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Sa, 11:41 Uhr
21.11.2020
private Krankenversicherung

Verbraucherzentrale rät von Zusatztarifen ab

Mehrere Versicherungsunternehmen haben angekündigt, ihre Beiträge für private Krankenversicherungen (PKV) zum 1. Januar 2021 deutlich zu erhöhen. Manche Privatversicherte werden durch die hohen monatlichen Prämien in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Insbesondere ältere Menschen sind davon betroffen...

Krank (Symbolbild) (Foto: katicaj auf Pixabay ) Krank (Symbolbild) (Foto: katicaj auf Pixabay )
Mit sogenannten Beitragsentlastungstarifen, die die Krankenversicherer ihren Kunden anbieten, sollen sich Versicherte vor den Beitragssteigerungen im Alter schützen können. Die Patientenberatung der Verbraucherzentrale Hamburg rät vom Abschluss solcher Zusatztarife ab.

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"Beitragsentlastungstarife funktionieren wie eine private Rentenversicherung, in die man einzahlt, um später eine monatliche Rente ausgezahlt zu bekommen", erläutert Dr. Jochen Sunken von der Verbraucherzentrale Hamburg. Das angesparte Geld diene dazu, die Beiträge für die private Krankenversicherung im Rentenalter etwas zu senken, so die Argumentation der Versicherungsunternehmen.

"Doch das Kapital wird nur niedrig verzinst und die Verträge sind mit hohen Kosten belastet", so Sunken. Außerdem würden die Versicherer bei der Berechnung der Höhe der monatlichen Beitragsentlastung im Rentenalter von so hohen Lebenserwartungen ausgehen, dass sich die Verträge fast nie rentierten. Gleichzeitig müssen Betroffene den vereinbarten Betrag für den Entlastungstarif in der Regel auch im Rentenalter weiterzahlen.

"Aus diesen Gründen lohnen sich Zusatztarife für Privatversicherte meistens nicht. Ein Tarifwechsel spart am Ende oft mehr Geld. Insbesondere auch denjenigen, die bereits heute mit hohen Beiträgen zu kämpfen haben", resümiert Sunken.
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