Mo, 21:16 Uhr
08.08.2005
nnz-doku: Offener Brief
Nordhausen (nnz). In einem offenen Brief hat sich der Nordhäuser ADFC an Landrat Joachim Claus (CDU) gewandet. Hintergrund ist der geforderte Ausbau des Radweges entlang der Alten Leipziger Straße. Die nnz veröffentlicht den Brief innerhalb der doku-Reihe.
Sehr geehrter Herr Landrat Claus,
sehr interessiert verfolgen wir alle Meldungen in der Presse zum Ausbau des Radweges. Zudem haben wir uns vor Ort über die Situation informiert. Die Forderungen des Görsbacher Bürgermeisters Herrn Junker bzgl. der Qualität des Radweges unterstützen wir. Sowohl der Asphaltbelag, wie auch die Streckenführung entlang dem Lohbach findet unsere volle Zustimmung.
Der Asphaltbelag ist in der Investition teurer. Betrachtet man jedoch die laufenden Kosten, so zieht die sandgeschlämmte Decke innerhalb weniger Jahre bzgl. der Gesamtfinanzen gleich. Es sei denn man führt keine Wartung durch. Dann sieht es so aus, wie Richtung Werther An der Brückenmühle. Dieser Weg wäre nahezu ideal als Verbindung zwischen Nordhausen und Werther und ersetzt zudem den fehlenden bundesstraßenbegleitenden Radweg. Für den alltäglichen Gebrauch ist er vor allem bei Regenwetter jedoch immer noch eine Zumutung.
Mit Sicherheit kann man davon ausgehen, dass eine 6%ige Steigung über 150 Meter dem touristischen/sportlichen Radler wesentlich weniger ausmacht als dem Alltagsradler (Radwegführung über die Trift). Ein recht anschauliches Beispiel dafür ist die Steigung über die Autobahnbrücke zwischen Uthleben und Sundhausen, ganz abgesehen von weiteren Nachteilen dieser Brückengestaltung für Radfahrer. Da der Weg am Lohbach vorhanden ist, wird der Alltagsradler diese Strecke bevorzugt wählen, solange es die Oberflächenbedingungen erlauben.
Im Zusammenhang mit den bundesstraßenbegleitenden Radwegen in Sachsen-Anhalt bekommt die Alte Leipziger Straße überregionale Bedeutung. Wir sind dafür, dass mit der Schaffung von Radwegen den Bürgern Möglichkeiten geboten werden ohne Auto mobil zu sein. Dabei denken wir vor allem auch an Kinder und ältere Menschen, deren Bewegungsradius sich damit bedeutend erweitert.
Im Hinblick auf das Treffen mit dem Straßenbauamt und den Gemeindevertretern am 12. August bitten wir Sie hiermit auf eine für Alltagsradler günstige Lösung hinzuwirken.
Für Ihre Bemühungen bedanken wir uns im voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Heinz Gröpler, L. Burkhardt
Autor: nnzSehr geehrter Herr Landrat Claus,
sehr interessiert verfolgen wir alle Meldungen in der Presse zum Ausbau des Radweges. Zudem haben wir uns vor Ort über die Situation informiert. Die Forderungen des Görsbacher Bürgermeisters Herrn Junker bzgl. der Qualität des Radweges unterstützen wir. Sowohl der Asphaltbelag, wie auch die Streckenführung entlang dem Lohbach findet unsere volle Zustimmung.
Der Asphaltbelag ist in der Investition teurer. Betrachtet man jedoch die laufenden Kosten, so zieht die sandgeschlämmte Decke innerhalb weniger Jahre bzgl. der Gesamtfinanzen gleich. Es sei denn man führt keine Wartung durch. Dann sieht es so aus, wie Richtung Werther An der Brückenmühle. Dieser Weg wäre nahezu ideal als Verbindung zwischen Nordhausen und Werther und ersetzt zudem den fehlenden bundesstraßenbegleitenden Radweg. Für den alltäglichen Gebrauch ist er vor allem bei Regenwetter jedoch immer noch eine Zumutung.
Mit Sicherheit kann man davon ausgehen, dass eine 6%ige Steigung über 150 Meter dem touristischen/sportlichen Radler wesentlich weniger ausmacht als dem Alltagsradler (Radwegführung über die Trift). Ein recht anschauliches Beispiel dafür ist die Steigung über die Autobahnbrücke zwischen Uthleben und Sundhausen, ganz abgesehen von weiteren Nachteilen dieser Brückengestaltung für Radfahrer. Da der Weg am Lohbach vorhanden ist, wird der Alltagsradler diese Strecke bevorzugt wählen, solange es die Oberflächenbedingungen erlauben.
Im Zusammenhang mit den bundesstraßenbegleitenden Radwegen in Sachsen-Anhalt bekommt die Alte Leipziger Straße überregionale Bedeutung. Wir sind dafür, dass mit der Schaffung von Radwegen den Bürgern Möglichkeiten geboten werden ohne Auto mobil zu sein. Dabei denken wir vor allem auch an Kinder und ältere Menschen, deren Bewegungsradius sich damit bedeutend erweitert.
Im Hinblick auf das Treffen mit dem Straßenbauamt und den Gemeindevertretern am 12. August bitten wir Sie hiermit auf eine für Alltagsradler günstige Lösung hinzuwirken.
Für Ihre Bemühungen bedanken wir uns im voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Heinz Gröpler, L. Burkhardt


