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Di, 05:00 Uhr
15.12.2020
Gegen Corona:

Mit europäischer Einigkeit und Empathie

Gute europäische Nachrichten inmitten der Pandemie: Die Bereitschaft der Europäer ist hoch, die Corona-Verhaltensregeln anzuwenden und gesamteuropäisch zu handeln, um die Krise zu meistern. Das ist das Ergebnis einer eupinions-Studie, für die 13.000 EU-Bürger befragt wurden. eupinions ist das europäische Meinungsforschungs-Instrument der Bertelsmann Stiftung...


89 Prozent aller Europäer sagen, die EU sollte eine größere Rolle in der Bekämpfung der Pandemie spielen und 91 Prozent sind der Meinung, die Mitgliedstaaten müssten in der Krise enger zusammenarbeiten. 90 Prozent der Europäer geben laut der eupinions-Studie an, sich an die Verhaltensregeln ihrer Regierungen zu halten. 70 Prozent sagen, dass sie eine Maske tragen, wenn sie von vielen Menschen umgeben sind.

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Europaweit nur schwach ausgeprägt ist die Tendenz, einem einzelnen Land die Schuld am Ausbruch der Pandemie zuzuschreiben. Im Gegensatz zur Eurokrise, in der die zerstörerische Kraft von Schuldzuweisungen pragmatisches Krisenmanagement lange Zeit verhindert hat, sind die Europäer dieses Mal nicht geneigt, mit dem Finger auf andere zu zeigen. 72 Prozent von ihnen wollen nicht einen einzelnen Staat für das Virus verantwortlich machen.

Zusätzlichen Schub bekommt der europäische Gedanke durch eine weitere Erkenntnis der im Juni 2020 durchgeführten eupinions-Befragung: Europäer mit einem hohen Empathie-Level sind noch stärker bereit sich an einer gemeinschaftlichen Kraftanstrengung zu beteiligen. Das gilt sowohl für ihren individuellen Einsatz als auch für einen gemeinschaftlich europäischen. 93 Prozent der Europäer mit hohem Empathie-Level sagen, dass sie sich an die Verhaltensempfehlungen halten, bei den schwach-Empathischen sind es 86 Prozent. 76 Prozent der stark-Empathischen sagen, dass sie konsequent Masken tragen. Bei den schwach-Empathischen liegt der Wert bei 64 Prozent.

Politiker tragen eine besondere Verantwortung
Für europäische Staats- und Regierungschefs bedeutet dies, dass sie für ihre weitreichende europäische Krisenpolitik auch weiterhin auf die Unterstützung einer großen Mehrheit der Europäer bauen können. „Empathie ist eine wertvolle Ressource, wenn es darum geht, die Bürger Europas für gemeinsame europäische Politik zu gewinnen“, sagt Isabell Hoffmann, Co-Autorin der Studie und Gründerin von eupinions.

In der gesamten EU gibt es etwas mehr Menschen mit hohem Empathie-Level (55 Prozent) als Menschen mit niedrigem Empathie-Level (45 Prozent). Menschen, die weiblich (65 Prozent), oder älter (61 Prozent der 56-70-Jährigen) oder sich politisch links der Mitte verorten (61 Prozent), sind empathischer als Menschen, die jünger oder wohlhabender sind oder sich politisch rechts der Mitte verordnen.

Einfühlungsvermögen, das zeigt die wissenschaftliche Forschung, ist eine Eigenschaft, die individuell unterschiedlich ausgeprägt ist, die aber auch durch das Umfeld gestärkt oder geschwächt werden kann. „Politiker tun daher gut daran, diesen Effekt klug einzusetzen“, sagt Hoffmann. „Sie tragen eine besondere Verantwortung, denn sie haben die Wahl, mit ihrem Stil und ihrer Rhetorik den Ton der öffentlichen Debatte zu setzen und damit auch damit die Haltung der Bevölkerung maßgeblich zu beeinflussen.“ Viele Menschen seien nur allzu bereit zu glauben, dass die Welt voller Egoismus sei, aber „die Pandemie zeigt uns, dass Menschen durchaus bereit sind, sich für das Allgemeinwohl persönlich einzusetzen.“

„eupinions“ ist das europäische Meinungsforschungs-Instrument der Bertelsmann Stiftung, das zusammen mit Prof. Dr. Catherine de Vries, Bocconi Universität Mailand und Dalia Research Berlin entwickelt wurde. Damit werden vier Mal pro Jahr EU-Bürger zu europäischen Themen befragt. Die aktuelle Befragung fand im Juni 2020 statt und ist mit 12.956 Befragten repräsentativ für die EU und die sieben Mitgliedstaaten: Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, die Niederlande und Belgien. Ausführliche Informationen zur Methodik der Umfrage finden Sie im Methodenanhang der Studie.

Die Studie und weitere europaweite Umfragedaten finden Sie hier .
Autor: psg

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Kommentare
Bodo Bagger
15.12.2020, 07:34 Uhr
Mit dem Header "Berthelsmann Stiftung"
als Urheber dieser Erhebung ist ja im Prinzip alles hinsichtlich des Informationsgehaltes gesagt.

Bin mal gespannt wie die Empathielage in der EU aber besonders in Deutschland in einem halben Jahr aussieht, wenn die Pleitewelle infolge des zweiten Shutdowns dann so richtig rollt. Seelig die, die an eine Rettung per Finanzspritze des Staates mit ungedeckten Fiatgeld glauben.

Aber stimmt ja, es gibt ja keine Pleitewelle, dafür hat man ja sämtliche betriebwirtschaftlichen Kriterien und die Verpflichtung zur Insolvenzmeldung abgeschafft. Stattdessen werden Zombiefirmen gezüchtet, die eigentlich pleite sind, aber trotz der Pleite ungestraft weiter misswirtschaften dürfen und damit andere, gesunde Firmen mit in den Abgrund reissen.
Maerzmorgen
15.12.2020, 15:39 Uhr
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Paul
15.12.2020, 21:52 Uhr
Jörg Thümmel
Da sprechen Sie ein wahres Wort. Aber das wird schön unter den Tisch gekehrt, verschwiegen und noch schön geredet von der Merkel Regierung.
Und Zweifelsohne wird uns die Pleitewelle überrollen, und was JEDEN noch härter treffen wird, ist die Welle der Arbeitslosen, die dann unaufhaltsam durch Deutschland rollen wird. Und DAS verdanken wir alle unserer absolut "fähigen" Regierung, die sich selber natürlich bestens abgesichert hat.
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15.12.2020, 22:38 Uhr
Frau Merkel die beste von allen?
Das alles verdanken wir also dieser Merkel-Regierung. Eine weltweite Pandemie ausgelöst, die meisten Staaten dabei hinter sich gebracht und somit die schlauste und mächtigste Frau der Welt. Dagegen verblassen die von so manchem hier vergötterten Randgruppenpolitiker regelrecht zu Flachzangen. Solch Schläue und Macht werden die nie erreichen.

Mal ernsthaft: ist es nicht wirklich ein klein wenig übertrieben, diese Frau für alles verantwortlich machen zu wollen?

Bleiben Sie gesund!
Wyatt Earp
15.12.2020, 22:56 Uhr
Hat da jemanden etwa das Umfrageergebnis nicht gefallen?
Dann sollte man nur die Umfragen aus der eigenen Blase lesen . Dann hätten Thümmel und Paul jetzt keine schlaflose Nacht.

Und die "Pleitewelle" wird nicht uns überrollen. Okay, vielleicht den Thümmel und den Paul, die sind aber nicht uns und schon gar nicht wir. Nach jeder Krise geht's immer wieder aufwärts. Altes, ökonomisches Gesetz.
Jäger53
16.12.2020, 06:52 Uhr
Hallo Tyr
Sie haben vollkommen recht, denn nach dem 2 Weltkrieg ging es auch wieder aufwärts. Soll es wieder soweit kommen??????
free Gigi
16.12.2020, 08:34 Uhr
Pleitewelle
nein, gibt es nicht. Fragen Sie mal die Angestellten von Klier und da ja im Moment so eine Nachfrage ist, kommen die bestimmt sofort unter.

Der post corona Aufschwung wird alles wieder gut machen, und aktuell, können ja alle covid fans, sich solidarisch zeigen und 30% ihrer Bezüge spenden, gilt übrigens auch für Renten und sonstige Staatsbezüge.
Bodo Bagger
16.12.2020, 09:11 Uhr
Tja Tyr,
wir werden es sehen, wie es sich entwickeln wird.... und wer von uns beiden am Ende weiter lachen wird bzw. wer für sich die notwendigen Vorkehrungen im Sinne einer Diversivizierung getroffen hat oder wessen Rückversicherung im Glauben an eine Studie von Berthelsmann besteht.

Wie groß das Vertrauen, besonders von Geschäftstreibenden in die Berthelsmann Stiftung und die Maßnahmen der Regierung im Allgmeinen sind, sieht man gerade an der immer größer werdenden Vorsicht, indem man Geschäfte nur noch gegen Vorkasse macht, da Dank des Aussetzens der Insolvenzpflicht eine BWA, so denn noch erhältlich leider keine Auskunft mehr über den Zustand des Geschäftspartners gibt.

Aber wem erzähle ich das, ich könnte es auch einer Wand erzählen.
Maerzmorgen
16.12.2020, 09:49 Uhr
Es gibt keine europäische Einigkeit
Auch wenn das gewissen Leuten sauer aufstößt.

In Frankreich wird seit Wochen, ja, seit Monaten, heftigst demonstriert. In Polen dasselbe. In Italien dasselbe. In Schweden muß man nicht demonstrieren, denn dort herrscht kein Corona-Wahn.
In Deutschland wird übrigens auch demonstriert. Und das wird auch nicht aufhören.

Es gibt keine Pandemie, auch wenn das im Artikel behauptet wird; bei 0,2 Prozent "Todesfällen" von einer Pandemie zu schreiben, ist grob falsch, wenn nicht sogar bewußt geschriebene Desinformation - wie gesagt, ich vermute nur!
Warum stehen in diesem Artikel so viele Unwahrheiten?
Wyatt Earp
16.12.2020, 09:52 Uhr
Ängstliche Häschen
haben in der Wirtschaft eh nichts verloren. Und zu Geschäften nur unter Vorkasse gehören immer mindestens zwei. Wer seine Geschäfte wie ein kleiner Buchhalter führt und sich nach allen Ecken absichern muss, der gehört lieber heute als morgen vom Markt entfernt.

Und es ist vollkommen egal, ob mir oder jemand anderen die Bertelsmann Stiftung gefällt. Sie gibt hier eine auch von vielen anderen Instituten prognostizierte Stimmung wieder. Und die ist eindeutig positiv. Strategische Unternehmensführung berücksichtigt das. Sie ist aber nicht jedermanns Sache, wie man hier bei einigen Angsthäschen gut erkennt.
Bodo Bagger
16.12.2020, 12:21 Uhr
Danke,
für die erheiternde Einführung in die postsozialistische Betriebswirtschaftsle(h)ere nach Tyr.

Wir halten also fest, nach Tyr ist eine Risikoabschätzung im Zuge eines Stage gate processes, ein umfassendes supplier assessment hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation seines potentiellen Geschäftspartners und ein entsprechendes Risk register, eine kleinliche, buchhalterische Geschäftsführungsmethodik.
M. Bergmann
16.12.2020, 13:22 Uhr
Welcher Weltkonzern versteckt sich da im Gipskarst?
Vor nicht all zu langer Zeit war er angeblich Chefentwickler eines finnischen Atomkraftwerkes. Heute muss er sich mit Lieferanten beschäftigen, die ihm nur gegen Vorkasse liefern. Ich hätte nie gedacht, dass die Atomindustrie einmal so tief fällt. Und das bei diesen Strompreisen.

Die Zahlen von Bertelsmann sind doch mal eine schöne Sache. Was gibt es denn da wieder daran herumzumäkeln? Den Frust, den hier einige Kommentatoren bezüglich guter Nachrichten schieben, sollte man einmal näher beleuchten. Was ist da im Leben schief gelaufen.

Ich kann da nur orakeln.
Paulinchen
16.12.2020, 15:40 Uhr
Corona bestimmt derzeit ....
...leider über Sein und Nichtsein auf unserem Planeten. Fast alle Länder sind seit Monaten davon betroffen. Der Satz:
" In Schweden muß man nicht demonstrieren, denn dort herrscht kein Corona-Wahn."... ist wohl eher eine Luftnummer. Die Schweden beerdigen derzeit so viele Menschen, wie seit den 60er Jahren nicht mehr. Mit Sicherheit, sind die Mensche dort nicht innerhalb eines Jahres um mehrere Jahre gealtert, so dass sie aus Gründen eines hohen Lebensalters verstorben sind.

Es ist schon erschreckend, dass es schon vorsichtige Prognosen gibt, wann der massive Angriff des Virus wieder auf ein Minimum gesunken sein soll. Experten sprechen vom Sommer 2021. Da müssten die Querköpfe noch sehr viele Theorien erfinden, damit sie die normaldenkenden Menschen weiter in Panik versetzen und infizieren können.
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