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So, 13:55 Uhr
01.11.2020
Nachgefragt

Von Solidarität und Existenzängsten

Lockdown-Light! Was sich fast so anhört wie eine leicht verdauliche Speise, schlägt derzeit nicht nur der Gastronomie schwer auf den Magen. Cornelia Wilhelm hat in der kommunalen Politik unseres Landkreises nachgefragt...


Viele Existenzen stehen jetzt, nach den Folgen der Phase eins, erneut auf dem Spiel. Und die Lage wird sich in den kommenden Monaten nicht deutlich verbessern – trotz versprochener finanzieller Unterstützung vom Staat, sind sich viele Kenner der Szene einig.

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„Warum müssen gerade wir als Sündenböcke für unvernünftiges Verhalten geradestehen, obwohl wir uns an die Hygieneauflagen gehalten und für eine entsprechende Betriebsausstattung sogar nochmal ordentlich investiert haben?“ fragen sich die Unternehmer aus der Gastronomie.

Das Team der Gaststätte Alt Nordhausen ruft vor einigen Tagen in ihrem Facebook-Accont zum Marsch auf das Rathaus auf und warnt eindringlich: „Wenn der Gastronomie das Weihnachtsgeschäft wegbricht, kommt dies einer Bankrott-Erklärung gleich.“ Man wünscht sich einen Zusammenschluss aller Gastronomen zu einer starken Stimme gegenüber der Politik. „Wir müssten uns vor dem Rathaus versammeln und unserem Oberbürgermeister unsere Ladenschlüssel vor die Füße werfen.“

Anmerkung der Redaktion:
Die Stadt Nordhausen, der Oberbürgermeister bzw. das Rathaus haben nicht die Verantwortung für die beschlossenen Corona-Beschränkungen. Sind also in diesem Fall der falsche Ansprechpartner.



Steffen Siebert, Gastronom aus Nordhausen, sieht die Gastwirtschaftsbranche zu Unrecht in Gänze an den Pranger gestellt. Seitens der Politik und der Medien würde nicht ausreichend differenziert unterschieden, woher die Zahlen kämen. Eine Verlagerung von Feiern in den privaten „Schutzraum“ Wohnzimmer, Partykeller oder Garage sei im Vergleich viel riskanter, da in den privaten Bereichen Hygienekonzepte und Kontrolle häufig nebensächlich würden. „Wir als Gastronomie haben Kredite aufgenommen, um weiter existieren zu können und um Hygienekonzepte mit Plexiglaswänden und vieles mehr finanzieren zu können.“

Und was sagt die Politik zu den neuen Richtlinien?

Katja Mitteldorf (LINKE): „Zweiter Lockdown alarmierend, aber grundsätzlich richtig“ 

Stadträtin Katja Mitteldorf (LINKE) sitzt für Nordhausen auch im Landtag. Sie bestätigt, dass der Beschluss der Länder und des Bundes derzeit noch über keine Rechtsgrundlage verfügt. Aus diesem Grund muss der Landtag auf eine Länderverordnung zur Umsetzung zurückgreifen, die derzeit durch die Landesregierung erarbeitet wird. Mit einer entsprechenden Veröffentlichung sei diesen Sonntag zu rechnen. Am kommenden Dienstag wird der Landtag darüber diskutieren.

Mitteldorf selbst findet alarmierend, dass es erneut zu einer Situation kommen konnte, die derartige Einschränkungen nötig macht. „Im Sinne der Gesundheit und der Nicht-Überlastung unseres Gesundheitssystems sind Maßnahmen zur Eindämmung des Virus allerdings grundsätzlich richtig und weiterhin geboten“, bekräftigt sie in einer Stellungnahme gegenüber der Redaktion. Dass nun bereits durch den ersten Lockdown im Frühjahr „gebeutelte“ Branchen erneut das Nachsehen haben, findet sie „extrem hart“. Die Gastronomie, aber auch die Kulturbranche hätten in den letzten Monaten bewiesen, dass Hygienekonzepte und aufwändige Umstellungen des Ablaufs wirken könnten.

„Ich wünsche mir, dass wir alle auch aus Solidarität mit diesen Branchen auch im Privaten alles dafür tun, um eventuell noch vor Ende November eine Entspannung des Infektionsgeschehens zu erreichen. Das liegt an uns allen gemeinsam!“

Michael Kramer (CDU): „Mehr Kontrolle im öffentlichen Raum“ 

Michael Kramer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, ist anderer Meinung. Er hält eine generelle Schließung von Hotel- und Gastronomiebetrieben für falsch. Begründet sieht er dies darin, dass sich alle von ihm in den vergangenen Wochen besuchten Betriebe konsequent an die Hygiene-Auflagen hielten und die Besucher im Bedarfsfall auch daran erinnerten. „Einen ganzen Wirtschaftszweig in Sippenhaft zu nehmen ist für mich nicht nachvollziehbar.“ Im Vergleich fühle er sich bei einem Besuch im Supermarkt deutlich unsicherer, da dort mindestens 10 Prozent der Menschen ihre Nase raushängen ließen oder teilweise ganz ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs seien. Hier wünscht sich Kramer mehr Kontrolle.

Jörg Prophet (AfD), Fraktionsvorsitzender im Stadtrat: "Das ist die Existenzfrage"

Für die Mittelschicht und den Mittelstand stellt sich nur diese Frage, die Existenzfrage. Während betroffene Beamte und der betroffene öffentliche Dienst mit teils aufgestockten 80 oder gar 100 Prozent die nun beginnende Adventszeit in Kurzarbeit abfedern, wird es für den „normalen" Steuerzahler mit 60 bzw 67 % schon wieder sehr eng in der Haushaltskasse. Die Freiberufler, kleinen und mittelständischen Unternehmen, Gastronomie, Reise, Kosmetik, Sport, Hotels, Veranstalter und Kunstschaffende – allesamt im freien Fall.

Wieder werden Unterstützungen populistisch propagiert – Dem Betroffenen sind sie angesichts von Bürokratie und Klauseln oft keine Hilfe. Die zurückgezahlten "Hilfsgelder der ersten Welle" sind Zeichen für das Bürokratie-Monstrum à la CDU/SPD. Fachkompetenz und nicht Zeichen einer solide aufgestellten Mittelschicht und eines robusten Mittelstandes.

Politiker machen Medizin und ausgesuchte Mediziner machen Politik. Ein Banker verantwortet die Gesundheit und ein Anästhesist betäubt die Staatsfinanzen. Und alles ohne Parlament, alles vom Schreibtisch der Kanzlerin und Ihrer Getreuen – König Arthus lässt grüßen. Die Demokratie ist in der Quarantäne gefangen. Zusammen mit dem gesunden Menschenverstand.

Das weltweit teuerste Gesundheitssystem sollte sich um seine Qualifizierung große Sorgen machen.
Während der deutsche Steuer- und Abgabenzahler der Arbeit nachgeht, um den Wahnsinn zu finanzieren, läuft die Zufuhr kerngesunder Einwanderer auf vollen Touren. Schon gibt es Sorge die im Koalitionsvertrag von Schwarz Rot vereinbarte Mindestrate von 200.000 Menschen nicht zu erreichen. Da wird schnell nachgebessert. Ab sofort sind Freunde, Lebenspartner und andere nachzugsberechtigt. Das haben Sie nicht mitbekommen vor lauter Mikropanemie? Zufall?

Getestet – Infiziert – erkrankt – schwerer Verlauf – das ist der 4 Sprung in Berlin. Während China geheilt ist und Schweden die Alternative lebt, bekommen unsere Kinder Masken vors Gesicht und unsere Alten, die alles aufbauten, werden in soziale Isolierung geschickt.

Man sieht weder einen Plan im Sammelsurium der Beschränkungen noch eine Wirkung bei der Belegung der Intensivbetten. Hoffte man mit der Zeitumstellung die Mikrobe zu verwirren, sollen es nun der alkoholfreie Glühwein, die Ausgangssperre, die Maske zu Hause und der Soldat vor der Haustür richten? Oder wie will Herr Söder die Privaträume stürmen.

Das Grundgesetz der Bundesrepublik gilt nur unter dem Machtergreifungs-Infektionsschutzgesetz. Das habe ich nicht gewusst, mein Fehler. Und während in China gefeiert wird, fallen in Europa abgehackte Köpfe und der importierte Terrorismus feiert Urstände, aber wir sind ja jetzt alle zu Hause, maskiert und sicher.

Während Betroffene ohne Symptome oder mit Grippeähnlichen Verläufen das Unvermeidliche überstehen, während viele vielen Dingen versagen müssen, soziale Distanz zur neuen Normalität proklamiert werden soll, steigen psychische Erkrankungen und Selbstmordraten. Die Wirtschaft kann zum Vorzugspreis vom kommunistischen China für einen kleinen Taler gekauft werden.

Die AfD wünscht sich Expertenrunden (nicht Politikergeschwätz), die in ergebnisoffenen Diskussionen denen Rat und Richtlinie geben, die dazu nicht in Lage sind, aber ein ganzes Land mit Rizinus behandeln. Das wäre mein persönlicher Wusch und bitte, Ihr von der Mehrheit ins Amt gesetzte Mächtige: Welche Steuerlast erwartet uns denn nun zur Rückzahlung von aus dem Nichts geschaffener „Schulden, Hilfs-Milliarden"? Die Rechnung macht Ihr doch lange auf und zwar uns, dem Steuerzahler.

Landrat Matthias Jendricke (SPD): „Lockdown massiver Eingriff in das wirtschaftliche Leben“

„Die neuen bundesweiten Maßnahmen halte ich für unsere Infektionssituation im Landkreis Nordhausen für zu drastisch“, sagt der Landrat. Ursächlich stiegen im Frühjahr die Infektionszahlen zuerst in den alten Bundesländern an und liefen aus dem Ruder. Jetzt sei es wieder so. Beispielhaft führt er Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen an. Die Gesundheitsämter kämen dort mit der Kontaktverfolgung nicht mehr hinterher.

In Nordhausen sieht Jendricke die Gefahr eines schnellen Infektionsanstieges nicht gegeben. „Ich würde mir eher ein lokales Handeln wünschen“, stellt er sich gegen die Regelungen der Landesregierung, die nun in den alten und neuen Bundesländern einheitlich gelten. „Insofern hätten wir hier derzeit keine Gaststätten oder Freizeit- und Kulturangebote geschlossen“, ist sich der Landrat sicher. Ein Drang nach einheitlichen Maßnahmen entstünde aber auch aus dem Wunsch vieler Menschen heraus, die mit unterschiedlichen Vorschriften schlecht umgehen können.

„Mit den jetzt vom Bund aufgestellten Entschädigungen für die betroffenen Unternehmen kann man zwar, die wirtschaftliche Notlage abfedern, dennoch ist auch dieser Lockdown wieder ein massiver Eingriff in das wirtschaftliche Leben.“
Cornelia Wilhelm
Autor: red

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Kommentare
Herr Schröder
01.11.2020, 15:04 Uhr
Team der Gaststätte Alt Nordhausen
Was kann der OB dafür? Er ist sicher nicht die hellste Kerze auf der Torte, aber hier trifft ihn doch keine Schuld.
Marco Müller-John
01.11.2020, 15:38 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Totofino
01.11.2020, 17:17 Uhr
Positivanteil nicht höher
der Anteil der positiv getesteten ist gestiegen, das ist richtig. In den Medien werden aber nur die absoluten Zahlen veröffentlicht um das Geschehen zu dramatisieren . Die KW 43 (ab 19.10.) hatte 75.870 positive Fälle allerdings bei 1.350.000 Tests macht einen Anteil von 5,62 %. In der KW 11 (ab 9.3.) hatten wir "nur" 7582 positive Fälle aber auch nur 127.457 Tests, macht also auch einen ähnlichen Anteil von 5,95 %. Also sind beide Wochen vergleichbar (Zahlen Quelle RKI). Und auch in Woche 43 ist es nicht dramatischer.
Nach meiner Meinung könnten die Gasstätten öffnen mit einem "Hygienekonzept", was sie aber sowieso haben und Amateursport könnte auf jedem Fall draussen betrieben werden, vielleicht ohne Zuschauer. Hier wird bei den Regelungen überzogen und der Realitätssinn ist verloren gegangen.
Sachlich
01.11.2020, 17:24 Uhr
Ohne Worte
Traurigen Wochen und Monaten gehen wir entgegen, und wieder sieht man es klar und deutlich dafür danke an die AFD für ihre Formulierungen zu diesem Thema klar und deutlich formuliert und mit wahren Fakten belegt. Der Vorschlag von Herrn Siebert ist richtig alle betroffenen auf die Straße, ja auch hier in Nordhausen. Nicht unserer OB Herr Buchmann ist Schuld, nein es ist auch unsere Wendepolitik von den verbrauchten Parteien in Erfurt. Ob sich eine Frau Mitteldorf von den Linken damit beschäftigt glaube ich nicht und eine Frau Keller als Landtagspräsidentin für Thüringen äußert sich mit keinem Wort zu dieser Situation die hoffentlich die Wähler im nächsten Jahr richtig bewerten. Der AFD mit ihren Vertretern im Kreis und Stadtrat in Nordhausen ein Lob für ihre transparente Arbeit im Sinne ihrer Wähler.
Leser X
01.11.2020, 17:58 Uhr
Marsch auf das Rathaus?
Ich empfehle einen Marsch auf das Virus, um ihm mal ordentlich die Meinung zu geigen. Bei allem verständlichen Unmut der Betroffenen, aber die Behörden sind in Pandemiezeiten geradezu verpflichtet zu handeln und da wird es immer irgendwo wehtun.

Aber wenn es 75 Prozent Erstattung für Ausfälle gibt, dann wird hier wohl auf ziemlich hohem Niveau gejammert.
harzwj
01.11.2020, 18:02 Uhr
Objektivität und subjektives Verhalten...
bei den Verantwortungsträgern liegt nicht selten eng bei einander, bei allen erkennbaren Widersprüchen. Einer von vielen, aber sicher nicht unbedeutender ist die Tatsache, dass die Beschließenden keine Angst haben müssen ihre Bezüge am Monatsende zu 100% auf ihren Konten zu haben. Nicht 75% der Einkünfte aus vergleichbaren Monaten des Vorjahres. Ein weiterer Widerspruch stellt sich für mich in der weise dar, dass es auf der einen Seite sogenannte Verschwörungstheoretiker* wie z.B.:
Prof. Dr. Dr. Martin Haditsch
Pro. Dr. Carsten Scheller
Prof. Dr. Sucharit Bhakdi
Prof. Dr. Stefan Hockertz
Prof. Dr. Jochen A. Werner
Es könnten 22 weitere Persönlichkeiten aus der Fachmedizin genannt werden,
gibt und auf der anderen Seite sogenannten Experten**
wie:
Prof. Christian Drosten
Lothar Wieler RKI
(Tierarzt)
Billgates
(kein Mediziner)
Jens Span
(Bankkaufmann)
Markus Söder
(bis 1994 als Redakteur beim Bayrischen Rundfunk in München)
bei der Funke Mediengruppe und ARD, ZDF und weiteren offiziellen Medien (fast) täglich zu Wort kommen und die Meinungen der fachkompetenten "Verschwörungstheoretiker" nach anfänglichem Anhören (fast) vollständig aus der "offiziellen" Berichterstattung ausgeblendet werden. Deren sachlich begründeten Kommentare zu den aktuellen Zahlen und den in Kausalität befindlichen Auswirkungen auf Leben und Wirtschaft erfährt man nur, wenn man interessiert ist, aus den sozialen Medien. Das ist ein Widerspruch der mit Sicherheit bei den Verantwortungsträgern bekannt, jedoch aus Gründen die möglicherweise (auch) mit (viel) Geld zu tun haben, ignoriert werden. Die Zeit wird die Wahrheit ans Licht bringen, da die Unruhe unter den unmittelbar Betroffenen zunehmen wird. Ich hoffe, für alles gibt es demokratisch begründete und auf dem Grundgesetz basierende Lösungen.
Bleiben Sie alle gesund...
Wolfgang Jörgens
P.S.: Die Namen der "Verschwörungstheoretikern*" und der"Experten**" habe ich, wie kann es anders sein, aus dem sozialen Netzwerk erfahren.
free Gigi
01.11.2020, 18:10 Uhr
Unbedingt klagen
dazu rät auch Hr. Kubicki.

Wir werden jedenfalls auf Abhol- und Lieferdienste setzen, auch um so gerade das Martinigeschäft noch etwas zu retten.

Mit 3 Kollegen kann ich im Büro sitzen oder arbeiten aber ein Bier nach Feierabend geht nicht mehr..?! Kinder aus einer Kitagruppe verbringen den Tag zusammen, aber die Eltern dürfen nicht zusammensitzen...?!

Feiern werden nun privat stattfinden, davon hält mich auch keiner ab... Prost.
Herr Schröder
01.11.2020, 18:27 Uhr
Eines noch in Richtung des Herrn Prophet
Deutschland mit China oder Schweden zu vergleichen halte ich für problematisch. Das die Chinesen uns alle in Sachen Corona belügen liegt für mich auf der Hand.
Zum Thema Schweden, der Vergleich mit Deutschland hingt gewaltig. Schweden hat 10 Deutschland 80 Millionen Einwohner. Pro Quadratkilometer leben in Schweden ca 25 Menschen, in Deutschland 237!!! Das macht schon eine Menge aus. Dazu kommt, und das unterscheidet beide Länder grundsätzlich, Deutschland ist ein Transitland. Täglich fahren tausende LKWS aus ganz Europa durch Deutschland. Von Ost nach West und von Nord nach Süd. Würde Deutschland den schwedischen Weg in der Corona Pandemie gehen, würde alle Anreinerländer von Polen bis Holland die Grenzen nach Deutschland schließen. Der wirtschaftliche Schaden wäre gewaltiger als der Lokdown in Deutschland aktuell. In Österreich herrscht übrigens von 20 - 6 Uhr eine Ausgangssperre nur mal so nebenbei.
Ich halte es mit einem Spruch den ich letztens gelesen habe: "Ich vertraue lieber Wissenschaftlern die sich auch mal irren als Irren die glauben sie wären Wissenschaftler"
Schönen Abend noch!
Paul
01.11.2020, 21:18 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB.
Kontrapost
02.11.2020, 07:11 Uhr
Keine Meinung im Rathaus?
Stimmt, der OB hat nichts zu verantworten. Trotzdem könnte er mal seine Ansicht kundtun. Es ist ja nicht so, daß der Lockdown einen Bogen um NDH macht.
Gudrun1974
02.11.2020, 08:30 Uhr
Es gibt OB mit Engagement für Ihre Stadt
So zum Beispiel Tübingens OB Boris Palmer, der mit eigenen Vorschlägen und Initiatven für seine Stadt aufwartet in Ergänzung zu den allgemeinen Maßnahmen. Ein Mann mit Profil und Meinung, nicht unumstritten, aber mit Herzblut für seine Stadt.

Auch viele andere OB in Deutschland haben auch schon den 1. Lockdown nicht nur ausgesessen.
Trüffelschokolade
02.11.2020, 09:29 Uhr
Alternative Fakten
An der Antwort von Herr Prophet sieht man, wie sehr Die Partei eigentlich in einer alternativen Parallelwelt lebt, die mit der realen Welt gar nichts mehr zu tun hat.

Neben dem notwendigen Zwang populistische, aber wenig zum Sachverhalt beitragende Hetze mit reinzunehmen, werden unbequeme Fakten schlichtweg ignoriert.
Der schwedische Weg beispielsweise würde wesentlich höhere Sterberaten auch in Deutschland bedeuten bei unklarem Gewinn. In Schweden sind dieses Jahr nach Angaben der schwedischen Statistikbehörde so viele Menschen gestorben wie seit Jahrzehnten nicht mehr, auf die Bevölkerung gerechnet ist die Sterberate wesentlich höher als in den meisten anderen Ländern. Gleichzeitig kam die dortige Wirtschaft nur ein wenig besser weg als in vergleichbaren Ländern.

Oder man denke an die bereits erfüllte Forderung sich von vielfältigen Experten beraten zu lassen: Das passiert derzeit, die Wissenschaft ist sich weitgehend einig, wie es die gemeinsamen Forderung von Deutscher Forschungsgemeinschaft und allen großen deutschen Wissenschaftsorganisationen tut. Das alternative Papier von Streeck und Co. wird zwar sicherlich von AfD und Co. begrüßt, bietet aber keinerlei Antworten und wird heftig kritisiert, einige der Unterschreibenden setzen sich ab und sagen, dass das nie so abgesprochen war.

Es ist traurig, dass selbst bei so einem Thema keine realitätsbasierte Auseinandersetzung mehr möglich scheint. Wichtige Fragen wie die genaue Begründung für einzelne Maßnahmen fehlen komplett hinten runter wenn im Kern bereits die alternative Parallelwelt aufgebaut wird.
geloescht 20210614
02.11.2020, 10:08 Uhr
Es gibt noch Leute die denken können im Gegensatz zu Trüffel
Da gibt es heute ein Statement des Grünen Oberbürgermeisters

Tübingens Oberbürgermeister Palmer will es wie Schweden machen: Er hat sich an die älteren Bewohner seiner Stadt gewandt und an deren Eigenverantwortung appelliert.......

bitte mal lesen !

Nicht nur die AfD denkt ! Deswegen will man ja auch manche in Parteien "rausekeln".Weil sie denken können und nicht so handeln wie das Merkelsystem.Gerade jetzt zu Corona wird scharf geschossen.Nicht umsonst steht die Meinung von Palmer in der "Staatszeitung T-Online"
Ich habe mich heute früh gefreut,dass es noch Denker gibt.Auch wenn sie Grün sind.
Henkel
02.11.2020, 10:50 Uhr
Trüffelschokolade
Es ist bemerkenswert, wie man sich die Wahrheit zurecht dichtet, wenn’s einem nicht passt. Also Streeck und Co haben keine Antworten? Wie dann auch die Leopoldina Stiftung, welche von der Regierung beauftragt wurde, eine Stellungnahme auszuarbeiten. Und was ist die politische Antwort? Maßnahmen verschärfen, langfristige Strategie Fehlanzeige. Obwohl die Länder, die mit härtesten Maßnahmen reagierten, die meisten Toten hatten. Man muss Politik mit Sinn machen, nicht mit Wunschvorstellungen.

Zu Schweden: Im ersten Halbjahr hatte Schweden 2010, 2012, 2013 und 2015 mehr Tote. 2011 ungefähr gleich.

Sterbefälle in Schweden je 100.000 Einwohner im 1. Halbjahr:
2010: 504
2012: 515
2013: 512
2015: 504
2020: 501

Schwedens Pech: Im Jahre 2019 hatte Schweden eine sehr milde Grippesaison, was weniger Tote bedeutet. Man hätte also auch bei einer Grippe wieder höhere Totenzahlen, aber die Grippe ist ja seit letztem Jahr fast ausgestorben.
Eckenblitz
02.11.2020, 13:33 Uhr
Pandemie
Ja die Pandemie ist eine gefährliche Angelegenheit. Bei den Grippewellen in den Vergangenen Jahren, hatten wir bis zu 30. 000 tote zu beklagen. Die Corona-Pandemie bringt uns, nach Politiker/innen Aussagen bis zu Hunderttausend Tote.Bei den Statistikexperten die wir haben, Schaffen wir das sicher noch.
Corona ist sicher eine Gefährliche Angelegenheit, aber das schlimmste an ihr ist, dass sie die Hirne der Politiker/innen, Berater/innen und deren Handlanger vernebelt. Vor was hat dieser Personenkreis Angst?
Zum Schluss ein passendes Zitat eines der größten Denkers wie man ihm nachsagt. „Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.“ (Nebenbei es war nicht Karl Marx )
Holger18
02.11.2020, 14:45 Uhr
... und immer wieder Schweden
das ist weit weg, da kann man behaupten was man will, ohne dass man eine Quelle angeben muss oder irgend ein Bezug zur Realität besteht.

Hier mal die Zahlen des Schwedischen Statistikbehörde SCB: Preliminär statistik över döda

1. HJ 2015: 482,8 (jeweils pro 100.000 Einwohner)
1. HJ 2016: 461,4
1. HJ 2017: 472,9
1. HJ 2018: 471,3
1. HJ 2019: 435,0
1. HJ 2020: 490,9

So, und jetzt ist der Q-Anon Stammtisch schon wieder am Ende: was ist nun signifikant? Sind 5 Prozent mehr Tote als der langjährige Durchschnitt in der statistischen Schwankung drin oder nicht?

Aus genau diesem Grund leisten sich Gesellschaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die darüber eine Aussage machen können. Auf diese sollten wir hören. Immer.
geloescht 20210614
02.11.2020, 15:52 Uhr
Verhältnismässigkeit ist Angemessenheit einer Handlung
diesen Umstand und den Begriff scheinen die meisten Leute aus Mangel an Schulbildung nicht zu kennen.Deswegen wird gern einer Mehrheit von Meinungen zugestimmt/manipuliert nachgeplappert.Das ist ja auch einfacher als selber zu denken.
Gerade wenn es um Corona und Schweden geht.
Stimmts oder habe ich recht?
diskobolos
02.11.2020, 16:05 Uhr
Alles nicht so schlimm?
Es ist doch nicht zu leugnen, dass heute noch NIEMAND weiß, wie viele Tote Corona letztlich kosten wird. In F zählt man heute schon mehr als 500 pro Tag. Und auch weiß niemand, ob es nicht im Januar 5000 oder mehr sind.
Der Vergleich mit Schweden hinkt: Schweden ist dünner besiedelt als D und die Schweden benehmen sich vernünftig. Sie schränken die Kontakte von sich aus ein, egal ob es Vorschrift ist oder nicht. In F ist es das Gegenteil: Alles, was von "oben" kommt, wird abgelehnt. Die Folgen kann man erleben.
Henkel
02.11.2020, 16:56 Uhr
Lustig
Kann jeder nachschauen in Human Mortality Database Stand 24.09.2020. Alternativ eurostat. Das sich immer die Menschen eines bestimmten Spektrums einbilden, die besseren, humaneren und intelligenteren Menschen zu sein.

Lese gerade einen Artikel von Jay Bhattacharya, Professor of Medicine at Stanford University. Nach seinen Berechnungen werden 150 Millionen arme Menschen zusätzlich wegen der Corona Maßnahmen verhungern etc. Weil die Versorgungswege entfallen. Wollt Ihr die noch schnell hierherholen?
diskobolos
02.11.2020, 17:36 Uhr
Daumen hoch?
150 000 000 Tote finden Sie, Henkel, also lustig? Und jemand anders findet das auch noch gut. Dazu kann man nichts mehr sagen...
Henkel
02.11.2020, 17:58 Uhr
Nein
Was ich lustig finde, kann man erkennen, wenn man es liest. Wie immer aus einem bestimmten Spektrum kommt dann wieder der Versuch zu skandalieren, zu verdrehen. Mir geht es darum, wenn Ihr in Euren humanen Wahn meint, ihr rettet Leben, in Wirklichkeit schafft Ihr Unheil in ungeahntes Ausmaß.

Für was steht F? Frankreich oder Fakehausen? In Frankreich sind Stand jetzt keine 500 Menschen gestorben.
geloescht 20210614
02.11.2020, 18:03 Uhr
neueste offizielle Corona Zahlen (gerade gegoogelt)
Weltweit
Fälle insgesamt
46.643.798
Genesen
31.156.914
Todesfälle
1.202.081

Wo kommen die 150 Mio. her ? Vom Canabis?
Wo liegt das Problem?Ich schätze mal an Merkel !
diskobolos
02.11.2020, 19:13 Uhr
Henkel, vielleicht noch mal Ihren eigenen Kommentar
lesen?
Die Prognose, das 150 Mill. Menschen wegen Corona sterben könnten, weil sie verhungern oder keine medizinische Hilfe bekommen halte ich nicht für falsch.
Lustig ist es trotzdem nicht.
Dann unterstellen Sie irgendjemandem (ja wem denn nun, mir sind solche Aussagen nicht bekannt), dass er die alle nach D holen möchte und amüsieren sich über Ihre eigene Aussage. Das erinnert schon an Trump.
Am Freitag wurden in Frankreich 529 Tote gezählt. Aber, wie gesagt, dass muss auch noch nicht das Ende sein.
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