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Fr, 07:00 Uhr
08.07.2005

nnz-Forum: Brief nach Weimar

Nordhausen (nnz). In den zurückliegenden Tagen hatte die nnz zum Planungsfortschritt beim Industriegebiet in der Goldenen Aue berichtet. Jetzt gibt es ein Statement der Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“.


Es ist nicht allzu lang her, da erzürnte sich der Planungsverband unter dem Einfluss des Nordhäuser Baudezernenten, über die Alternativvorschläge der Bürgerinitiative, sowie deren Äußerungen, das die Planungen des Industriegebietes in der Goldenen Aue nur dann weiterzuführen wären, wenn z.B. der Krummbach weitläufig als Schutzgebiet ausgewiesen wird. „Dann ist das Industriegebiet nicht mehr zusammenhängend und damit nicht vermarktbar“, so der Nordhäuser Baudezernent noch vor kurzem. In den jetzt verabschiedeten B-Plan musste jedoch all das eingearbeitet und sogar noch verschärft werden. Nähme man die Fachkompetenz des Wirtschaftsdezernenten ernst, wurde jetzt ein B-Plan für ein nicht vermarktbares Gebiet verabschiedet.

Doch der Planungsverband sieht ja schon jetzt die Schaffung eines „Meilensteines“ vor, obwohl er doch nur seine eigene Planung bestätigt hat, dass nach fast 8 jähriger Planungszeit und zudem noch nicht einmal einstimmig. Glaubhaft und vertrauenerweckend ist und bleibt diese ganze Planung nicht. Jetzt steht erst einmal das Genehmigungsverfahren durch das Landesverwaltungsamt an. Die Bürgerinitiative wird sich daher nochmals mit einigen Forderungen direkt an das Amt in Weimar wenden.

Beeindruckt zeigt sich die BI vom Planungsverband allerdings in einem Punkt. Es ist ihm gelungen, viele Befürworter dieses Planes, darunter u.a. auch der aus dem Industriestammstisch der CDU hervorgegangenen „NUV“ zu vielen öffentlichen Statements pro Industriegebiet zu bewegen. Allerdings mit einem Effekt, der der LEG, die ja bekanntlich die Grundstücke aufkaufen soll, noch einige Kopfschmerzen bereiten wird. Diese Ländereien sind mittlerweile als derart wichtig hochstilisiert worden, so daß viele Grundbesitzer das Land nicht mehr zu den einst wohl gebotenen 4-5 Euro pro Quadratmeter verkaufen wollen.

Schließlich hätte man ja jetzt Bauland zu verkaufen und nicht mehr nur Ackerflächen, so hörte die BI schon zum wiederholten Male von Grundbesitzern. Bedenkt man dabei auch die jüngste Vergangenheit, als einem Bauern aus Obsthausen zum Zwecke einer Landebahn für den Airbus-Bau in HH-Finkenwerden für 4,5 ha Landfläche eine Summe von 2,5 Millionen Euro bezahlt wurden, kann deutlich werden, welche Schwierigkeiten noch auf den Planungsverband zukommen werden.

Die vom Planungsverband und der Wirtschaftsförderung wiedereinmal mehr als positive Darstellung der eigenen Verdienste bedarf daher in der Zukunft einer genauen kritischen Begleitung, was aus deren Versprechen wirklich geworden ist. Diesen Prozess wird die Bürgerinitiative weiterhin begleiten.
BI Rettung der Goldenen Aue
Autor: nnz

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