Mo, 14:46 Uhr
15.08.2005
Woher kamen die Unkenrufe?
Nordhausen (nnz). Pünktlich zum neuen Schuljahr startet die Evangelische Grundschule in Nordhausen zum Schuljahresanfang. Es ist diesmal ein Start der besonderen Art. Die nnz mit einer Beschreibung der Situation.
Die evangelische Kirche in Thüringen hat nach langem Schweigen wieder mal eine Pressemitteilung zu ihrer Schule in Nordhausen herausgegeben. Darin wird verkündet, dass die Schüler und Lehrer in Krimderode optimale Bedingungen vorfinden werden. Dann folgt die Abhandlung dessen, was seit dem Beschluß des Kollegiums der Förderationskirche vom April dieses Jahres geschehen war (siehe hierzu auch ausführlich im Archiv der nnz).
Zwischenzeitlich hatten dann auch fünf Lehrkräfte ihre Kündigungen eingereicht und sich daraufhin Schüler abgemeldet. Dieser Fakt ist offiziell neu, obwohl die nnz in den vergangenen Wochen über Kündigungen und Neueinstellungen berichtet hatte. Jetzt konnten vier neue Lehrkräfte verpflichtet werden, so dass dem Neustart gegen alle Unkenrufe nichts mehr im Wege stehe, läßt Oberkirchenrat Christhard Wagner der geschätzten Öffentlichkeit wissen.
Da bleibt dem interessierten Betrachter doch glatt die Spucke weg. Welche Unkenrufe meint der Bildungsdezernent denn überhaupt? Hatten sich die hiesigen Akteure nicht aufgerappelt, hatte sich der Förderverein denn nicht die kollektiven Hacken abgelaufen? Hatte denn nicht die Stadt Nordhausen mehrere Immobilienangebote gemacht? Die Unkerufe, die kamen letztlich wohl in erster Linie aus Eisenach und Magdeburg, dort wo die zu konföderierende Kirche Zuhause sein soll. Insider wissen, dass die Nordhäuser Schule neben den hausgemachten Schwierigkeiten ein eher ungeliebtes Kind der Thüringer Kirche war und drohte in den Zuständigkeiten zwischen Eisenach und Magdeburg zerrieben zu werden.
Mit dem Beschluß vom April wäre man das Problem losgeworden. Nur weil der Protest so stark war und weil eine Region samt Politik zusammenstand, weil Eltern sich finanziell beteiligen wollen, nur deshalb werden ab dem 25. August 62 Schülerinnen und Schüler ihren Unterricht aufnehmen können. Die erste und zweite Klasse wird jahrgangsübergreifend unterrichtet. In den Fächern Deutsch und Mathematik besuchen die Jahrgänge ihren speziellen Unterricht, ansonsten gibt es die Schule gemeinsam.
Autor: nnzDie evangelische Kirche in Thüringen hat nach langem Schweigen wieder mal eine Pressemitteilung zu ihrer Schule in Nordhausen herausgegeben. Darin wird verkündet, dass die Schüler und Lehrer in Krimderode optimale Bedingungen vorfinden werden. Dann folgt die Abhandlung dessen, was seit dem Beschluß des Kollegiums der Förderationskirche vom April dieses Jahres geschehen war (siehe hierzu auch ausführlich im Archiv der nnz).
Zwischenzeitlich hatten dann auch fünf Lehrkräfte ihre Kündigungen eingereicht und sich daraufhin Schüler abgemeldet. Dieser Fakt ist offiziell neu, obwohl die nnz in den vergangenen Wochen über Kündigungen und Neueinstellungen berichtet hatte. Jetzt konnten vier neue Lehrkräfte verpflichtet werden, so dass dem Neustart gegen alle Unkenrufe nichts mehr im Wege stehe, läßt Oberkirchenrat Christhard Wagner der geschätzten Öffentlichkeit wissen.
Da bleibt dem interessierten Betrachter doch glatt die Spucke weg. Welche Unkenrufe meint der Bildungsdezernent denn überhaupt? Hatten sich die hiesigen Akteure nicht aufgerappelt, hatte sich der Förderverein denn nicht die kollektiven Hacken abgelaufen? Hatte denn nicht die Stadt Nordhausen mehrere Immobilienangebote gemacht? Die Unkerufe, die kamen letztlich wohl in erster Linie aus Eisenach und Magdeburg, dort wo die zu konföderierende Kirche Zuhause sein soll. Insider wissen, dass die Nordhäuser Schule neben den hausgemachten Schwierigkeiten ein eher ungeliebtes Kind der Thüringer Kirche war und drohte in den Zuständigkeiten zwischen Eisenach und Magdeburg zerrieben zu werden.
Mit dem Beschluß vom April wäre man das Problem losgeworden. Nur weil der Protest so stark war und weil eine Region samt Politik zusammenstand, weil Eltern sich finanziell beteiligen wollen, nur deshalb werden ab dem 25. August 62 Schülerinnen und Schüler ihren Unterricht aufnehmen können. Die erste und zweite Klasse wird jahrgangsübergreifend unterrichtet. In den Fächern Deutsch und Mathematik besuchen die Jahrgänge ihren speziellen Unterricht, ansonsten gibt es die Schule gemeinsam.


