn unsere Kinder bleiben auf der Strecke, wenn das so weiter geht. Jeder der glaubt, dass homeschooling eine vernünftige Bildungsalternative sei, der irrt. Abgesehen davon befinden sich wegen „Notbetreuung“, „Förderung der schwächeren Schüler“ sowie „Abschlussklassen“ bereits ein beachtlicher Teil unserer Kinder wieder in den Bildungseinrichtungen........PS: Ein gescheiter Haarschnitt wäre auch mal wieder von Nöten, wegen mir auch mit Maske, wenn es beruhigt.
Bodo Schwarzberg
02.02.2021, 23:37 Uhr
Jendrickes Corona-Populismus
Landrat Jendricke steht natürlich unter Druck, gerade als SPD-Mensch in konservativem Umfeld, daher wohl seine irrationalen, allein auf die Bevölkerung des Landkreises Nordhausen bezogenen Wünsche.

Bei einer Inzidenz von 100 all die von ihm an den Innenminister geschickten Wünsche zu realisieren, widerspricht dem erklärten und aus Fakten herleitbarem Ziel, die Gesundsheitsämter dazu zu bringen, die Kontakte der Infizierten ausreichend zurückverfolgen zu können. Und dazu ist, wie man liest, eine Inzidenz von höchstens 50 über einen längeren Zeitraum nötig.

Jendricke brüstet sich ob der tatsächlich vergleichsweise positiven Infektionszahlen im Landkreis mit dem hier Erreichten. Aber er sollte aus bloßem Machtkalkül und (etwas verschleiertem) Narzissmus heraus nicht leichtsinnig werden. Die möglichen Auswirkungen einer (britischen oder südafrikanischen) Mutantenausbreitung scheint Jendricke nicht auf dem Schirm zu haben, wenn er, populistisch getrieben halt, seine Lockerungswünsche in die Wintersonne stellt.

Aber wahrscheinlich funktionieren unsere Politiker so.
Henkel
03.02.2021, 08:15 Uhr
Nachverfolgung
Wer hat sich eigentlich diesen Unsinn ausgedacht? Wenn eine Nachverfolgung funktionieren würde, wären die Testzahlen nie so hoch gegangen. Ist es den Menschen eigentlich nicht klar? Man hat es im Herbst versucht und es ist unmöglich, sobald eine Erkältungswelle kommt. Gute Idee, aber in der Praxis wirkungslos. Zumal mit diesen Tests.
Sonnenschein2014
03.02.2021, 10:40 Uhr
Könnten Impstoff haben
Wenn man sich aber lieber Gedanken um Herrn Nawalny macht,anstatt im Sommer mit Russland sich über den neuen Impfstoff Sputnik auszutauschen.
Nein ,erstmal schlecht reden und es kann garnicht sein so früh die Entwicklung.(wie immer West gegen Ost)
Mindestens noch ein Jahr bräuchte dieser Prozess.
Dann kommt kurz danach Wunderheilung Pfizer (zufällig amerikanische Firma).
Da wundert sich die Politik,wenn die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt.
Dann der Gipfel ,das auch noch über den Preis bei der Beschaffung gefeilscht wurde.
Sonst werden Steuergelder großzügig verschwendet,wenn es wirklich wichtig ist ist der eigene Bürger keine 5 € mehr wert !
Trüffelschokolade
03.02.2021, 10:46 Uhr
Kontaktverfolgung
Kontaktverfolgung kann unter den richtigen Umständen funktionieren - Länder wie Vietnam, Taiwan und Co. haben das deutlich gezeigt.

Dafür braucht es auch die passenden Ressourcen. Angesichts der oft komplett veralteten Technik war das schwieriger wirkungsvoll zu tun. Freunde, die bei den Gesundheitsämtern anfingen waren schockiert zu sehen, wie die Gesundheitsämter zum Teil in den 1970ern stecken geblieben schienen. Ein anderes Problem ist die Kooperation. Es gibt leider eine gewisse Gruppe von Menschen, hier ja auch, die sich weigern zu kooperieren und grundlegende Höflichkeit vermissen lassen - da wird man dann nur beschimpft und bedroht und kann seine eigentliche Arbeit der Kontaktverfolgung gar nicht machen.
dagos
03.02.2021, 14:48 Uhr
Lockdown zurück fahren, mit straffen Regeln
Geschäfte und körpernahe Dienstleistunger sollten wieder öffnen können. Um einen damit verbundenen Tourismus zu unterbinden, sollten strenge Regeln gelten.
Nur wer nachweislich in einem bestimmten LK wohnt oder arbeitet, sollte dort auch einkaufen oder Dienstleistungen nutzen dürfen. Dementsprechend müsste es flächendeckend "Einlasskontrollen" geben. Die Mobilität muss weiterhin reduziert bleiben. Dabei macht es einen großen Unterschied, ob ich im 100 km entfernten Thüringer Wald spazieren gehe oder den halben Samstag im Thüringen Park shoppen bin. Diese Regelung macht es auch möglich, für regionale Infkektions-Hotspots Lockerungen temporär zurück zu nehmen, statt das ganze Land lahm zu legen.
Jetzt wird es wieder einige geben die sagen, das ist zu aufwendig, zu teuer, wer soll das kontrollieren und was is mit Datenschutz. Nun, wo ein Wille ist, ist auch ein Gestrüpp. Wir kommen derzeit nur mit unbequemen Kompromissen und vorsichtigen Schritten vorwärts.
Henkel
03.02.2021, 15:43 Uhr
Kontaktverfolgung 2
Auch hier wieder Wunschpolitik. Zum Mars fliegen könnte unter richtigen Umständen auch funktionieren. Und wenn dann solche Länder wie Vietnam genannt werden, alles Länder ohne Übergewicht etc, da haben sie eine ganz andere Voraussetzung. Wenn wir unter Merkel in Zusammenhang der Digitalisierung ein dritte Welt Land sind, kann ja niemand was dafür. Jahrelang unsere Steuern für sonst was verplempert und hier nur geschlafen. Davon ab, werden nicht wenige mit Behörden nicht zusammenarbeiten, da man nie weiß, wozu die gesammelte Namenslisten alles nutzen. Wie man in manche Familien rein ist, was man da drohte usw., hat sich alles herumgesprochen. In der Tagesschau kommt so etwas nicht. Dazu kommt, nach allem, was man jetzt über Corona weiß, sitzt nicht auf jedem Gesundheitsamt die geballte Fachkompetenz. Sonst hätte es in den Alten- und Pflegeheimen anders ausgesehen. Also kein Grund, denen zu vertrauen oder irgendwas zuzutrauen.
Hallogemeinde
04.02.2021, 12:44 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Hallogemeinde
04.02.2021, 12:53 Uhr
fehlende Strategie
so ein unsinniges Geschwafel... Es gibt nach wie vor keine Strategie bzgl. Corona. Hat sich schon mal jemand gefragt warum die Schließung von Schulen und Kindergärten, Frisören, Baumärkten und Gaststätten beschlossen wurden? Hat diese Strategie nachweislich funktioniert? Außer natürlich die betroffenen in den Ruin zutreiben. Kein Mensch hat sich bis zur Schließung in eines unserer Gaststätten angesteckt. Alle nur Hilflose, Planlose Maßnahmen die nur Schaden anrichten. Hört endlich auf mit diesem Blödsinn. Wenn ich Einkaufen gehe, dann sind es die "Alten" die beschützt werden wollen, die keine Maske tragen oder die Maske unter der Nase tragen, die Jugendlichen die zu 5 in einem Auto sitzen oder sich in Massen in dunklen Ecken treffen. öffentliche Verkehrsmittel werden reduziert, damit noch mehr Menschen auf engsten Raum zusammenkommen usw. Und noch eines zum Schluss, warum sehen die Politiker immer so gestylt aus? Ich denke die Frisöre haben geschlossen? Schöne Vorbilder!!!
grobschmied56
04.02.2021, 16:17 Uhr
Strategie funktioniert...
... bislang ganz gut. Nur haben die meisten Menschen eben noch nicht ganz begriffen, worauf sie abzielt!
Nicht auf die schnelle Überwindung des Virus und der Krise.
Sondern auf die Überwindung der Privatwirtschaft und des Bargeldes! Wenn man es so betrachtet, funktioniert es sogar ausgezeichnet. Unternehmer gehen reihenweise pleite und auch die Abschaffung des Geldes macht gute Fortschritte, viele haben schon gar keins mehr...
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