Fr, 10:25 Uhr
15.07.2005
Beängstigender Trend
Nordhausen (nnz). Die Kommunen in Thüringen wirtschaften anscheinend über ihre Verhältnisse. Doch beim genaueren Hinsehen relativiert sich dieser Aussage. Die exakten Zahlen hat wie immer die nnz für Sie aufbereitet.
Die Thüringer Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften und Landkreise meldeten im 1. Vierteljahr 2005 Ausgaben in Höhe von 855,2 Millionen Euro. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 19,5 Millionen Euro bzw. 2,3 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, was vor allem auf die Zahlungen zum Arbeitslosengeld II zurückzuführen ist. Für soziale Leistungen einschließlich der Zahlungen der Landkreise und kreisfreien Städte im Rahmen von Hartz IV an die Arbeitsgemeinschaften mussten insgesamt 214,7 Millionen Euro und damit 49,6 Millionen Euro mehr aufgewendet werden als im 1. Vierteljahr 2004.
Die Personalausgaben der Kommunen sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,3 Millionen Euro bzw. 2,9 Prozent auf insgesamt 245,9 Millionen Euro. Die Ausgaben für den laufenden Sachaufwand verringerten sich um 8,0 Millionen Euro bzw. 4,4 Prozent. Hier wurden in den ersten drei Monaten 2005 insgesamt 174,8 Millionen Euro aufgewendet. Die Ausgaben für Sachinvestitionen wurden um 8,4 Millionen Euro bzw. 8,3 Prozent auf 92,4 Millionen Euro zurückgefahren, wovon 77,9 Millionen Euro für Baumaßnahmen und 14,5 Millionen Euro für den Erwerb von unbeweglichen und beweglichen Sachen ausgegeben wurden. Für Zinszahlungen mussten die Thüringer Kommunen in den ersten drei Monaten diesen Jahres 2,5 Millionen Euro weniger und damit insgesamt 29,0 Millionen Euro aufwenden.
Im 1. Vierteljahr 2005 konnten die Kommunen insgesamt 958,0 Millionen Euro als Einnahmen verbuchen. Das waren 21,3 Millionen Euro bzw. 2,2 Prozent weniger als im 1. Vierteljahr 2004. Den größten Anteil bildeten die laufenden und investiven Finanzzuweisungen vom Land mit einem Volumen von 615,3 Millionen Euro (1. Vierteljahr 2004 = 651,3 Millionen Euro), die 64,2 Prozent der Gesamteinnahmen ausmachten. Hier sind Leistungsbeteiligungen des Landes im Rahmen von Hartz IV enthalten.
Die Zuweisungen für Investitionen vom Land betrugen 42,7 Millionen Euro (1. Vierteljahr 2004 = 80,8 Millionen Euro). Schlüsselzuweisungen wurden in Höhe von 259,3 Millionen Euro (1. Vierteljahr 2004 = 275,0 Millionen Euro) gezahlt. Die Steuereinnahmen stiegen innerhalb eines Jahres um 11,5 Millionen Euro bzw. 8,3 Prozent auf insgesamt 150,9 Millionen Euro. Der Anstieg ist vor allem auf Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer (netto) in Höhe von 8,9 Millionen Euro sowie auf 2,3 Millionen Euro höhere Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer zurückzuführen.
Autor: nnzDie Thüringer Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften und Landkreise meldeten im 1. Vierteljahr 2005 Ausgaben in Höhe von 855,2 Millionen Euro. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 19,5 Millionen Euro bzw. 2,3 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, was vor allem auf die Zahlungen zum Arbeitslosengeld II zurückzuführen ist. Für soziale Leistungen einschließlich der Zahlungen der Landkreise und kreisfreien Städte im Rahmen von Hartz IV an die Arbeitsgemeinschaften mussten insgesamt 214,7 Millionen Euro und damit 49,6 Millionen Euro mehr aufgewendet werden als im 1. Vierteljahr 2004.
Die Personalausgaben der Kommunen sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,3 Millionen Euro bzw. 2,9 Prozent auf insgesamt 245,9 Millionen Euro. Die Ausgaben für den laufenden Sachaufwand verringerten sich um 8,0 Millionen Euro bzw. 4,4 Prozent. Hier wurden in den ersten drei Monaten 2005 insgesamt 174,8 Millionen Euro aufgewendet. Die Ausgaben für Sachinvestitionen wurden um 8,4 Millionen Euro bzw. 8,3 Prozent auf 92,4 Millionen Euro zurückgefahren, wovon 77,9 Millionen Euro für Baumaßnahmen und 14,5 Millionen Euro für den Erwerb von unbeweglichen und beweglichen Sachen ausgegeben wurden. Für Zinszahlungen mussten die Thüringer Kommunen in den ersten drei Monaten diesen Jahres 2,5 Millionen Euro weniger und damit insgesamt 29,0 Millionen Euro aufwenden.
Im 1. Vierteljahr 2005 konnten die Kommunen insgesamt 958,0 Millionen Euro als Einnahmen verbuchen. Das waren 21,3 Millionen Euro bzw. 2,2 Prozent weniger als im 1. Vierteljahr 2004. Den größten Anteil bildeten die laufenden und investiven Finanzzuweisungen vom Land mit einem Volumen von 615,3 Millionen Euro (1. Vierteljahr 2004 = 651,3 Millionen Euro), die 64,2 Prozent der Gesamteinnahmen ausmachten. Hier sind Leistungsbeteiligungen des Landes im Rahmen von Hartz IV enthalten.
Die Zuweisungen für Investitionen vom Land betrugen 42,7 Millionen Euro (1. Vierteljahr 2004 = 80,8 Millionen Euro). Schlüsselzuweisungen wurden in Höhe von 259,3 Millionen Euro (1. Vierteljahr 2004 = 275,0 Millionen Euro) gezahlt. Die Steuereinnahmen stiegen innerhalb eines Jahres um 11,5 Millionen Euro bzw. 8,3 Prozent auf insgesamt 150,9 Millionen Euro. Der Anstieg ist vor allem auf Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer (netto) in Höhe von 8,9 Millionen Euro sowie auf 2,3 Millionen Euro höhere Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer zurückzuführen.

