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Di, 13:36 Uhr
26.07.2005

Es blökt weniger

Nordhausen (nnz). Thüringen gehen nicht nur Jahr für Jahr mehrere Tausend Einwohner verloren. Es gibt im grünen Herzen Deutschlands auch weniger Vieh. Eine Art hat jedoch zugenommen...



Nach dem vorläufigen Ergebnis der Viehbestandserhebung vom Mai dieses Jahres wurden in den landwirtschaftlichen Betrieben Thüringens 348 400 Rinder, 748 800 Schweine und 216 700 Schafe gehalten. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik gingen die Rinderbestände leicht um 6 000 Tiere bzw. um 1,9 Prozent zurück. Damit setzte sich etwas abgeschwächt der seit 1996 anhaltende Rückgang fort. In den einzelnen Kategorien zeigte sich eine differenzierte Entwicklung.

Bei Kälbern waren Bestandszunahmen um 2 500 Tiere bzw. 5,1 Prozent auf 51 700 Tiere zu verzeichnen. Die Zahl der Jungrinder ging um 900 Tiere bzw. 1,9 Prozent auf 47 500 Tiere zurück. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Schlachttieren ab 1 Jahr alt. Diese nahmen binnen eines Jahres um 3 800 Tiere bzw. 15,8 Prozent auf 20 200 Tiere ab. Der Bestand an weiblichen Zucht- und Nutztieren einschließlich der Färsen lag um 4,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Mit insgesamt 69 800 Tieren standen damit 3 500 Tiere weniger zur Reproduktion zur Verfügung. Die stetig rückläufige Entwicklung in der Haltung von Milchkühen wurde 2005 gebremst. Insgesamt wurden 123 100 Milchkühe ermittelt, 1 000 Tiere bzw. 0,8 Prozent weniger als vor Jahresfrist. In der Ammen- und Mutterkuhhaltung zeigt sich nach einer zwischenzeitlichen Abnahme der Bestände bis zum Jahr 2004 wieder ein Plus von 500 Tieren auf 36 000 Tieren zur aktuellen Erhebung.

Der Schweinebestand stieg gegenüber dem Vorjahr um 5 900 Tiere bzw. um 0,8 Prozent auf 748 800 Tiere an. Somit setzte sich die seit 2004 eingetretene positive Bestandsentwicklung in der Schweinehaltung in abgeschwächter Form fort. Der Bestandszuwachs bei Schweinen resultiert aus höheren Mastschweinbeständen. Die Zahl der Mastschweine nahm um 9 300 (+ 4,1 Prozent) auf 238 800 Tiere zu. Demgegenüber standen im Mai 2005 mit 88 700 Zuchtschweinen rund 4 600 Tiere (- 4,9 Prozent) weniger in den Ställen als vor einem Jahr. Der Bestand an Ferkeln und Jungschweinen lag mit 421 300 Tieren auf dem Vorjahresniveau (+ 1 100 Stück bzw. + 0,3 Prozent).

In der Schafhaltung setzte sich der ab dem Jahr 2000 einsetzende Bestandsrückgang fort. Mit 216 700 Schafen wurden im Mai 2005 insgesamt 11 500 Tiere weniger ermittelt als ein Jahr zuvor und 27 600 Tiere weniger als im Jahr 2000. Das Ergebnis vom Mai 2005 ist zugleich der niedrigste Bestand seit der Umstrukturierung der Landwirtschaft ab dem Jahr 1990, in dem noch 383 500 Tiere festgestellt wurden.

Der Bestand an Mutterschafen ging innerhalb eines Jahres um 6 600 Tiere (- 4,0 Prozent) auf 159 500 Tiere zurück und der Bestand an Schafen unter 1 Jahr alt nahm um 6 500 Tiere (- 11,0 Prozent) auf 52 300 Tiere ab. Die Zahl der sonstigen Schafe über 1 Jahr alt (ohne Mutterschafe) erhöhte sich binnen Jahresfrist um 1 600 Tiere auf 4 900 Tiere. Die Entwicklung dieser Bestände mit einem Anstieg um fast 50 Prozent gegenüber 2004 sowie die Entwicklung bei den Mutterschafen ist ein Indiz dafür, dass sich die rückläufige Entwicklung in der Schafhaltung auch in dem kommenden Jahr fortsetzen wird.
Autor: nnz

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