Di, 07:30 Uhr
19.07.2005
Priorität für den Osten
Nordhausen (nnz). Derzeit werden die Weichen für die Zeit nach einer schon als sicher geltenden Bundestagswahl im September gestellt. Und da meldet sich im Vorfeld dieser Wahlen eine Stimme, die Beachtung verdient. nnz sagt, wem sie gehört und was ihr Ansinnen ist.
Es ist die in Halle geborene FDP-Vize Cornelia Pieper, die von Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) mehr Engagement für den Osten fordert. "Ich erwarte von Angela Merkel, dass sie dem Thema wieder Priorität beimisst", sagte Pieper der "Rheinischen Post". Zugleich gab sie Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) indirekt eine Mitschuld am Erstarken des Linksbündnisses in den neuen Ländern. Schröder habe "nie einen emotionalen Bezug zu den Menschen im Osten gefunden", sagte Pieper.
Entgegen seinen Ankündigungen habe der Kanzler den Osten auch nie zur Chefsache gemacht. Altkanzler Helmut Kohl (CDU) habe hingegen die Ansiedlung der chemischen Industrie im Osten als seine persönliche Sache betrachtet. Pieper äußerte die Sorge, dass eine starke Linkspartei dem Investitionsklima im Land schade.
Autor: nnzEs ist die in Halle geborene FDP-Vize Cornelia Pieper, die von Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) mehr Engagement für den Osten fordert. "Ich erwarte von Angela Merkel, dass sie dem Thema wieder Priorität beimisst", sagte Pieper der "Rheinischen Post". Zugleich gab sie Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) indirekt eine Mitschuld am Erstarken des Linksbündnisses in den neuen Ländern. Schröder habe "nie einen emotionalen Bezug zu den Menschen im Osten gefunden", sagte Pieper.
Entgegen seinen Ankündigungen habe der Kanzler den Osten auch nie zur Chefsache gemacht. Altkanzler Helmut Kohl (CDU) habe hingegen die Ansiedlung der chemischen Industrie im Osten als seine persönliche Sache betrachtet. Pieper äußerte die Sorge, dass eine starke Linkspartei dem Investitionsklima im Land schade.

