Fr, 09:09 Uhr
19.10.2001
nnz-Rückspiegel: 19. Oktober 2000
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Kritiker in Deutschland sehen Nordhäuser Theater ganz vorn
Deutschlands führende Theater-Fachmagazine bescheinigen dem Nordhäuser Theater einen fulminanten Start in der Ära Pirkelbauer. In den jährlichen Kritikerunfragen der Fachmagazine Theater heute (Schauspiel) und Opernwelt (Musik) wurde das Haus fünf mal in verschiedenen Kategorien nominiert. Der Nordhäuser Musentempel steht damit einsam an der Spitze der Thüringer Theaterlandschaft. Genannt wurden im einzelnen:
Der Schauspieler Christian Poewe als Caliban in der Inszenierung Der Sturm von Oliver Vorwerk und als Protagonist in der deutschsprachigen Erstaufführung von Rum und Wodka.
Im Musiktheater wurde Thomas Kohl als bester Nachwuchssänger in der deutschsprachigen Erstaufführung von Jan Müller-Wielands Oper Das Märchen der 672. Nacht benannt. Generalmusikdirektor Peter Stangel wurde als bester Dirigent für sein Macbeth-Dirigat vorgeschlagen.
Schließlich erhielt das Theater Nordhausen selbst eine Nennung in der Kategorie Bestes Opernhaus als Beispiel für kleine Häuser, die am Rande des Existenzminimums für die Kunst kämpfen. Damit verzeichnet das Nordhäuser Theater mit der geringsten staatlichen Förderung in Thüringen den größten künstlerischen Erfolg.
Immatrikulation an Fachhochschule Start für neuen Studiengang
Mit einer Festveranstaltung in der Nordhäuser Fachhochschule (FHN) werden heute 225 neue Studenten immatrikuliert. Damit erhöht sich im dritten des Bestehens der FHN die Zahl der Studenten auf 456. Gleichzeitig startet mit dem neuem Studienjahr die neue Fachrichtung Technische Informatik.
Wie in den Vorjahren konnte die Fachhochschule eine erfreulich hohe Nachfrage nach Studienplätzen verzeichnen. Hierbei wurden insbesondere die Studiengänge Sozialmanagement und Betriebswirtschaft, aber auch der neue Studiengang nachgefragt. Mit den jetzt 452 Studierenden hat die Bildungseinrichtung die Zielzahlen weit übertroffen. Für die Leitung der FHN ist dies ein deutliches Signal, daß das innovative Studienkonzept auf eine große Resonanz trifft. Besonders erfreulich sei die Tatsache, daß immer mehr Studierende nicht nur aus Nordthüringen, sondern aus ganz Deutschland kommen.
Die Studenten wurden neben der Rektorin auch vom Thüringer Staatssekretär Dr. Aretz begrüßt. Die Eröffnung des neuen Studienganges Technische Informatik wird durch einen Vortrag von Prof. Müller aus Hamburg eingeleitet.
Ein starkes Stück Ellrich auf 480 Seiten
Am Nachmittag ist in der Südharzstadt eine historische Abhandlung der Öffentlichkeit übergeben worden. Unter dem Titel "Das alte Ellrich. Geschichte einer Südharzstadt" kommt das 480 Seiten starke Buch auf den lokalen Markt. Es wird mit einer Auflage von 400 Stück im Verlag Neukirchner herausgegeben.
Autor Dr. Peter Kuhlbrodt behandelt umfassend und ausführlich die Geschichte der Stadt Ellrich von ihren Anfängen bis zum Jahr 1945. Quellentexte und Berichte von Augenzeugen sind in dem Werk ebenso enthalten, wie Analysen und zusammenhängende Darstellungen zu vielfältigen Themen des Alltags. Mit besonderer Akribie wurde das Spezifische und Einmalige aus der bewegten Vergangenheit der ehemaligen Hauptstadt der Grafschaft Hohnstein von Kuhlbrodt herausgearbeitet. Der Autor ist Archivar der Stadt Nordhausen, promovierter Historiker und Mitglied der Historischen Kommission für Thüringen.
Thüringens Direktvermarkter laden auf den Scheunenhof nach Sundhausen ein
Thüringens landwirtschaftliche Direktvermarkter laden heute zu ihrer ersten Warenbörse auf den Scheunenhof nach Sundhausen ein. Unter dem Markenzeichen Vertrauen genießen direkt vom Bauern soll dem Kunden die Möglichkeit gegeben werden, den Einkauf regionaler Qualitätsprodukte direkt beim Erzeuger zu tätigen. Dabei kann der Besucher des Scheunenhofes heute erstmals in Thüringen aus dem Angebot von über 30 verschiedenen Landwirten an einem Ort wählen. Darunter befinden sich sowohl konventionell produzierende Betriebe, als auch Unternehmen, die Mitglied in einem anerkannten biologischen Anbauverbund sind.
Die Vielfalt der angebotenen Produkte reicht von Wurstspezialitäten über Geflügel, Käse, Fisch und Obst bis zu Imkereierzeugnissen und Obstbränden. Als besonderer Service besteht die Möglichkeit, schon jetzt eine Thüringer Weihnachtsgans vorzubestellen. Für die Besucher wird ein buntes Rahmenprogramm rund um den Alltag des bäuerlichen Lebens im Herbst geboten. Schlachtfest, Kartoffelfest, bei der Käseherstellung kann zugeschaut werden und für die Kinder präsentiert sich auf dem Scheunenhof in Sundhausen ein Streichelzoo.
Gleichzeitig stellt diese 1. Warenbörse der Thüringer Direktvermarkter für das Fachpublikum eine Messe und Leistungsschau dar, auf der Ideen und Anregungen geboten werden. Dazu werden Produktsortimente in Form von Musterkollektionen vorgestellt.
Einen Tag später wird auf dem Scheunenhof das erste Oktoberfest gefeiert. Im beheizten Festzelt sorgen ein DJ und natürlich typisch bäuerliche Gastronomie für die entsprechende Stimmung. Das Oktoberfest beginnt um 19 Uhr.
Keine Angst vor dem Crash an der Börse Südharz Galerie läßt die Preise pruzeln
Den Gästen der Nordhäuser Südharz Galerie steht ein heißes Wochenende bevor. Und das gleich in zweifacher Hinsicht. Heute und am Samstag crashen im Nordhäuser Einkaufstempel die Börsen. Doch diesmal sind die Kunden nicht die Dummen wie derzeit der berühmt-berüchtigte Kleinanleger, sondern die Preise purzeln in den Keller.
Die Geschäfte der Südharz-Galerie gehen mit ihren Waren an die Börse. Broker bieten Preise an und gehen dann immer weiter nach unten. Wie an der Börse, sollte man auch in der Südharz-Galerie bei niedrigen Kursen kaufen. Die Kunden können auf dem Parkett an großen Bildschirmen den Kursrutsch verfolgen und wenn der Preis am günstigsten ist, kann gekauft werden. Doch man muß schnell sein, die Waren gibt es nur in einer bestimmten Zeit und in begrenzter Menge. Schnelligkeit ist gefragt und: man sollte sich vielleicht schon vorher über ein bestimmtes Sortiment informieren.
Über das Big-Band-Festival am Samstag hat sie die nnz im Rahmen der Berichterstattung zum Nordhäuser Jazz-Fest schon umfassend informiert.
Industriegebiet Goldene Aue: Sachliche Debatte ist dringend notwendig
Die nnz hat es sich zur Aufgabe gemacht, Entwicklungen im Landkreis Nordhausen zu begleiten, mit den Mitteln, die ein solches Medium wie das Internet es vermag. Zu den Vorzügen der nnz gehört es, Meinungen seiner Nutzer (Leser) ungekürzt zu veröffentlichen. An dieser Stelle stellen wir einen Beitrag von V. Theuerkauf aus Nordhausen zur Diskussion:
Sehr interessiert verfolge ich die Diskussionen um das geplante
Industriegebiet zwischen Bielen und Urbach. Es fällt auf, daß nicht nur in dieser Sachfrage eine Streitkultur der
übelsten Art vorherrscht. Während der Eine, nämlich die gewählten Volksvertreter und Politiker mit der Verwaltung, darauf bedacht ist, seinen originären Verpflichtungen nachzukommen und mit Planungen aufwartet, die den mittel-und langfristigen Zweck haben, die Bürger im Landkreis in Lohn und Brot zu halten, wettern die Anderen bereits öffentlich dagegen.
Es scheint salonfähig zu sein, den Anderen in seinen Aktivitäten zu kritisieren, statt ihn dabei zu unterstützen, kritikwürdige Punkte abzustellen, ohne dabei die Zielsetzung als Ganzes in Frage zu stellen. Ähnliches kann man ja leider derzeit sehr "eindrucksvoll" im Kreistag beobachten, welcher mit sich beschäftigt ist, statt die Interessen seiner Bürger wahrzunehmen und umzusetzen.
Fakt ist, daß es hier lediglich um die Planung zur Bereitstellung eines Industriegebietes geht und zunächst Baurecht geschaffen werden soll. Jeder der ein Eigenheim gebaut hat, ist bestens darüber informiert, wie schwierig es sein kann, die ersehnte Baugenehmigung zu bekommen und wie viele Wege und/oder Kosten damit verbunden sind. Ob sich größere und bedeutsame Unternehmen hier, angesichts des z.Z.
vorherrschenden Zustandes der politischen Landschaft und Kultur als wichtiges und richtungsweisendes Instrument, überhaupt ansiedeln, steht auf einem ganz anderen Blatt und bleibt abzuwarten.
Allerdings ist durch die zur Disposition stehende Flächengröße,
überhaupt erst eine höhere Wahrscheinlichkeit gegeben, um auch größere Unternehmen ansiedeln zu können. Für das jeweilige Unternehmen steht vor allem dann die Frage im Vordergrund, ob schon morgen mit dem Aufbau der betrieblichen Infrastruktur begonnen werden kann. Hier müssen die Ämter und Politiker sofort Rede und Antwort stehen und sollten ganz einfach in die Lage versetzt sein, mit einem einfachen "JA" und eben nicht mit dem so "berühmten" und allseits bekanntem Satz, "NEIN, das geht nicht !!!" antworten. Richtig ist aber auch, daß eine Planung die Interessen der Anrainer und sonstigen Betroffenen zu berücksichtigen hat. Dafür hat der Gesetzgeber ausreichend Möglichkeiten der individuellen Einflußnahme eingeräumt. Das setzt voraus, daß sich jeder über die ihn betreffende Belange stichhaltig informiert.
Wenn zu lesen ist, daß denen, die Unterschriften für eine
Protestresolution leisten, nicht einmal der Unterschied zwischen einem Industriegebiet und einem Gewerbegebiet klar ist, ist das äußerst bedenklich. Ich würde solch einen Protestaufruf ohne unvoreingenommene Aufklärung nicht unterschreiben, ohne diesen hiermit in Frage stellen zu wollen. Denn auch die Verwaltung und das ist ebenso ein Fakt, hat noch nicht klar erkannt und gelernt, daß sie durch die Bürger mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt ist und ihr Handeln danach einzurichten hat.
Eine entsprechende Informationspolitik kann dazu beitragen, derartige Konflikte gar nicht erst aufkommen zu lassen. Aktivitäten führen eben auch zu Interessenskonflikten. Diesen aus dem Weg zu gehen ist völlig falsch. Wer von den Planern, Amtspersonen und Politikern meint, durch möglichst konfliktfreies Aussitzen der Auslegungsfristen und Termine schneller etwas zu bewegen, weil keine zu prüfenden Widersprüche eingehen, der irrt und sollte schnellstmöglich seinen Hut nehmen. Nur wer einen nicht unerheblichen Teil seiner Zeit dafür verwendet, um mit den Bürgern die anstehenden Sachfragen gezielt und nachvollziehbar zu besprechen und dabei auch evtl. Einschränkungen für den Einzelnen nicht verschweigt, der wird auch in einer Zeit, wo das Haben mehr zählt als das Sein, seine Wähler und Anhänger finden und größere Konliktpotentiale von vornherein vermeiden.
Ich wünsche mir nicht nur, sondern ich fordere alle Beteiligten dazu auf, sich hier mit dem nötigen Respekt zu begegnen und aufeinander zuzugehen, es geht um mehr als nur Jobs, denn diese Fragen berühren nicht nur volkswirtschaftliche sondern auch zwischenmenschliche Zusammenhänge. Spielen Sie nicht nach den Regeln, wir gewinnen und ihr verliert, sondern lassen Sie allen eine Chance, denn nur so wird die Region als Ganzes gewinnen. Es gibt viele Beispiele, wo Landwirtschaft und Industrie in friedlicher Koexistenz leben.
Sorgen Sie hier und heute für wirklich weise und nachhaltige
Entscheidungen mit den nötigen Kompromissen, andernfalls wird dies die Abwanderungsquote von Bürgern und Unternehmen im Landkreis Nordhausen in den nächsten Jahren entsprechend widerspiegeln. Der angesetzte Protest hat dann Erfolg, wenn er nicht nur von Einzelinteressen getragen wird, sondern als Ganzes geschlossen ist, vorausschauende und nachhaltige Inhalte aufweist und vor allem die
Chancengleichheit, als Basis für eine gut funktionierende und
ausgewogene regionale Wirtschaftsentwicklung, berücksichtigt.
Ich habe es bereits für mich klar definiert, denn ich stelle mich
hinter die Bestrebungen der Planer, Ämter und Politiker, ein
Industriegebiet zwischen Bielen und Nordhausen anzusiedeln, soweit nicht gleichwertige andere Flächen in dieser Größenordnung zur Verfügung stehen oder plantechnisch verfügbar gemacht werden können und die Zulassung von wenig personalintensiven Betrieben mit hohem Schadstoffausstoß, wie z.B. Müllverbrennungs-Anlagen, Kraftwerken o.ä. ausgeschlossen ist.
V. Theuerkauf
Selbständiger Unternehmer aus Nordhausen
Thüringens Direktvermarkter laden auf den Scheunenhof nach Sundhausen ein
Thüringens landwirtschaftliche Direktvermarkter laden heute zu ihrer ersten Warenbörse auf den Scheunenhof nach Sundhausen ein. Unter dem Markenzeichen Vertrauen genießen direkt vom Bauern soll dem Kunden die Möglichkeit gegeben werden, den Einkauf regionaler Qualitätsprodukte direkt beim Erzeuger zu tätigen. Dabei kann der Besucher des Scheunenhofes heute erstmals in Thüringen aus dem Angebot von über 30 verschiedenen Landwirten an einem Ort wählen. Darunter befinden sich sowohl konventionell produzierende Betriebe, als auch Unternehmen, die Mitglied in einem anerkannten biologischen Anbauverbund sind.
Die Vielfalt der angebotenen Produkte reicht von Wurstspezialitäten über Geflügel, Käse, Fisch und Obst bis zu Imkereierzeugnissen und Obstbränden. Als besonderer Service besteht die Möglichkeit, schon jetzt eine Thüringer Weihnachtsgans vorzubestellen. Für die Besucher wird ein buntes Rahmenprogramm rund um den Alltag des bäuerlichen Lebens im Herbst geboten. Schlachtfest, Kartoffelfest, bei der Käseherstellung kann zugeschaut werden und für die Kinder präsentiert sich auf dem Scheunenhof in Sundhausen ein Streichelzoo.
Gleichzeitig stellt diese 1. Warenbörse der Thüringer Direktvermarkter für das Fachpublikum eine Messe und Leistungsschau dar, auf der Ideen und Anregungen geboten werden. Dazu werden Produktsortimente in Form von Musterkollektionen vorgestellt.
Einen Tag später wird auf dem Scheunenhof das erste Oktoberfest gefeiert. Im beheizten Festzelt sorgen ein DJ und natürlich typisch bäuerliche Gastronomie für die entsprechende Stimmung. Das Oktoberfest beginnt um 19 Uhr.
Autor: nnzKritiker in Deutschland sehen Nordhäuser Theater ganz vorn
Deutschlands führende Theater-Fachmagazine bescheinigen dem Nordhäuser Theater einen fulminanten Start in der Ära Pirkelbauer. In den jährlichen Kritikerunfragen der Fachmagazine Theater heute (Schauspiel) und Opernwelt (Musik) wurde das Haus fünf mal in verschiedenen Kategorien nominiert. Der Nordhäuser Musentempel steht damit einsam an der Spitze der Thüringer Theaterlandschaft. Genannt wurden im einzelnen:
Der Schauspieler Christian Poewe als Caliban in der Inszenierung Der Sturm von Oliver Vorwerk und als Protagonist in der deutschsprachigen Erstaufführung von Rum und Wodka.
Im Musiktheater wurde Thomas Kohl als bester Nachwuchssänger in der deutschsprachigen Erstaufführung von Jan Müller-Wielands Oper Das Märchen der 672. Nacht benannt. Generalmusikdirektor Peter Stangel wurde als bester Dirigent für sein Macbeth-Dirigat vorgeschlagen.
Schließlich erhielt das Theater Nordhausen selbst eine Nennung in der Kategorie Bestes Opernhaus als Beispiel für kleine Häuser, die am Rande des Existenzminimums für die Kunst kämpfen. Damit verzeichnet das Nordhäuser Theater mit der geringsten staatlichen Förderung in Thüringen den größten künstlerischen Erfolg.
Immatrikulation an Fachhochschule Start für neuen Studiengang
Mit einer Festveranstaltung in der Nordhäuser Fachhochschule (FHN) werden heute 225 neue Studenten immatrikuliert. Damit erhöht sich im dritten des Bestehens der FHN die Zahl der Studenten auf 456. Gleichzeitig startet mit dem neuem Studienjahr die neue Fachrichtung Technische Informatik.
Wie in den Vorjahren konnte die Fachhochschule eine erfreulich hohe Nachfrage nach Studienplätzen verzeichnen. Hierbei wurden insbesondere die Studiengänge Sozialmanagement und Betriebswirtschaft, aber auch der neue Studiengang nachgefragt. Mit den jetzt 452 Studierenden hat die Bildungseinrichtung die Zielzahlen weit übertroffen. Für die Leitung der FHN ist dies ein deutliches Signal, daß das innovative Studienkonzept auf eine große Resonanz trifft. Besonders erfreulich sei die Tatsache, daß immer mehr Studierende nicht nur aus Nordthüringen, sondern aus ganz Deutschland kommen.
Die Studenten wurden neben der Rektorin auch vom Thüringer Staatssekretär Dr. Aretz begrüßt. Die Eröffnung des neuen Studienganges Technische Informatik wird durch einen Vortrag von Prof. Müller aus Hamburg eingeleitet.
Ein starkes Stück Ellrich auf 480 Seiten
Am Nachmittag ist in der Südharzstadt eine historische Abhandlung der Öffentlichkeit übergeben worden. Unter dem Titel "Das alte Ellrich. Geschichte einer Südharzstadt" kommt das 480 Seiten starke Buch auf den lokalen Markt. Es wird mit einer Auflage von 400 Stück im Verlag Neukirchner herausgegeben.
Autor Dr. Peter Kuhlbrodt behandelt umfassend und ausführlich die Geschichte der Stadt Ellrich von ihren Anfängen bis zum Jahr 1945. Quellentexte und Berichte von Augenzeugen sind in dem Werk ebenso enthalten, wie Analysen und zusammenhängende Darstellungen zu vielfältigen Themen des Alltags. Mit besonderer Akribie wurde das Spezifische und Einmalige aus der bewegten Vergangenheit der ehemaligen Hauptstadt der Grafschaft Hohnstein von Kuhlbrodt herausgearbeitet. Der Autor ist Archivar der Stadt Nordhausen, promovierter Historiker und Mitglied der Historischen Kommission für Thüringen.
Thüringens Direktvermarkter laden auf den Scheunenhof nach Sundhausen ein
Thüringens landwirtschaftliche Direktvermarkter laden heute zu ihrer ersten Warenbörse auf den Scheunenhof nach Sundhausen ein. Unter dem Markenzeichen Vertrauen genießen direkt vom Bauern soll dem Kunden die Möglichkeit gegeben werden, den Einkauf regionaler Qualitätsprodukte direkt beim Erzeuger zu tätigen. Dabei kann der Besucher des Scheunenhofes heute erstmals in Thüringen aus dem Angebot von über 30 verschiedenen Landwirten an einem Ort wählen. Darunter befinden sich sowohl konventionell produzierende Betriebe, als auch Unternehmen, die Mitglied in einem anerkannten biologischen Anbauverbund sind.
Die Vielfalt der angebotenen Produkte reicht von Wurstspezialitäten über Geflügel, Käse, Fisch und Obst bis zu Imkereierzeugnissen und Obstbränden. Als besonderer Service besteht die Möglichkeit, schon jetzt eine Thüringer Weihnachtsgans vorzubestellen. Für die Besucher wird ein buntes Rahmenprogramm rund um den Alltag des bäuerlichen Lebens im Herbst geboten. Schlachtfest, Kartoffelfest, bei der Käseherstellung kann zugeschaut werden und für die Kinder präsentiert sich auf dem Scheunenhof in Sundhausen ein Streichelzoo.
Gleichzeitig stellt diese 1. Warenbörse der Thüringer Direktvermarkter für das Fachpublikum eine Messe und Leistungsschau dar, auf der Ideen und Anregungen geboten werden. Dazu werden Produktsortimente in Form von Musterkollektionen vorgestellt.
Einen Tag später wird auf dem Scheunenhof das erste Oktoberfest gefeiert. Im beheizten Festzelt sorgen ein DJ und natürlich typisch bäuerliche Gastronomie für die entsprechende Stimmung. Das Oktoberfest beginnt um 19 Uhr.
Keine Angst vor dem Crash an der Börse Südharz Galerie läßt die Preise pruzeln
Den Gästen der Nordhäuser Südharz Galerie steht ein heißes Wochenende bevor. Und das gleich in zweifacher Hinsicht. Heute und am Samstag crashen im Nordhäuser Einkaufstempel die Börsen. Doch diesmal sind die Kunden nicht die Dummen wie derzeit der berühmt-berüchtigte Kleinanleger, sondern die Preise purzeln in den Keller.
Die Geschäfte der Südharz-Galerie gehen mit ihren Waren an die Börse. Broker bieten Preise an und gehen dann immer weiter nach unten. Wie an der Börse, sollte man auch in der Südharz-Galerie bei niedrigen Kursen kaufen. Die Kunden können auf dem Parkett an großen Bildschirmen den Kursrutsch verfolgen und wenn der Preis am günstigsten ist, kann gekauft werden. Doch man muß schnell sein, die Waren gibt es nur in einer bestimmten Zeit und in begrenzter Menge. Schnelligkeit ist gefragt und: man sollte sich vielleicht schon vorher über ein bestimmtes Sortiment informieren.
Über das Big-Band-Festival am Samstag hat sie die nnz im Rahmen der Berichterstattung zum Nordhäuser Jazz-Fest schon umfassend informiert.
Industriegebiet Goldene Aue: Sachliche Debatte ist dringend notwendig
Die nnz hat es sich zur Aufgabe gemacht, Entwicklungen im Landkreis Nordhausen zu begleiten, mit den Mitteln, die ein solches Medium wie das Internet es vermag. Zu den Vorzügen der nnz gehört es, Meinungen seiner Nutzer (Leser) ungekürzt zu veröffentlichen. An dieser Stelle stellen wir einen Beitrag von V. Theuerkauf aus Nordhausen zur Diskussion:
Sehr interessiert verfolge ich die Diskussionen um das geplante
Industriegebiet zwischen Bielen und Urbach. Es fällt auf, daß nicht nur in dieser Sachfrage eine Streitkultur der
übelsten Art vorherrscht. Während der Eine, nämlich die gewählten Volksvertreter und Politiker mit der Verwaltung, darauf bedacht ist, seinen originären Verpflichtungen nachzukommen und mit Planungen aufwartet, die den mittel-und langfristigen Zweck haben, die Bürger im Landkreis in Lohn und Brot zu halten, wettern die Anderen bereits öffentlich dagegen.
Es scheint salonfähig zu sein, den Anderen in seinen Aktivitäten zu kritisieren, statt ihn dabei zu unterstützen, kritikwürdige Punkte abzustellen, ohne dabei die Zielsetzung als Ganzes in Frage zu stellen. Ähnliches kann man ja leider derzeit sehr "eindrucksvoll" im Kreistag beobachten, welcher mit sich beschäftigt ist, statt die Interessen seiner Bürger wahrzunehmen und umzusetzen.
Fakt ist, daß es hier lediglich um die Planung zur Bereitstellung eines Industriegebietes geht und zunächst Baurecht geschaffen werden soll. Jeder der ein Eigenheim gebaut hat, ist bestens darüber informiert, wie schwierig es sein kann, die ersehnte Baugenehmigung zu bekommen und wie viele Wege und/oder Kosten damit verbunden sind. Ob sich größere und bedeutsame Unternehmen hier, angesichts des z.Z.
vorherrschenden Zustandes der politischen Landschaft und Kultur als wichtiges und richtungsweisendes Instrument, überhaupt ansiedeln, steht auf einem ganz anderen Blatt und bleibt abzuwarten.
Allerdings ist durch die zur Disposition stehende Flächengröße,
überhaupt erst eine höhere Wahrscheinlichkeit gegeben, um auch größere Unternehmen ansiedeln zu können. Für das jeweilige Unternehmen steht vor allem dann die Frage im Vordergrund, ob schon morgen mit dem Aufbau der betrieblichen Infrastruktur begonnen werden kann. Hier müssen die Ämter und Politiker sofort Rede und Antwort stehen und sollten ganz einfach in die Lage versetzt sein, mit einem einfachen "JA" und eben nicht mit dem so "berühmten" und allseits bekanntem Satz, "NEIN, das geht nicht !!!" antworten. Richtig ist aber auch, daß eine Planung die Interessen der Anrainer und sonstigen Betroffenen zu berücksichtigen hat. Dafür hat der Gesetzgeber ausreichend Möglichkeiten der individuellen Einflußnahme eingeräumt. Das setzt voraus, daß sich jeder über die ihn betreffende Belange stichhaltig informiert.
Wenn zu lesen ist, daß denen, die Unterschriften für eine
Protestresolution leisten, nicht einmal der Unterschied zwischen einem Industriegebiet und einem Gewerbegebiet klar ist, ist das äußerst bedenklich. Ich würde solch einen Protestaufruf ohne unvoreingenommene Aufklärung nicht unterschreiben, ohne diesen hiermit in Frage stellen zu wollen. Denn auch die Verwaltung und das ist ebenso ein Fakt, hat noch nicht klar erkannt und gelernt, daß sie durch die Bürger mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt ist und ihr Handeln danach einzurichten hat.
Eine entsprechende Informationspolitik kann dazu beitragen, derartige Konflikte gar nicht erst aufkommen zu lassen. Aktivitäten führen eben auch zu Interessenskonflikten. Diesen aus dem Weg zu gehen ist völlig falsch. Wer von den Planern, Amtspersonen und Politikern meint, durch möglichst konfliktfreies Aussitzen der Auslegungsfristen und Termine schneller etwas zu bewegen, weil keine zu prüfenden Widersprüche eingehen, der irrt und sollte schnellstmöglich seinen Hut nehmen. Nur wer einen nicht unerheblichen Teil seiner Zeit dafür verwendet, um mit den Bürgern die anstehenden Sachfragen gezielt und nachvollziehbar zu besprechen und dabei auch evtl. Einschränkungen für den Einzelnen nicht verschweigt, der wird auch in einer Zeit, wo das Haben mehr zählt als das Sein, seine Wähler und Anhänger finden und größere Konliktpotentiale von vornherein vermeiden.
Ich wünsche mir nicht nur, sondern ich fordere alle Beteiligten dazu auf, sich hier mit dem nötigen Respekt zu begegnen und aufeinander zuzugehen, es geht um mehr als nur Jobs, denn diese Fragen berühren nicht nur volkswirtschaftliche sondern auch zwischenmenschliche Zusammenhänge. Spielen Sie nicht nach den Regeln, wir gewinnen und ihr verliert, sondern lassen Sie allen eine Chance, denn nur so wird die Region als Ganzes gewinnen. Es gibt viele Beispiele, wo Landwirtschaft und Industrie in friedlicher Koexistenz leben.
Sorgen Sie hier und heute für wirklich weise und nachhaltige
Entscheidungen mit den nötigen Kompromissen, andernfalls wird dies die Abwanderungsquote von Bürgern und Unternehmen im Landkreis Nordhausen in den nächsten Jahren entsprechend widerspiegeln. Der angesetzte Protest hat dann Erfolg, wenn er nicht nur von Einzelinteressen getragen wird, sondern als Ganzes geschlossen ist, vorausschauende und nachhaltige Inhalte aufweist und vor allem die
Chancengleichheit, als Basis für eine gut funktionierende und
ausgewogene regionale Wirtschaftsentwicklung, berücksichtigt.
Ich habe es bereits für mich klar definiert, denn ich stelle mich
hinter die Bestrebungen der Planer, Ämter und Politiker, ein
Industriegebiet zwischen Bielen und Nordhausen anzusiedeln, soweit nicht gleichwertige andere Flächen in dieser Größenordnung zur Verfügung stehen oder plantechnisch verfügbar gemacht werden können und die Zulassung von wenig personalintensiven Betrieben mit hohem Schadstoffausstoß, wie z.B. Müllverbrennungs-Anlagen, Kraftwerken o.ä. ausgeschlossen ist.
V. Theuerkauf
Selbständiger Unternehmer aus Nordhausen
Thüringens Direktvermarkter laden auf den Scheunenhof nach Sundhausen ein
Thüringens landwirtschaftliche Direktvermarkter laden heute zu ihrer ersten Warenbörse auf den Scheunenhof nach Sundhausen ein. Unter dem Markenzeichen Vertrauen genießen direkt vom Bauern soll dem Kunden die Möglichkeit gegeben werden, den Einkauf regionaler Qualitätsprodukte direkt beim Erzeuger zu tätigen. Dabei kann der Besucher des Scheunenhofes heute erstmals in Thüringen aus dem Angebot von über 30 verschiedenen Landwirten an einem Ort wählen. Darunter befinden sich sowohl konventionell produzierende Betriebe, als auch Unternehmen, die Mitglied in einem anerkannten biologischen Anbauverbund sind.
Die Vielfalt der angebotenen Produkte reicht von Wurstspezialitäten über Geflügel, Käse, Fisch und Obst bis zu Imkereierzeugnissen und Obstbränden. Als besonderer Service besteht die Möglichkeit, schon jetzt eine Thüringer Weihnachtsgans vorzubestellen. Für die Besucher wird ein buntes Rahmenprogramm rund um den Alltag des bäuerlichen Lebens im Herbst geboten. Schlachtfest, Kartoffelfest, bei der Käseherstellung kann zugeschaut werden und für die Kinder präsentiert sich auf dem Scheunenhof in Sundhausen ein Streichelzoo.
Gleichzeitig stellt diese 1. Warenbörse der Thüringer Direktvermarkter für das Fachpublikum eine Messe und Leistungsschau dar, auf der Ideen und Anregungen geboten werden. Dazu werden Produktsortimente in Form von Musterkollektionen vorgestellt.
Einen Tag später wird auf dem Scheunenhof das erste Oktoberfest gefeiert. Im beheizten Festzelt sorgen ein DJ und natürlich typisch bäuerliche Gastronomie für die entsprechende Stimmung. Das Oktoberfest beginnt um 19 Uhr.

