Mo, 18:20 Uhr
04.07.2005
Fast ein neuer Rekord
Nordhausen (nnz). Die heutige Sitzung des Kreisausschusses hätte beinahe nur vier Minuten gedauert. Das wäre ein neuer Rekord gewesen. Doch Jürgen Hohberg hatte eine Frage und schon waren wir beim allerfeinsten Wahlkampf. Fragte sich nur: bei welchem...
Vizelandrätin Jutta Krauth (SPD) hatte heute ihre Premiere bei der Leitung des Kreisausschusses und eigentlich hätte im öffentlichen Teil alles gut werden können. Tagesordnung beschließen, Beschlußfähigkeit überprüfen und Protokoll bestätigen lassen. Dann kam der Punkt Informationen, die es nicht gab und dann Jürgen Hohberg. Der wollte wissen, wie es denn mit der Beantwortung seiner Anfragen bestellt sei. Sie seien in Bearbeitung, so Jutta Krauth und verwies auf den urlaubenden Landrat, der sich die Problematik der Kreissparkassenstiftung zur Chefsache gemacht hatte.
Womöglich keine Chefsache wird für den CDU-Landrat das Thema Familienoffensive werden, obwohl Joachim Claus (CDU) schon im jüngsten Kreistag eine kritische Würdigung dessen sah, was die Landesregierung sich da ausgedacht hatte. Die nnz hatte diesem Thema bislang einige Berichte gewidmet und Jürgen Hohberg wollte wissen, wie es mit der Offensive im Landratsamt gediehen sei. Das wiederum war dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Egon Primas zu viel. Der bezeichnete all das, was da bislang zur Offensive verkündet worden war als Kaffeesatzleserei, ausgenommen natürlich das, was die Minister Dr. Zeh, Prof. Göbel und ihr MP offiziell verkündet hatten. Selbst der Landkreistag, in dem die CDU-Landräte die Mehrheit haben und der die Offensive in ihrer bisherigen Fassung am Wochenende kritisierte und ablehnte, solle sich laut Primas nicht an der Kaffeesatzleserei beteiligen.
Und so werde die CDU-Fraktion es auch nicht zulassen wollen, dass auf der morgigen Tagesordnung des Kreistages dieses Thema behandelt werden soll. Das sei kein Diskussionspunkt, sondern der pure Wahlkampf. Gegenreden wollte Primas nicht zulassen, dafür die Belehrung für Gisela Hartmann, damit sie es auch verstehen, Frau Hartmann! Eine solch wichtige Angelegenheit wollte die Bündnisgrüne dann auch nicht zum Wahlkampf herunterbuchstabieren lassen. Wogegen Egon Primas darlegte, das all das, was bislang bekannt geworden sei, lediglich den Status eines Referentenentwurfes habe. Und dann wurde das Lieblingswort des Tages – Kaffeesatzleserei – noch mehrfach hin- und hergeschickt, so dass sich Egon Primas all das nicht mehr bieten lassen wollte.
Nicht verstehen wollte das Gezerre Jürgen Hohberg, der lediglich eine Auskunft von der Verwaltung wollte. Das parteilose CDU-Fraktionsmitglied meinte, dass das bislang Bekannte nicht etwa von einem Kauenwart, sondern von einem Ministerpräsidenten verlautbart wurde.
Dann aber wurde nicht weiter diskutiert, schließlich trifft man sich morgen in größerer Runde wieder, im Kreistag. Nachzutragen bleibt noch, dass die öffentliche Sitzung des Kreisausschusses 14 Minuten dauerte. Das ist nach 12 Minuten Platz 2.
Autor: nnzVizelandrätin Jutta Krauth (SPD) hatte heute ihre Premiere bei der Leitung des Kreisausschusses und eigentlich hätte im öffentlichen Teil alles gut werden können. Tagesordnung beschließen, Beschlußfähigkeit überprüfen und Protokoll bestätigen lassen. Dann kam der Punkt Informationen, die es nicht gab und dann Jürgen Hohberg. Der wollte wissen, wie es denn mit der Beantwortung seiner Anfragen bestellt sei. Sie seien in Bearbeitung, so Jutta Krauth und verwies auf den urlaubenden Landrat, der sich die Problematik der Kreissparkassenstiftung zur Chefsache gemacht hatte.
Womöglich keine Chefsache wird für den CDU-Landrat das Thema Familienoffensive werden, obwohl Joachim Claus (CDU) schon im jüngsten Kreistag eine kritische Würdigung dessen sah, was die Landesregierung sich da ausgedacht hatte. Die nnz hatte diesem Thema bislang einige Berichte gewidmet und Jürgen Hohberg wollte wissen, wie es mit der Offensive im Landratsamt gediehen sei. Das wiederum war dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Egon Primas zu viel. Der bezeichnete all das, was da bislang zur Offensive verkündet worden war als Kaffeesatzleserei, ausgenommen natürlich das, was die Minister Dr. Zeh, Prof. Göbel und ihr MP offiziell verkündet hatten. Selbst der Landkreistag, in dem die CDU-Landräte die Mehrheit haben und der die Offensive in ihrer bisherigen Fassung am Wochenende kritisierte und ablehnte, solle sich laut Primas nicht an der Kaffeesatzleserei beteiligen.
Und so werde die CDU-Fraktion es auch nicht zulassen wollen, dass auf der morgigen Tagesordnung des Kreistages dieses Thema behandelt werden soll. Das sei kein Diskussionspunkt, sondern der pure Wahlkampf. Gegenreden wollte Primas nicht zulassen, dafür die Belehrung für Gisela Hartmann, damit sie es auch verstehen, Frau Hartmann! Eine solch wichtige Angelegenheit wollte die Bündnisgrüne dann auch nicht zum Wahlkampf herunterbuchstabieren lassen. Wogegen Egon Primas darlegte, das all das, was bislang bekannt geworden sei, lediglich den Status eines Referentenentwurfes habe. Und dann wurde das Lieblingswort des Tages – Kaffeesatzleserei – noch mehrfach hin- und hergeschickt, so dass sich Egon Primas all das nicht mehr bieten lassen wollte.
Nicht verstehen wollte das Gezerre Jürgen Hohberg, der lediglich eine Auskunft von der Verwaltung wollte. Das parteilose CDU-Fraktionsmitglied meinte, dass das bislang Bekannte nicht etwa von einem Kauenwart, sondern von einem Ministerpräsidenten verlautbart wurde.
Dann aber wurde nicht weiter diskutiert, schließlich trifft man sich morgen in größerer Runde wieder, im Kreistag. Nachzutragen bleibt noch, dass die öffentliche Sitzung des Kreisausschusses 14 Minuten dauerte. Das ist nach 12 Minuten Platz 2.

