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Do, 08:09 Uhr
10.09.2020
Thüringer HC gegen Bietigheim

Unentschieden erkämpft

Der Thüringer HC und die SG BBM Bietigheim trennten sich im Spitzenspiel des zweiten Bundesligaspieltages mit einem überraschenden 29:29 (14:17). Der Gast zeigte sich deutlich stärker als im Eröffnungsspiel der Saison am vergangenen Samstag...

Trotzdem zeigte der THC noch Schwächen, die durch eine starke Mannschaftsleistung und eine treffsichere Marketa Jerabkova kompensiert werden konnten, die von der Abwehr der Gegnerinnen nur schwer unter Kontrolle zu bringen war. Mit 12 Toren war die tschechische Nationalspielerin in den Reihen des THC erfolgreichste Schützin. Für die SG BBM Bietigheim erzielten Karolina Kudlacz-Gloc und und Julia Maidhof je sechs Treffer.

Die SG BBM Bietigheim fand besser in die Partie und ging durch zwei schnelle Toren von Antje Lauenroth und Luisa Schulze mit 2:0 in Führung. Der Thüringer HC tat sich in der Anfangsphase schwer, Zugriff in der Defensive zu bekommen.

Vorn hatten die Thüringerinnen ihre neue Topscorerin Marketa Jerabkova. Sie erzielte bis zum 4:3 alle Tore für ihre Mannschaft. Nach fünf Minuten hatten die Thüringerinnen die Anfangsnervosität abgelegt und kamen besser in die Partie. Lydia Jakubisova sorgte mit dem sechsten THC-Treffer für die erste Führung. In der Folgezeit konnte der THC stets vorlegen, doch Bietigheim blieb dran. Mitte der ersten Spielhälfte war sehr viel Tempo in der Partie, wobei die Thüringerinnen effektiver im Angriff agierten. Nach 16. Minuten baute Marketa Jerabkova aus der Fernwurfzone die Gästeführung auf 10:8 aus. Es war bereits der fünfte Treffer der Rückraumspielerin.

Markus Gaugisch, der die SG als Trainer zu Beginn der Saison übernahm, zog die Notbremse und nahm seine erste Auszeit. Diese zeigte Wirkung, seine Mannschaft erzielte den 10:10-Ausgleich und zwang so Herbert Müller, es ihm gleich zu tun und ebenfalls die grüne Karte zu legen. Die Gastgeberinnen blieben vorerst in Front. Beide Teams hielten das Tempo weiterhin hoch und so fielen die Tore im Sekundentakt. Mit zwei sehenswerten Eins-gegen-eins-Aktionen sorgte Routinier Karolina Kudlacz-Gloc für das 16:13 und spielte die THC-Abwehr zweimal auf die gleiche Weise aus. In der letzten Minute der ersten Halbzeit sorgte Stine Jørgensen mit einem Rückraumkracher für den 17:14-Pausenstand.

Die bisher besten Torschützinnen eröffneten mit Treffern die zweite Halbzeit. Julia Maidhof traf von der Strafwurflinie, auf der Gegenseite netzte Marketa Jerabkova aus dem Rückraum ein. Zwei weitere Treffern der Rückraumspielerin in Überzahl brachten den Thüringer HC wieder auf 17:18 heran. Beim 19:20 aus Sicht des THC erzielte Jerabkova ihr zehntes Tor. Damit erzielte die Tschechin allein über die Hälfte der Treffer ihrer Mannschaft.

Die Partie lebte von der Spannung und den vielen Toren. In der 43. Minute schafften die Thüringerinnen erneut den Ausgleich - Torschützin einmal mehr Marketa Jerabkova zum 22:22. Die SG BBM Bietigheim nahm die nächste Auszeit. Diesmal folgte kein Bruch im Spiel des THC. Nach einer starken Parade von Marie Skurtveit Davidsen zeigte Emma Ekenman-Fernis Mitte der zweiten Halbzeit weiter Nervenstärke von der Strafwurflinie und legt zum 24:22 für die Gäste vor. Insgesamt waren 51 Minuten gespielt, als Trainer Herbert Müller seine zweite Auszeit nahm. Beim Stand von 26:25 für seine Mannschaft schwor er die Spielerinnen auf die Schlussminuten ein.

Beide Mannschaften wirkten jedoch nervös und ließen sich zu hektischen Handlungen hinreißen. Besonders im Angriffsspiel zeigten die Teams Nerven. So wurden auf beiden Seiten mehrere Großchancen leichtfertig vergeben, dafür zeichneten sich die Torhüterinnen mit sehenswerten Paraden aus. Noch fünf Minuten zeigte die Uhr der Anzeigetafel in der MHP-Arena beim Stand von 27:27. Den Spielerinnen war klar, dass jeder Fehler das Spiel entscheiden konnte, und dies merkte man ihnen deutlich an. Kim Naidziniavicius sorgte anderthalb Minuten später für den nächsten Führungswechsel - 28:27 für Bietigheim.

Der THC antwortete mit einem Doppelschlag, Nina Neidhart und Josefine Hubert holten die Führung für den THC zurück. Aufseiten des THC hatte vor dem Spiel niemand mit einer solchen Leistung gerechnet. Ein schnelles Tor von Antje Lauenroth zum 29:29 setzte den Schlusspunkt in der bis zum Schlusspfiff spannenden Begegnung. Der Thüringer HC feiert damit einen aus seiner Sicht überraschenden Punktgewinn.
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