Di, 10:12 Uhr
15.12.2020
Thüringer Landesamt für Statistik
Entwicklung der Thüringer Industrie dieses Jahr
Die Thüringer Industrie erzielte in den ersten 10 Monaten 2020 rund 24,7 Milliarden Euro Umsatz. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, lagen die Umsätze (bei 3 Arbeitstagen mehr) in den Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten um 9,4 Prozent bzw. 2,6 Milliarden Euro unter dem Vorjahreszeitraum...
Die Corona-Krise prägt damit noch immer die Konjunkturdaten der Thüringer Industrie.
Zum Umsatzminus trug das Inlandsgeschäft etwas stärker bei als das Auslandsgeschäft. Die Um- sätze im Inland sanken um 1,6 Milliarden Euro bzw. 9,5 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. Die Exporte sanken um 918 Millionen Euro bzw. 9,2 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Exportquote lag mit 36,9 Prozent dagegen noch um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden für 9,1 Milliarden Euro Waren exportiert.
Der überwiegende Teil der einzelnen Branchen erreichte bis Oktober 2020 die Vorjahreswerte nicht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten 2020 nur noch folgende Branchen ihre Umsätze steigern:
Der Zuwachs konzentrierte sich auf die Nahrungs- und Futtermittelindustrie und spiegelt sich in der Hauptgruppe der Verbrauchsgüterproduzenten (+463 Millionen Euro bzw. +11,8 Prozent) wider.
In der Branche Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen brachen die Umsätze um 803 Millionen Euro (-21,5 Prozent) ein, das fast ausschließlich dem schwächelnden Inlandsgeschäft geschuldet ist (-28,7 Prozent). Die Branche Herstellung von Metallerzeugnissen musste 596 Millionen Euro (-16,3 Prozent), der Maschinenbau 388 Millionen Euro (-14,2 Prozent) und die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren 234 Millionen Euro (-9,3 Prozent) Umsatzrückgänge verkraften.samt für Statistik Postfach 90 01 63
99104 Erfurt
In den Monaten Januar bis Oktober 2020 waren in den Thüringer Industriebetrieben durchschnitt- lich 143 996 Personen beschäftigt und damit 5 098 Personen weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (-3,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich war damit den 10. Monat in Folge ein Beschäftigtenabbau zu registrieren. Die Anzahl der Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten sank um 14 auf durchschnittlich 835 Betriebe.
Das Statistische Landesamt dankt allen auskunftspflichtigen Betrieben und Unternehmen für die Übermittlung ihrer Daten und die damit verbundene Bereitstellung einer wichtigen Entscheidungs- grundlage für Politik und Verwaltung zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Krise.
Autor: oschDie Corona-Krise prägt damit noch immer die Konjunkturdaten der Thüringer Industrie.
Zum Umsatzminus trug das Inlandsgeschäft etwas stärker bei als das Auslandsgeschäft. Die Um- sätze im Inland sanken um 1,6 Milliarden Euro bzw. 9,5 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. Die Exporte sanken um 918 Millionen Euro bzw. 9,2 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Exportquote lag mit 36,9 Prozent dagegen noch um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden für 9,1 Milliarden Euro Waren exportiert.
Der überwiegende Teil der einzelnen Branchen erreichte bis Oktober 2020 die Vorjahreswerte nicht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten 2020 nur noch folgende Branchen ihre Umsätze steigern:
- Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (+467 Millionen Euro; +17,1 Prozent)
- Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen (+35 Millionen Euro; +17,1 Prozent)
- Herstellung von sonstigen Waren (+35 Millionen Euro; +4,2 Prozent)
- Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (+17 Millionen Euro; +3,2 Prozent)
Der Zuwachs konzentrierte sich auf die Nahrungs- und Futtermittelindustrie und spiegelt sich in der Hauptgruppe der Verbrauchsgüterproduzenten (+463 Millionen Euro bzw. +11,8 Prozent) wider.
In der Branche Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen brachen die Umsätze um 803 Millionen Euro (-21,5 Prozent) ein, das fast ausschließlich dem schwächelnden Inlandsgeschäft geschuldet ist (-28,7 Prozent). Die Branche Herstellung von Metallerzeugnissen musste 596 Millionen Euro (-16,3 Prozent), der Maschinenbau 388 Millionen Euro (-14,2 Prozent) und die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren 234 Millionen Euro (-9,3 Prozent) Umsatzrückgänge verkraften.samt für Statistik Postfach 90 01 63
99104 Erfurt
In den Monaten Januar bis Oktober 2020 waren in den Thüringer Industriebetrieben durchschnitt- lich 143 996 Personen beschäftigt und damit 5 098 Personen weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (-3,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich war damit den 10. Monat in Folge ein Beschäftigtenabbau zu registrieren. Die Anzahl der Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten sank um 14 auf durchschnittlich 835 Betriebe.
Das Statistische Landesamt dankt allen auskunftspflichtigen Betrieben und Unternehmen für die Übermittlung ihrer Daten und die damit verbundene Bereitstellung einer wichtigen Entscheidungs- grundlage für Politik und Verwaltung zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Krise.


