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Sa, 15:02 Uhr
30.01.2021
Zwischenfinanzierung für Unternehmen in Existenznot

Druck der Wirtschaftskammern hat sich ausgezahlt

Handwerksbetriebe in Nord- und Mittelthüringen, die durch die Corona-Krise in Existenznot geraten sind, können leise aufatmen: Bis die Überbrückungshilfe III des Bundes eingetroffen ist, profitieren sie fortan von einem zinslosen Darlehen als Zwischenfinanzierung, meldet die Handwerkskammer Erfurt...

Damit hat sich der Druck der sechs Wirtschaftskammer Thüringens, zu der die Handwerkskammer Erfurt zählt, ausgezahlt. Zuvor hatten sie sich in einem gemeinsamen Brief an Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke), Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), Finanzministerin Heike Taubert (SPD) sowie die Fraktionsvorsitzenden des Landes gewandt und die dringende Dotierung des Konsolidierungsfonds auf 50 Millionen Euro gefordert.

In dem Brief wurde abermals auf die aktuelle Situation der Handwerksbetriebe, insbesondere der Gesundheits- und körpernahen Dienstleistungen sowie aller indirekt betroffenen Handwerksbetriebe aufmerksam gemacht, die keinen Anspruch auf November- und Dezemberhilfen haben und aufgrund der angeordneten Schließung ab 16. Dezember 2020 auf die Überbrückungshilfe III warten. Da sich die volle Auszahlung dieser dringend benötigten Hilfsgelder voraussichtlich bis März verzögert, stehen viele Unternehmen vor dem Aus. Allein 30 Prozent der von Schließung betroffenen Handwerksbetriebe berichten von völlig erschöpften Liquiditätsreserven. „Die Überbrückungshilfe III kommt für viele Unternehme zu spät. Wenn ihnen nicht zeitnah und unbürokratisch geholfen wird, werden sie ihre Türen nach dem zweiten Lockdown nicht wieder öffnen können“, alarmiert der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt, Thomas Malcherek.

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Die in dem Brief festgehaltene Forderung nach einer Zwischenfinanzierung in Form eines zinslosen Darlehens soll nun über das vorhandene Programm „Corona Spezial“ umgesetzt werden. Darüber sollen Unternehmen einen zinslosen Kredit von bis zu 50.000 Euro erhalten können. Laut Information des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft muss dazu der Konsolidierungsfonds, aus dem das Programm finanziert wird, um 50 Millionen Euro aus Mitteln des geplanten Pandemie-Sondervermögens des Landes aufgestockt werden. „Die Aufstockung des Konsolidierungsfonds ist folgerichtig. Die Wirtschaft ist der Motor Thüringens, die Unternehmen wichtige Steuerzahler. Nur wenn wir die Überlebensfähigkeit der Betriebe sichern, können wir den Motor am Laufen halten, weiterhin in das Land investieren und einer Verödung der Innenstädte entgegenwirken“, sagt Thomas Malcherek.

Das zinslose Darlehen soll nach einer Bearbeitungszeit von nur einer Woche zur Verfügung gestellt werden. Anträge sollen ab Mitte kommender Woche (KW 5) gestellt werden können. Die Auszahlung der Gelder soll spätestens ab KW 6 durch die Thüringer Aufbaubank (TAB) beginnen, so die Forderung der sechs Wirtschaftskammern Thüringens.
Autor: red

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Kommentare
enzo2002
30.01.2021, 20:14 Uhr
Kredit
Ein Kredit kann ja wohl nicht die Lösung sein.Selbst wenn er zinslos ist,ist es ein Kredit der zurück gezahlt werden muss.
Wir sind doch unverschuldet in den Lockdown gegangen warum soll man sich dann Schulden aufnehmen obwohl man arbeiten könnte.Wir können doch nichts für die Unfähigkeit der Politiker.Ich wil arbeiten.
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