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Do, 16:45 Uhr
17.12.2020
Kostenlose Masken werden verteilt

Wir können mehr als nur Masken ausgeben

Seit zwei Tagen können Mitbürger über 60 Jahren pro Person kostenlos drei FFP-2 Masken erhalten. Die Abgabe erfolgt über die Apotheken. Die würden gerne noch mehr tun, dürfen aber nicht...

Die Apotheken geben noch bis Anfang Januar je drei FFP-2 Masken an Menschen über 60 kostenlos ab (Foto: agl) Die Apotheken geben noch bis Anfang Januar je drei FFP-2 Masken an Menschen über 60 kostenlos ab (Foto: agl)

Als es am Dienstag los ging, standen Kathrin Göpffarth und Kollegen vor ihrer Apotheke am Theater, um die ersten kostenlosen Masken auszugeben. An der frischen Luft und mit genügend Abstand wollte man für größtmögliche Sicherheit sorgen. Die ersten 500 Masken waren schnell vergriffen, berichtet die Apothekerin, insgesamt ging es aber gesittet zu. „Es war trotzdem schon ähnlich verrückt wie im Frühjahr, auch wenn sich die Leute vorbildlich verhalten haben. Die Aktion wurde erst am 9. Dezember bekannt gegeben, die Apotheken sind von der Aktion wieder überrascht worden und mussten erst einmal zusehen, wo sie die Masken herbekommen. Wir haben jetzt etwas robustere Masken bestellt, die alle nach CE 2163 zertifiziert sind. Leicht war das nicht und es hat bei der Bestellung ein wenig Schluckauf gegeben, aber wir werden genug Masken für alle haben. Die Apotheken vor Ort sind da, immer. Das kann der Versand nicht leisten.“, erzählt Frau Göpffarth.

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Zeit und Ruhe gab und gibt es für die Apotheken weder im ersten noch im zweiten „Lockdown“, dabei hat man mit den gleichen Problemen zu kämpfen, wie der Rest des Landes. „Weniger Arbeit hatten wir nicht und auch wir müssen sehen, wie wir unser Personal zusammenhalten, wenn Schulen und Kindergärten geschlossen sind. Aber insgesamt hat man schon gemerkt, dass es rundherum etwas ruhiger war. Aus der Sicht der Unternehmerin tun mir die Gaststätten und Einzelhändler leid. Der Druck und der Stress den die Ungewissheit mit sich bringt, muss enorm sein“.

Die Apothekerin fürchtet, das viele der psychischen Folgen des Corona-Jahres erst noch auf uns zu kommen. Einen deutlichen Unterschied zu den Vorjahren findet die Apothekerin schon jetzt in den Zahlen: es wurden weniger Medikamente nachgefragt. So ging etwa die Ausgabe von Erkältungsmitteln wie „Grippostat“ in der Apotheke am Theater im Vergleich zum Vorjahr um 50% zurück und ähnlich sieht es bei den Antibiotika aus. Mit den Haus- und Hofkrankheiten der kalten Jahreszeit scheinen sich die Menschen seltener anzustecken.

Kathrin Göpffarth: Wir sind mehr als nur Maskenausgeber (Foto: agl) Kathrin Göpffarth: Wir sind mehr als nur Maskenausgeber (Foto: agl)

Die Sorgen seien dennoch groß, gerade vor den Feiertagen, sagt Göpffarth. Viele Kunden würden nach Anti-Gen Schnelltests fragen, um Weihnachten mit gutem Gewissen bei den Liebsten verbringen zu können. „Wir stehen da hilflos vor den Kunden. Es wäre schön, wenn wir testen dürften, dass ist eigentlich eine gängige pharmazeutische Dienstleistung. Wir sind mehr als nur Maskenausgeber. Aber im Moment haben wir nicht die Berechtigung dazu. Schnelltests dürfen nur an medizinisches Personal ausgegeben werden.“

Mit einer Änderung der Vorschriften rechnet die Apothekerin wenn überhaupt erst im neuen Jahr. Bis zum 4. Januar wird man weiter kostenlose Masken an Personen über 60 Jahre ausgeben. Dabei handelt es sich um zertifizierte N-95/FFP-2 Masken. Wer seine drei Masken abholen will, muss seinen Personalausweis mitbringen. Sollen der Mund-Nasen-Schutz für jemand anderen abgeholt werden, muss eine entsprechende Berechtigung mitgebracht werden.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
walgis
17.12.2020, 19:00 Uhr
Kostenlose Masken
Ich wundere mich schon, dass in der Apotheke am Theater weiterin kostenlose FFP2 Masken an 60 jährige Personen ausgegeben werden.Ich war am Dienstag um 12 Uhr als 80- jährige Kundin in der Marktkaufapotheke und es waren keine Masken mehr vorhanden,obwohl am Montag davor im Verkaufsraum ein Aufsteller stand mit der Info,dass die Ausgabe der kostenlosen Masken am Mittwoch erfolgen sollte.Auf meine zum Ausdruck gebrachte Enttäuschung am Dienstag keine Maske mehr zu bekommen,erhielt die Antwort" Wenn sie bei Aldi was Besonderes haben wollen, dann müssen sie sich auch früh um 5 anstellen."Ich war darüber so schockiert, dass mir einfach die Worte fehlten.Ich bin seit Bestehen der Marktkaufapotheke dort Kunde.
Hohensteiner2020
17.12.2020, 22:36 Uhr
Sinnlose Kritik
Was soll diese sinnlose Kritik an der Apotheke. Wenn es Ihnen so wichtig gewesen wäre unbedingt eine FFP Maske haben zu wollen, hätten Sie sich diese jetzt schon 1 Jahr lang selber besorgen können... ist problemlos möglich. Schlimm ist es eher, dass der Staat jetzt auch noch etwas finanziert, was sich jeder selber kaufen kann. Aber Hauptsache als 80-jährige noch extra in die Apotheke rennen, damit das Ansteckungsrisiko auch schön steigt.
Jäger53
18.12.2020, 07:08 Uhr
Ja das
ist Deutschland, endlich erkenne ich es wieder. Eine nicht zufriedenstellende Antwort.
Lotterfee
18.12.2020, 10:00 Uhr
Umstrittene Aktion
Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht was ich von dieser Aktion halten soll. Ich persönlich empfinde es als scheinheiliges Trostpflaster, welches über das Versagen der Verantwortlichen Politiker hinweg täuschen soll. Große Reden mit immer wiederkehrenden Parolen " Alte und Kranke müssen geschützt werden" haben letztendlich nur laue Luft hervor gebracht. Es wurde weder die Zeit genutzt noch hat man denen zugehört die tagtäglich an vorderster Front zb in Alten-und Pflegeheimen arbeiten. Jetzt stellt man sich als großer Gönner dar und soll diese Aktion auch noch bejubeln und womöglich "Danke" sagen.
Trotz aller Umstände wünsche ich allen ein frohes Fest und bleiben Sie gesund!
Fönix
18.12.2020, 10:31 Uhr
Der Gesundheitsminister Jens Spahn
hat heute Morgen in einem Interview (im ÖR-Frühstücksfernsehen) betont, dass vor allen die über 80-Jährigen, die Pflegebedürftigen und die Vorerkrankten geschützt werden müssen, weil dieser Personenkreis mit Abstand die höchsten Infektionsraten aufweist und sich hier auch die schweren Krankheitsverläufe konzentrieren. Soweit, so gut bzw. schlecht.

Aber warum müssen wir dann das gesamte gesellschaftliche Leben lahmlegen, statt uns darauf zu konzentrieren, genau diesen Personenkreis einschließlich des betreffenden betreuenden Personals wirklich effektiv und wirkungsvoll zu schützen? Angesichts der derzeit explodierenden Infektionszahlen überwiegend in genau diesen Bereichen muss ich davon ausgehen, dass wir angeleitet von der Politik im Allgemeinen und dem RKI im Besonderen in den letzten 9 Monaten so ziemlich alles falsch gemacht haben, was man falsch machen kann.

Bekräftigt wird diese Annahme, wenn im Rahmenprogramm zu diesem Interview nachvollziehbar und mit großer Bestimmtheit dargelegt wird, dass das Tragen der Stoffmasken und der einfachen medizinischen Einwegmasken hinsichtlich des Infektionsschutzes in vielen Situationen kontraproduktiv ist und insbesondere im öffentlichen Nahverkehr, in den Schulen und überall, wo Menschen dicht zusammenkommen (also z.B. auch in der Kirche und in den Einkaufsmärkten), durch die Masken der für die Übertragung vorrangig verantwortliche Aerosolstrom konzentriert auf den Nebenmann und die Nebenfrau abgefeuert wird.

Die auf der Hand liegenden Schlussfolgerungen mal bösartig und überzogen als Frage formuliert:

Sind die Maskenträger etwa für die explodierenden Infektionszahlen verantwortlich?

Ich hätte sie gern kompetent beantwortet. Weniger für mich selber (auch wenn ich zu den sogenannten Risikogruppen gehöre), als für die breite Masse, die derzeit einmal mehr verunsichert wird und nicht mehr weiß, wie sie sich nun falsch oder besser richtig verhält.

Diese und viele andere Fragen im Zusammenhang mit CORONA drängen sich immer mehr Menschen auf und werden nicht unwesentlich dazu beitragen, dass die Impfbereitschaft eher sinkt als steigt. Erste Effekte in dieser Richtung sind schon jetzt zu beobachten.
walgis
18.12.2020, 10:34 Uhr
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