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Di, 08:54 Uhr
19.07.2005

Der dicke Hals

Nordhausen (nnz). „Da habe ich so einen dicken Hals“ oder „etwas in den falschen Hals kriegen“ – Obwohl sich der Hals in vielen Redewendungen wiederfindet, ist er nicht gerade das Körperteil, auf das wir besonderen Wert legen. Das könnte sich jedoch ändern.


Doch das, was sich in der Redewendung „Da habe ich so einen dicken Hals“ als Zeichen von Empörung wiederfindet, ist bei vielen Menschen auch körperlich Realität: Rund 40 % der Erwachsenen in Deutschland haben eine vergrößerte Schilddrüse. „Die Ursache einer Schilddrüsenvergrößerung ist in den allermeisten Fällen Jodmangel“, erläutert Bernd Brode von der BARMER Nordhausen. „Obwohl sich die Jodversorgung in Deutschland in den letzten Jahren durch die Verwendung von jodiertem Speisesalz gebessert hat, ist die Jodversorgung in der Ernährung meist noch unzureichend.“

Als Folge des Jodmangels werden in Deutschland im Jahr ca. 100.000 Operationen aufgrund einer Schilddrüsenvergrößerung oder eines Schilddrüsenknotens durchgeführt. „Diese Operationen stellen nicht nur eine Belastung für die Patienten dar, sie verursachen auch Kosten in Höhe von rund einer Milliarde Euro im Jahr“, so Bernd Brode.

Durch rechtzeitiges Erkennen einer Veränderung der Schilddrüse und eine entsprechende Behandlung kann die Zahl der notwendigen Operationen deutlich verringert werden. Zusammen mit der Firma Merck Deutschland Pharma bietet die BARMER daher allen Interessierten im Rahmen der Initiative „Prävention aktiv“ die Möglichkeit, ihre Schilddrüse kostenlos untersuchen zu lassen. Bei einer Ultraschalluntersuchung im Schilddrüsenmobil wird die Größe der Schilddrüse bestimmt. „Eventuelle Auffälligkeiten können so frühzeitig erkannt und durch den Hausarzt abgeklärt werden“, erklärt Bernd Brode.

Das Schilddrüsenmobil steht am 26.07.2005 von 10.00 bis 16.30 Uhr in Nordhausen in der Rautenstrasse 8. Weitere Informationen gibt es bei der BARMER Nordhausen oder unter der Telefonnummer 018500266-130.
Autor: nnz

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