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So, 10:23 Uhr
24.01.2021
Nordhausens AfD-Sprecher Andread Leupold:

Macht endlich die Schulen auf!

In einem nnz-Forums-Beitrag appelliert der Kommunalpolitiker in Stadt und Kreis an die Regierungen, die Schulschließungen unverzüglich aufzuheben, um bleibenden Schäden der Kinder vorzubeugen...

Ein halbes Jahr ist seit der auf Landes- wie Bundesebene beschworenen Zusage vergangen, im Rahmen der Pandemiebekämpfung auf ein flächendeckendes Schulschließen verzichten zu wollen. Zu groß seien die Kollateralschäden, welche die Jüngsten unserer Gesellschaft zu verkraften hätten, beteuerten führende Politiker im Blick auf die im Frühjahr 2020 angewandte Strategie in der Bildungspolitik…

„Doch in welcher Situation befinden wir uns jetzt? Seit Mitte Dezember sind die Schulen dicht. Traut man den Aussagen des Thüringer Bildungsministers Helmut Holter (Linke), werden sie es auch bis Ostern bleiben. Mehr schlecht als recht wird über Maßnahmen wie die Schulcloud oder Distanzunterricht versucht, den drohenden Bildungskollaps zu verhindern. Hat man Glück und eine mutige Schulleitung, dürfen wenigstens die Abschlussklassen für ein paar Werktage in halbierten Gruppen wechselweise ihre Bildungseinrichtung besuchen. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch, dass in Windeseile zusammengeschusterte Onlineangebote nicht in der Lage sind, den bestehenden Mangel zu kompensieren, der durch nicht vorhandenen Präsenzunterricht besteht.

Da sind die viel beschworenen iPads, die in die Hände der Schüler gelegt werden sollen. In normalen Zeiten können sie Schulbücher ersetzen, die Medienkompetenz steigern und bei entsprechendem Einsatz die Heranwachsenden zum eigenverantwortlichen Lernen ertüchtigen. Was bringt jedoch das beste iPad, wenn es besonders in ländlichen Regionen an Breitbandausbau und somit am verlässlichen Internetzugang fehlt? Eine zu Stoßzeiten völlig überlastete Schulcloud trägt zur Dysfunktionalität des Onlinekonzeptes bei und erreicht somit nur einen Bruchteil der Schülerschaft. Es mag sein, dass Onlineunterricht für Schüler der gymnasialen Oberstufe zum ansatzweisen Aufholen bestehender Lehrstoffrückstände taugt. Dieses Instrument erreicht aber nicht die Breite der Masse.

Grundschüler sind zwingend auf ein Lernen im gewohnten Verband des Klassenraumes angewiesen. Wie sonst sollen sie eine Handschrift einüben, Lesekompetenz erwerben und sich den Zahlenraum bis 100 zuverlässig erschließen? Durch nach getaner Arbeit häufig überlastete Eltern, die weder didaktisch noch pädagogisch geschult sind? Nicht auszudenken ist der Schaden bei Schülern aus prekären Elternhäusern, die mehr als alle anderen darauf angewiesen sind, im schulischen Alltag auf Gleichaltrige zu treffen, im Rahmen der Schule eine gediegene Lernatmosphäre vorzufinden und schlicht und einfach einmal rauszukommen aus dem häuslichen Umfeld. Hier kommt schon der immense zwischenmenschlich-soziale Schaden der momentanen Bildungskatastrophe zum Tragen. Kinder und Jugendliche brauchen das Miteinander mit Ihresgleichen, um sich vollumfänglich zu reifen, zufriedenen und leistungsfähigen Persönlichkeiten entwickeln zu können. Wir können uns als Gesellschaft schlicht und einfach keine „Kaspar Hauser - Generation“ leisten, in der auch ohne Pandemie die Gefahr besteht, eher vor der heimischen Konsole zu versauern als sich dem realen Leben zu stellen.

Mir persönlich fehlt in der Pandemiebewältigungs-Strategie eine feinfühlige Abwägung nebeneinanderstehender Güter. Sicher, die Gesundheit ist ein hohes, wahrscheinlich das höchst schützenswerte Gut. Was aber ist mit den Gütern persönliche Freiheit, wirtschaftliche Prosperität und eben das Anrecht eines jeden Menschen, in einer hoch entwickelten Industrienation die bestmögliche Bildung zu bekommen, die zur Verfügung steht? Es besteht die Gefahr, die Bildungsbiographie einer ganzen Generation leichtfertig aufs Spiel zu setzen, nur um einem hysterisch anmutenden Schutz unserer vermeintlich akut gefährdeten Gesundheit das Wort zu reden.

Nur ein baldiges flächendeckendes Öffnen der Schulen unter strengen Hygienemaßnahmen kann einer Negativentwicklung vorgreifen, die uns über Jahrzehnte belasten könnte.

Liebe Regierende, seid mutig, kehrt zum Präsenzunterricht zurück und entlastet jene, die momentan Unschaffbares zu leisten versuchen - nämlich die Eltern!“
Andreas Leupold Sprecher des AfD-Regionalverbands Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

24.01.2021, 10.55 Uhr
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24.01.2021, 11.08 Uhr
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Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört immer noch nicht zum Thema des Beitrags
24.01.2021, 11.16 Uhr
mussmalsagen | , dass das wieder ein typischer AFD-Beitrag ist.
Sie beschreiben episch und mit geballter Ladung an Emotionen, was sowieso alle wissen. Sie bieten aber keine ALTERNATIVE an. Außer "Schule auf!" kann ich nichts herauslesen.
Die wirklichen Verhältnisse sind übrigens schlimmer als veröffentlicht. Da stand im Lehrerzimmer ab April 2020 für ca. 30 Lehrer eine kleine Flasche Desinfektionsmittel, welche im Juni "plötzlich " alle war. Auch auf Nachfrage durch den Personalrat gab es bis heute keine neue, verknüpft mit der Aussage, dass sich das ja wohl jeder Lehrer selbst leisten könne. Bitte mal mit jedem Supermarkt vergleichen...
Da werden Coronatests erstmalig seit dieser Woche durchgeführt - aber nur freiwillig...nicht mal die Hälfte der Schüler beteiligt sich... Ich könnte so fortfahren, nehme aber lieber wieder von Diskobolos die Bewertung als "Milchmädchenrechnung " in Kauf als mich konkreter zu äußern.

Echte Opposition stellt konkrete Lösungen zur Verfügung, an denen die Regierung nicht vorbeikommt. Viel Erfolg dabei!

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24.01.2021, 11.37 Uhr
Piet | Opposition
besteht auch darin der Regierung auf die Finger zu sehen und Missstände aufzudecken. Wir wissen auch, das egal was die AFD vorschlagen würde abgeschmettert wird.

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24.01.2021, 12.06 Uhr
H.Freidenker | Die mediale Berichterstattung,
aus dem Erfurter Landtag besteht in letzter Zeit vornehmlich aus Mitteilungen von Entscheidungen der RRG Minderheitsregierung.
Beim nennen von weiteren politischen Akteuren wird die CDU genannt.Dies aber eher im Zusammenhang mit Unterstützung von Regierungsentscheidungen.
Auffallend ist, dass nicht nur die Oppositionsmeinung von AfD und FDP nicht genannt wird, sondern das man die Existenz dieser beiden demokratisch gewählten Parteien überhaupt nicht erwähnt.
Hinter diesen beiden Parteien stehen aber immerhin mehr als 25% der Wähler.
Es gibt zu denken, welchen Weg diese beiden Parteien beim äußern Ihrer Gedanken suchen müssen.
Ist bald so wie vor 30 Jahren,die "Roten" haben das Sagen und die "Blockflöten"werden je nach Bedarf mit eingebunden.

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24.01.2021, 12.48 Uhr
N. Baxter | politische Versager
unabhängig der Parteizugehörigkeit sollten endlich die Missstände der Bildung beseitigt werden.
Seit knapp einem Jahr, keine Alternative zum lockdown und Schließung der Schulen:
Hygienekonzepte - Fehlanzeige
funktionierender Fernunterricht - Fehlanzeige
Digitalisierung - Fehlanzeige
Hard- und Software - Fehlanzeige
Raumluftfilfer - Fehlanzeige
geteilte Klasse - Fehlanzeige
Plan B - Fehlanzeige

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24.01.2021, 13.04 Uhr
nordfreak | Opposition
Was wäre, wenn diesen Beitrag kein AfDler, sondern ein Sozi, ein Kommunist, ein Christdemokrat oder ein Grüner geschrieben hätte. Einer, der aufgrund seines Berufes auch die Praxis kennt? Frage an den mussmalsagenden: Im Bund - welchen Beschluss hat der Bundestag gefasst, der auf einen Antrag einer der Oppositionsparteien zustande kam. Na gut, in Thüringen ist sowieso alles anders. Da paktiert die CDU mit einer Partei, die anfang der 2000er Jahre sowohl vom Bundesamt als auch von diversen Landesämtern unter Beobachtung stand und aktuell immer noch in Teilen als "linksextremistisch" eingestuft wird.

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24.01.2021, 13.21 Uhr
HisMastersVoise | Wo bleibt die Alternative?
Wenn Kinder erwiesener Maßen ohne Symptome andere Mitmenschen anstecken, dann ist das eine ernste und nicht zu kalkulierende Gefahr. Welche praktikable Alternative es gibt, fehlt mal wieder im Bericht. Also lasst doch bitte dieses billige Effektgehasche für Wahlkampf. Wir wissen selber, weil nervig die aktuelle Situation ist. Aber wir versuchen durch Einsicht und Mitarbeit der Lage Herr zu werden. Könnt Ihr das von Euch auch sagen????

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24.01.2021, 14.47 Uhr
Marco Müller-John | ....Leopold wer ?
...mal wieder hier, die Buchstabensammlung des Tages, von irgendeinem der AfD Nörgler. Alternativen gibt's doch genug, dazu müsste man jedoch Verantwortung übernehmen und sich unbeliebt machen.

1. Alternative: Kürzung aller Ferien in den nächsten 4 Jahren, um die Lockdown Zeiten zu ersetzen.

2. Alternative: Rückstufung ganzer Jahrgänge, gemessen an ihrem tatsächlichen Leistungsstand

3. Alternative: Unterricht auch an Samstagen

4. Alternative: Kürzung der Lehrpläne

5. Alternative: massive Aufstockung des Lehrpersonals durch Quereinsteiger und Ganztagsunterricht, bei Verzicht auf Hausaufgaben.

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24.01.2021, 18.27 Uhr
N. Baxter | noch dümmer
Zu 1. Blöd nur , wenn man schon in der letzten Klassenstufe ist

Zu 2. Blöd nur, das dann massiv Personal und Platz fehlt, da ja weniger Abgänger vielen verbleibenden ggü stehen

zu 3. Soviel Samstage hat das Jahr nicht

Zu 4. Nur noch lesen statt schreiben oder rechnen?

Zu 5. Sie springen mit ein, Biologie und Naturkunde sollte doch drin sein oder?

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24.01.2021, 18.44 Uhr
Sachlich | Das höchste Gut
Sinnvolle Maßnahmen. Bis zu den Osterferien die Schüler schützen und Schulen zu lassen. Danach 6 Tage In der Woche Unterricht. Alle erforderlichen Hygiene Maßnahmen dafür zu 100 Prozent durchsetzen und kontrollieren. Einführung der 40 Stunden Woche für alle Lehrer. Anzahl der Ferientage bis zum Ende des Jahres verringern. Urlaubssperre für Lehrer und konsequente Motivation und Bereitschaft fordern. Das ist real und die Berufsgruppe Lehrer soll rückwirkend auf andere Berufsgruppen schauen was geleistet wurde . Also liebe Lehrer, Kopf hoch und die Motivation positiven Funken überspringen lassen und das jammern auf hohen Niveau einstellen den die Kinder sind die Zukunft. Der Forderung der AFD ist in vielen Punkten richtig aber hier werden Lösungen aufgezeigt, die sicher für einige Lächerlich sind, aber lachen wollen wir alle bald wieder und ein Lächeln der Schüler zeigt von Zufriedenheit. Also liebe Lehrer nachdenken und auf gehts.

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24.01.2021, 20.47 Uhr
Oberstudienrat | Wenn die Schulen...
... offen wären, hätten sie gefordert die Schulen zu schließen... Ist doch immer das Gleiche.

4   |  4     Login für Vote
24.01.2021, 21.52 Uhr
nur_mal_so
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