Mi, 17:10 Uhr
10.08.2005
Geht es wirklich so schnell?
Nordhausen (nnz). Rodishain und Stempeda sollen irgendwann in diesem Jahrzehnt mal zu Nordhausen gehören. Um zum Ziel zu gelangen bedarf es einzelner Schritte. Einer davon wurde heute wieder getan. Die Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz.
Geht es wirklich so schnell? (Foto: nnz)
1,8 Millionen Euro Fördermittel hat das Thüringer Landwirtschaftsministerium der Stadt Nordhausen zur Übernahme der Abwasserentsorgung der Gemeinden Stempeda und Rodishain durch den Entwässerungsbetrieb der Stadt bewilligt. Mit diesem Geld sollen die Kosten abgedeckt werden, die sich für den Stadtentwässerungsbetrieb aus der Übernahme ergeben. Mit der Übernahme der Aufgaben Entwässerung werden die Beiträge und Gebühren in beiden Gemeinden sinken. Die Entwässerung selbst soll in die Kläranlage nach Rottleberode erfolgen.
Anlässlich des Eingangs des Fördermittelbescheides waren die beiden Gemeinde Bürgermeister Herbert Becker aus Rodishain und Hans-Joachim Damrat aus Stempeda zu einem Treffen mit Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke gekommen, um weitere Details der für Ende 2006 geplanten Eingemeindung beider Orte zur Stadt Nordhausen zu besprechen.
Die Initiative zur Eingemeindung nach Nordhausen war von beiden Gemeinden ausgegangen, die Gemeinderäte hatten dafür im Mai grünes Licht gegeben. Man sei hinsichtlich der Übernahme der Entwässerung durch den Nordhäuser Kommunalbetrieb sehr optimistisch, da man bereits mit der Energieversorgung gute Erfahrungen bei der Strom- und Gasversorgung gemacht habe, sagte Bürgermeister Becker. Auch sonst ergäben sich mit der Eingemeindung Vorteile für die Bürger, da zum Beispiel sämtliche Verwaltungsangelegenheiten in Nordhausen und nicht mehr bei der Verwaltungsgemeinschaft in Ilfeld erledigt werden müssten.
Nicht schnell, sondern richtig, so fassten die drei Kommunalpolitiker die Philosophie der geplanten Eingemeindung zusammen. In den kommenden Wochen und Monaten werde es regelmäßige Treffen der Verwaltungsfachleute zu den einzelnen Fachfragen geben, um zum Beispiel Satzungen abzustimmen bzw. anzupassen.
Nordhausens Oberbürgermeisterin versicherte beiden Gemeinden, dass die Stadt – wie auch in den anderen Ortsteilen – nicht in die Angelegenheiten der Gemeinden von oben hinein dirigieren wolle, der Zusammenschluss solle auf Vertrauen basieren und auf gleicher Augenhöhe vorbereitet und umgesetzt werden. Für die jeweils rund 300 Einwohner beider Gemeinden soll sich mit der Eingemeindung im Alltagsleben so wenig möglich verändern.
Spätestens im Herbst wollen die drei Bürgermeister auf Einwohnerversammlungen in beiden Gemeinden die Details der geplanten Eingemeindung vorstellen und sich den Fragen stellen. Beide Gemeinden gehören derzeit der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hohnstein/Südharz an.
Und da liegt vermutlich noch ein Haken. Denn Gemeinden können aus einer Verwaltungsgemeinschaft nur durch einen Beschluß derselben entlassen werden. Ob es dafür innerhalb der VG eine Mehrheit gibt, das bleibt bislang offen. In mehreren Beiträgen der nnz hatte sich zum Beispiel VG-Chef Bernd Meyer nicht gerade euphorisch zu solch einem Vorhaben geäußert. Eine andere Variante des Austritts aus der VG wäre die per Gesetzgebung durch die Landesregierung. Doch die setzt weiterhin auf Freiwilligkeit.
Autor: nnz
Geht es wirklich so schnell? (Foto: nnz)
1,8 Millionen Euro Fördermittel hat das Thüringer Landwirtschaftsministerium der Stadt Nordhausen zur Übernahme der Abwasserentsorgung der Gemeinden Stempeda und Rodishain durch den Entwässerungsbetrieb der Stadt bewilligt. Mit diesem Geld sollen die Kosten abgedeckt werden, die sich für den Stadtentwässerungsbetrieb aus der Übernahme ergeben. Mit der Übernahme der Aufgaben Entwässerung werden die Beiträge und Gebühren in beiden Gemeinden sinken. Die Entwässerung selbst soll in die Kläranlage nach Rottleberode erfolgen.
Anlässlich des Eingangs des Fördermittelbescheides waren die beiden Gemeinde Bürgermeister Herbert Becker aus Rodishain und Hans-Joachim Damrat aus Stempeda zu einem Treffen mit Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke gekommen, um weitere Details der für Ende 2006 geplanten Eingemeindung beider Orte zur Stadt Nordhausen zu besprechen.
Die Initiative zur Eingemeindung nach Nordhausen war von beiden Gemeinden ausgegangen, die Gemeinderäte hatten dafür im Mai grünes Licht gegeben. Man sei hinsichtlich der Übernahme der Entwässerung durch den Nordhäuser Kommunalbetrieb sehr optimistisch, da man bereits mit der Energieversorgung gute Erfahrungen bei der Strom- und Gasversorgung gemacht habe, sagte Bürgermeister Becker. Auch sonst ergäben sich mit der Eingemeindung Vorteile für die Bürger, da zum Beispiel sämtliche Verwaltungsangelegenheiten in Nordhausen und nicht mehr bei der Verwaltungsgemeinschaft in Ilfeld erledigt werden müssten.
Nicht schnell, sondern richtig, so fassten die drei Kommunalpolitiker die Philosophie der geplanten Eingemeindung zusammen. In den kommenden Wochen und Monaten werde es regelmäßige Treffen der Verwaltungsfachleute zu den einzelnen Fachfragen geben, um zum Beispiel Satzungen abzustimmen bzw. anzupassen.
Nordhausens Oberbürgermeisterin versicherte beiden Gemeinden, dass die Stadt – wie auch in den anderen Ortsteilen – nicht in die Angelegenheiten der Gemeinden von oben hinein dirigieren wolle, der Zusammenschluss solle auf Vertrauen basieren und auf gleicher Augenhöhe vorbereitet und umgesetzt werden. Für die jeweils rund 300 Einwohner beider Gemeinden soll sich mit der Eingemeindung im Alltagsleben so wenig möglich verändern.
Spätestens im Herbst wollen die drei Bürgermeister auf Einwohnerversammlungen in beiden Gemeinden die Details der geplanten Eingemeindung vorstellen und sich den Fragen stellen. Beide Gemeinden gehören derzeit der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hohnstein/Südharz an.
Und da liegt vermutlich noch ein Haken. Denn Gemeinden können aus einer Verwaltungsgemeinschaft nur durch einen Beschluß derselben entlassen werden. Ob es dafür innerhalb der VG eine Mehrheit gibt, das bleibt bislang offen. In mehreren Beiträgen der nnz hatte sich zum Beispiel VG-Chef Bernd Meyer nicht gerade euphorisch zu solch einem Vorhaben geäußert. Eine andere Variante des Austritts aus der VG wäre die per Gesetzgebung durch die Landesregierung. Doch die setzt weiterhin auf Freiwilligkeit.

