eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mo, 12:00 Uhr
14.12.2020
Maximator baut Produktionsstätte für Wasserstofftankstellen

Spatenstich in die Zukunft auf der Darre

Das europaweit agierende Unternehmen Maximator entwickelte in den letzten Jahren eine wegweisende Technologie zur Fahrzeug-Betankung mit Wasserstoff als Antrieb. Heute Vormittag begann auf der Darre eine neue Ära für die Firma, die Region und vielleicht bald für ganz Europa …

Landrat Jendricke, Referent des Umweltministeriums Ludwig, Geschäftsführer Kurts, Vice-President Himmelstein, Geschäftsführer Willig und die Firmen-Inhaber Vater und Sohn Glinz (v.l.n.r.) beim Spatenstich (Foto: oas) Landrat Jendricke, Referent des Umweltministeriums Ludwig, Geschäftsführer Kurts, Vice-President Himmelstein, Geschäftsführer Willig und die Firmen-Inhaber Vater und Sohn Glinz (v.l.n.r.) beim Spatenstich (Foto: oas)


Die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund hatte eigens ihr Kommen zugesagt, um diese wirtschaftliche Investition auch politisch zu würdigen. Allerdings musste sie sich den derzeitigen Verkehrsgegebenheiten beugen und verblieb in einem Stau auf der Autobahn, während sich auf der Baustelle die Firmenbesitzer, mehrere Geschäftsführer und die Verwaltungsspitze des Landkreises am Petriblick auf der Darre versammelten.

Anzeige symplr (1)
Bis Mitte nächsten Jahres werden zwei Werkshallen gegenüber der Polizeiinspektion entstehen, in denen Wasserstoff-Tankstellen nach der Maximator-Technolgie gefertigt werden sollen. „Keine Wasserstoff-Tankstelle arbeitet heute so effektiv wie unsere“, ist Firmeninhaber Dr. Caspar Glinz zu Recht stolz auf seine Nordhäuser Entwickler. „Jetzt muss im EEG-Gesetz endlich geklärt werden, was alles zu grüner Energie zählt“.

Auch Nordhausen Maximator-Chef Henning Willig freut sich darauf, bald die größte Produktionsstätte dieser Art in Deutschland vorweisen zu können. Bisher wird die Technologien hauptsächlich in der Schweiz angewendet, wo schon 740 LKW mit Wasserstoff betankt werden. In Deutschland gibt es dagegen einen einzigen Versuchs-Truck. Und so warben die Maximator-Leiter vor allem bei der Politik um Unterstützung. Landrat Matthias Jendricke beglückwünschte das Unternehmen und findet es „toll“, dass die Firma in Nordhausen so gute Arbeit leistet und investiert. Besonders die sich ergebende Chance für einen eigene regionalen Energiekreislauf gefiel dem Landrat. Er bezeichnete Maximator nicht nur „als Anker für neue Entwicklungen und Möglichkeiten“, sondern blickte auch in eine Zukunft, in der öffentlicher Nahverkehr, aber auch Dampflokomotiven der Harzer Schmalspurbahnen mit Wasserstoff aus Maximator-Tankstellen betrieben werden sollen.

Den politischen Willen zur Forcierung von Genehmigungsverfahren und investiver Unterstützung bekräftigte auch Jeffrey Ludwig als Vertreter des Thüringer Umweltministeriums, der in Vertretung der verhinderten Ministerin herbeigeeilt war. Man sei froh in Erfurt, dass am Standort Nordhausen so intensiv an Technologien der Zukunft gearbeitet werde.

Aus Bayern war Maximator Vice-President René Himmelstein angereist und glücklich darüber, dass aus der Vision einer solchen Anlage, die gerade einmal dreieinhalb Jahre alt sei, so schnell Realität werde. Da sei man deutlich schneller, als andere Investoren, die in Brandenburg jahrelang bräuchten, um ihr Werk zu errichten, konnte sich Caspar Glinz einen kleinen Seitenhieb auf einen großen amerikanischen Investor in die E-Mobilität nicht verkneifen.

Die Bagger der regionalen Firma Henning sind inzwischen schon fleißig dabei, den Boden für ein neues technologisches Highlight in der Südharzregion zu bereiten. Auch das eine Tatsache, die sicherlich nicht nur den Landrat erfreute, der mit den anderen Herren beschwingt den symbolischen ersten Spatenstich vollzog.
Olaf Schulze
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Spatenstich auf der Darre für Wasserstofftankstellen-Werk (Foto: oas)
Autor: osch

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Gudrun1974
14.12.2020, 13:27 Uhr
Scherenschnitt der Sinn macht!
Ein Scherenschnitt, der Sinn macht!

Gut und gerechtfertigt, dass diese Firma die nötige Aufmerksamkeit seitens der lokalen Politik in Person des Landrats erfährt. Äußerst interessant auch die Idee der Wasserstoff getriebenen Harzquerbahn. Dürfte auch touristisch hoch interessant sein.

Sehr gute vorweihnachtliche Nachrichten!
der_Fuchs
14.12.2020, 14:18 Uhr
Wasserstoff
betriebene Harzquerbahn! eine geile Idee :-)
nordfreak
14.12.2020, 14:20 Uhr
Interesse?
War denn keiner der Oberen des Nordhäuser Rathauses beim Spatenstich? Wenn ja, dann lässt das tief blicken. Vielleicht sind Buchman und Krauth auch schon im Urlaub oder in Kurzarbeit?
Der-NDH-Mann
14.12.2020, 14:41 Uhr
Produktionsstätte für Wasserstofftankstellen
Endlich etwas gescheites im NDH !
Eine sehr gute Nachricht :-)
Weg von der e-Mobilität ! ?
Flitzpiepe
14.12.2020, 14:59 Uhr
Wieso weg von der E-Mobilität?
Mit Wasserstoff angetriebene Fahrzeuge sind E-Fahrzeuge!
Das war abzusehen, dass rückwärtsgewandte Zeitgenossen jetzt nicht so richtig wissen, ob sie diese Entscheidung von Maximator gut oder schlecht finden sollen.
Das 'IMMER GEGEN ALLES NEUE ZU SEIN' greift nicht mehr...
Echter-Nordhaeuser
14.12.2020, 15:37 Uhr
@Flitzpiepe( soweit richtig)
Aber es wird mit Wasserstoff betankt und nicht mit reinem Strom! Man muss sich ja nicht nur auf einen Antrieb versteifen z.B. E-Flautenschieber.
Realist 1.0
14.12.2020, 15:58 Uhr
@Flitzpipe einen kleinen unterschied gibt es
Wasserstoff ist im Gegensatz zum reinen E- Antrieb Effektiver, und es müssen keine sinnfreien Ladestationen gebaut werden, und vor allen dingen braucht man beim tanken von Wasserstoff keine 5 Stunden warten. Was man auch nicht außer acht lassen sollte ist, das die seltenen Erden die für die Herstellung von Lithium Akkus braucht auf der Erde nur endlich vorhanden sind. Der einzige Lichtblick für denn reinen E Antrieb, ist wahrscheinlich das Fraunhofer Institut die zusammen mit der Niederländischen TNO eine „Spatial Atom Layer Deposition“ (SALD) entwickelt haben. Da wahr letzte Woche ein interessanter Artikel im Focus, dieser SALD Akku soll eine Reichweite von 1000 bis 2000 Km reichen, auch wenn man Verbraucher wie die Klimaanlage oder das Radio in Betrieb hat. Da können die E Strottbuden die jetzt auf denn Markt sind nicht mit halten.
Wyatt Earp
14.12.2020, 16:04 Uhr
Reiner Strom?
Den kenne ich leider nicht. Muss wohl ein selten echtes Nordhäuser Gewächs sein.

Ich möchte ja nicht die Freude der Anti E - Mobilität 's Fans trüben, aber dieser Wasserstoff wird aus Strom gemacht.
Leser0011
14.12.2020, 16:22 Uhr
gute Nachrichten ...
als Befürworter der Wasserstofftechnologie als geeignetere Mobilitätsenergie im Vergleich zu Strom erfreut es, zu lesen, dass die Nordhäuser Firmen und auch die FH NDH in diesem Segment zukunftsweisende Fortschritte machen und auch lokal in die Fertigung am Standort NDH und damit in Arbeitsplätze (direkt und indirekt) investiert wird.
Aber ... keine Kritik, nur mal eine kleine Frage: Es wird sicherlich Gründe für den Standort geben, aber haben wir nicht vor den Toren Nordhausens ein Industriegebiet, in dem dies ggf. besser angesiedelt wäre, gerade weil es auch eine Technologie betrifft, welche eine gewisse Strahlkaft über die Landkreisgrenzen hinaus hat.?
Wyatt Earp
14.12.2020, 18:03 Uhr
Erst informieren, dann kommentieren und dann ablästern
,sofern zum Lästern noch etwas übrig bleibt.

Moderne, kauf- und nutzbare Autos mit Brennstoffzellen-Technologie sind Hybriden. Sprich Brennstoffzelle und Akku! Siehe Mirai. Ohne Akkus oder Batterie geht es momentan noch nicht. Also, liebe E-Auto Hasser, ihr müsst weiterhin Krawall gegen den technischen Fortschritt machen. Schon bei der Einführung des Automobiles gab es Leute wie Euch. Also, alles normal.
Kontrapost
14.12.2020, 20:39 Uhr
Der Nordhäuser Bürgermeister und seine Stellvertretung...
... mussten bestimmt heute auch noch schnell zum Frisör um Haupt und Kinnbehaarung weihnachtlich auf Vordermann zu bringen bevor Mittwoch dann die Schotten dicht sind. Deshalb waren sie wahrscheinlich unpäßlich. Sind ja auch nur Menschen :-)
Realist 1.0
14.12.2020, 20:53 Uhr
@Tyr sie schreiben erst informieren?
BMW hatte 1998 auf der IAA einen Stand zum Thema Wasserstoff-Antrieb mit einem Prototyp, und danach war Funkstiele der Politik und der Deutschen Autobauer. Jetzt kommen die Politiker, auf einmal damit um die Ecke das man Wasserstoff Projekte fördern
will, das hat ein bisschen was von Frau Merkels, dummen Spruch das das Internet Neuland für sie ist. Das selbe Kasperle Theater beim Thema Wasserstoff, und wundern sich die Pappnasen in Berlin, das die Asiaten weiter sind und an uns vorbei ziehen.
P. Kortschagin
14.12.2020, 23:20 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB - Diffamierung
NDH80
15.12.2020, 05:00 Uhr
@Leser0011
Vor den Toren Nordhausen haben wir wunderbare Ackerböden, Industriefläche gibt es in Nordhausen genug.
Herr Schröder
15.12.2020, 07:52 Uhr
Leser0011
Das "Gewerbegebiet" an der Darre vermarktet die Stadt Nordhausen selbst, das "Industriegebiet" in der Goldenen Aue vermarktet das Land Thüringen vertreten durch die Landes Entwicklungsgesellschaft (LEG).
Nordhausen hat seine Gewerbegebiete gut gefüllt, man hat seine Hausaufgaben gemacht. Die LEG hat wenig bis gar kein Interesse an der Vermarktung des Industriegebietes. Vielleicht macht es in der Zukunft Sinn, das Industriegebiet als Gewerbegebiet an die Stadt zu übergeben. Dann wird es dort auch bald erste Ansiedlungen geben.
free Gigi
15.12.2020, 09:21 Uhr
Zersiedelung
aus ökologischen Gesichtspunkten finde ich, gibt es bereits genug freie Industrieflächen auf vorhandenen und auch innerstädtisch erschlossenen Gewerbe-Flächen, wie eben genau hier im konkreten Fall. Meisten sind es KMU's welche sich ansiedeln oder erweitern wollen. Flächen in Flughafengröße braucht hier keiner.

Das GW goldene Aue war und ist einfach nur Größenwahn, schade um die Fläche. Ein Rückbau und Renaturierung wäre das sinnvollste und auch das ehrlichste!
Herr Schröder
15.12.2020, 09:39 Uhr
N. Baxter
Die Gewerbegebiete der Stadt Nordhausen sind voll. Das Gebiet an der Darre war das letzte großflächige Gebiet welches die Stadt selbst vermarkten kann. Alles andere was da noch frei ist, ist Privatbesitz. Eine Übertragung zumindest eines Teils an die Stadt macht mehr Sinn als der komplette Rückbau. In den kommenden Jahren wird die Wirtschaft in Deutschland wieder deutlich wachsen. Das war bisher nach jeder Kriese so und das ist ein völlig normaler Vorgang. Dann wird auch wieder investiert. Bei Anfragen für Investitionen gar keine Fläche vorweisen zu können wäre fatal. Nur die Vermarktung gehört in regionale Hände!
RWE
15.12.2020, 09:49 Uhr
Warum kann man nicht einfach mal froh sein
über eine Investition? Egal in welcher Branche auf welchen IG/GB?
Kritiker86
15.12.2020, 10:36 Uhr
Ich..
hoffe die Herren haben sich bei ihren anstrengenden Spatenstich nicht verhoben. Das könne ich den mal richtige harte Arbeit und wenig Geld im Portmonee, da kommen sie auf den Boden der Tatsachen ganz schnell wieder zurück.
free Gigi
15.12.2020, 11:42 Uhr
Brache
richtig, es wird vermutlich! wieder aufwärts gehen und investiert. ABER vorher wird ruiniert und somit stehen dann auch genug Brachen und Ruinen zum Wideraufbau zur Verfügung.
Zersiedelung ist nun mal d**f

Ende und Aus, ich bin raus.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)