Di, 13:29 Uhr
01.09.2020
Landschaftspflegeverband (LPV) Südharz/Kyffhäuser
Exkursion durch den Südharz
Am vergangenen Freitag empfing der Landschaftspflegeverband (LPV) Südharz/Kyffhäuser hohen Besuch - es hatten sich zwei Vertreter des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz zu einer Flächenbereisung von naturschutzfachlich wertvollen Flächen angekündigt...
Herr Dr. Schäfer und Herr Pfützenreuter aus der Abteilung 4 Naturschutz und Nachhaltigkeit besichtigten Flächen, welche im Winterhalbjahr einer Erstpflege in dem Projekt Gipskarst Südharz im Hotspot 18 unterzogen worden. Bei solchen Erstpflegemaßnahmen werden Flächen, welche aufgrund einer fehlenden Nutzung mit Gebüschen und Gehölzen allmählich zuwachsen, wieder freigestellt und einer Beweidung oder Mahd zugeführt. Hierbei werden wertvolle Offenlandlebensräume erhalten und deren Artenvielfalt gefördert.
An der Exkursion nahmen ebenfalls Frau Truthmann von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises teil sowie das Büro RANA aus Halle, welches die Managementpläne der Flora-Fauna- Habitate erstellte, in denen die Flächen aus dem Projekt liegen.
Die Exkursion begann an den Sattelköpfen bei Hörningen, wo Frau Koschorreck, die Geschäftsführerin des LPV und Frau Backhaus als Projektangestellte für den Teil Landschaftspflege und Artenschutz im Projekt Hotspot 18, die durchgeführten Maßnahmen vorstellten und den Prozess der Freistellung erläuterten. An den Sattelköpfen können sich nun gefährdete Arten wie der Deutsche Enzian oder das Nadelröschen weiter ausbreiten.
Weiter ging es in die Hundegrube bei Klettenberg. Hier wurden rund 3 Hektar wertvolle Trockenrasen zur Förderung verschiedener Arten, wie beispielsweise das Stattliche Knabenkraut, entbuscht. Der hier ansässige junge Schäfer Herr Jakob Hammer beweidet die Flächen mit seinen rund 150 Tieren zukünftig.
Die Ministeriumsvertreter sicherten allen Beteiligten an diesen Maßnahmen eine gute Arbeit zu und waren mit den Ergebnissen der Freistellung und der Beweidung sehr zufrieden. Herr Jakob Hammer gab den Anwesenden noch einen kurzen Einblick in die Sorgen und praktischen Probleme eines Schafhalters auf den Flächen im Gipskarst und darf sich hierzu auch zukünftig an die entsprechende Stelle im Ministerium wenden.
Am Ende der Exkursion sahen alle Beteiligten eine gute Linie für das laufende Hotspot-Projekt und eine Weiterführung der Maßnahmen für die nächsten Projektjahre bis 2023. Die Entbuschungsmaßnahmen werden im Herbst 2021 fortgeführt und umfassen weitere 30 Hektar naturschutzfachlich wertvoller Biotope, unter anderem bei Harzungen auf dem Hopfenberg oder im Alten Stolberg bei Steigerthal.
Autor: redHerr Dr. Schäfer und Herr Pfützenreuter aus der Abteilung 4 Naturschutz und Nachhaltigkeit besichtigten Flächen, welche im Winterhalbjahr einer Erstpflege in dem Projekt Gipskarst Südharz im Hotspot 18 unterzogen worden. Bei solchen Erstpflegemaßnahmen werden Flächen, welche aufgrund einer fehlenden Nutzung mit Gebüschen und Gehölzen allmählich zuwachsen, wieder freigestellt und einer Beweidung oder Mahd zugeführt. Hierbei werden wertvolle Offenlandlebensräume erhalten und deren Artenvielfalt gefördert.
An der Exkursion nahmen ebenfalls Frau Truthmann von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises teil sowie das Büro RANA aus Halle, welches die Managementpläne der Flora-Fauna- Habitate erstellte, in denen die Flächen aus dem Projekt liegen.
Die Exkursion begann an den Sattelköpfen bei Hörningen, wo Frau Koschorreck, die Geschäftsführerin des LPV und Frau Backhaus als Projektangestellte für den Teil Landschaftspflege und Artenschutz im Projekt Hotspot 18, die durchgeführten Maßnahmen vorstellten und den Prozess der Freistellung erläuterten. An den Sattelköpfen können sich nun gefährdete Arten wie der Deutsche Enzian oder das Nadelröschen weiter ausbreiten.
Weiter ging es in die Hundegrube bei Klettenberg. Hier wurden rund 3 Hektar wertvolle Trockenrasen zur Förderung verschiedener Arten, wie beispielsweise das Stattliche Knabenkraut, entbuscht. Der hier ansässige junge Schäfer Herr Jakob Hammer beweidet die Flächen mit seinen rund 150 Tieren zukünftig.
Die Ministeriumsvertreter sicherten allen Beteiligten an diesen Maßnahmen eine gute Arbeit zu und waren mit den Ergebnissen der Freistellung und der Beweidung sehr zufrieden. Herr Jakob Hammer gab den Anwesenden noch einen kurzen Einblick in die Sorgen und praktischen Probleme eines Schafhalters auf den Flächen im Gipskarst und darf sich hierzu auch zukünftig an die entsprechende Stelle im Ministerium wenden.
Am Ende der Exkursion sahen alle Beteiligten eine gute Linie für das laufende Hotspot-Projekt und eine Weiterführung der Maßnahmen für die nächsten Projektjahre bis 2023. Die Entbuschungsmaßnahmen werden im Herbst 2021 fortgeführt und umfassen weitere 30 Hektar naturschutzfachlich wertvoller Biotope, unter anderem bei Harzungen auf dem Hopfenberg oder im Alten Stolberg bei Steigerthal.



