Mo, 08:33 Uhr
04.07.2005
Reise mit allen Sinnen
Nordhausen (nnz). Opiumdüfte von Räucherstäbchen im Weltladen, Yogi-Tee zur Einstimmung, Klänge kehllautiger Gesänge buddhistischer Mönche, Gebetsfahnen am Eingang: Es war und bleibt ein eindrückliches Erlebnis, das Peter Kube für die nnz notiert hat.
Reise mit allen Sinnen (Foto: nnz)
Kunstweberin Ulrike Drasdo – Gast des Kunstsymposiums in Nordhausen – berichtete von Ihrer Reise nach Nepal. Eine große medizinische Expedition zur Erforschung der Höhenkrankheit. Es war viel mehr. Eigene Grenzen werden spürbar. Belastungen und ihre sichtbaren Folgen - auf den Fotos/Dias erschöpfte, aber glückliche Menschen. Einige Tage, einige Stunden erfassen dich die Anzeichen der Krankheit, dann musst du allen Ehrgeiz vergessen, ruhig bleiben. Geduld ist das Beste. Hoch, weit hoch hinaus am Dach Welt willst du und es kann tödlich sein, wenn du die Regeln nicht einhältst.
Sie hielt sich daran und schaffte viele Wege in den Bergen. Von Katmandu durch den hinduistisch geprägten Teil des Landes in die Höhen der buddhistischen Klöster. Das vom Tourismus geprägte Leben der Sherpas (als Träger verdienen viele der Bergbauern ihren Unterhalt) sieht im Alltag sehr anders aus und Ulrike konnte nur staunen über deren Lebensweise. Die Gebetswimpel wirken wie Überlebenszeichen.
Dort, wo jede Bewegung bedacht sein will, flattern sie und nach buddhistischen Vorstellungen trägt der Wind ihre Worte um die Welt. Vielleicht auch die Leiden Menschen, die in diesem unruhigen Land leben. Wer weiß von den halb erfrorenen Kindern, die aus Tibet über die Pässe wandern, um in Nepal leben zu können…
Warmherzig erzählt sie, liebevoll nach den Strapazen und dem ersten Gefühl: Nie wieder. Doch nach einer Woche war das verflogen. Sie will für die Menschen, die dort unter schweren Bedingungen leben, etwas tun. Der Erlös des Vortrages ist bestimmt für die Armenapotheke in Katmandu. Dort kann Menschen geholfen werden, die sonst keine Chance hätten, an Heilmittel heranzukommen. Und vielleicht oder sicher – sie fährt noch einmal hin. Nähere Informationen zur Armenapotheke gibt es im Weltladen Nordhausen.
Peter Kube
Autor: nnz
Reise mit allen Sinnen (Foto: nnz)
Kunstweberin Ulrike Drasdo – Gast des Kunstsymposiums in Nordhausen – berichtete von Ihrer Reise nach Nepal. Eine große medizinische Expedition zur Erforschung der Höhenkrankheit. Es war viel mehr. Eigene Grenzen werden spürbar. Belastungen und ihre sichtbaren Folgen - auf den Fotos/Dias erschöpfte, aber glückliche Menschen. Einige Tage, einige Stunden erfassen dich die Anzeichen der Krankheit, dann musst du allen Ehrgeiz vergessen, ruhig bleiben. Geduld ist das Beste. Hoch, weit hoch hinaus am Dach Welt willst du und es kann tödlich sein, wenn du die Regeln nicht einhältst. Sie hielt sich daran und schaffte viele Wege in den Bergen. Von Katmandu durch den hinduistisch geprägten Teil des Landes in die Höhen der buddhistischen Klöster. Das vom Tourismus geprägte Leben der Sherpas (als Träger verdienen viele der Bergbauern ihren Unterhalt) sieht im Alltag sehr anders aus und Ulrike konnte nur staunen über deren Lebensweise. Die Gebetswimpel wirken wie Überlebenszeichen.
Dort, wo jede Bewegung bedacht sein will, flattern sie und nach buddhistischen Vorstellungen trägt der Wind ihre Worte um die Welt. Vielleicht auch die Leiden Menschen, die in diesem unruhigen Land leben. Wer weiß von den halb erfrorenen Kindern, die aus Tibet über die Pässe wandern, um in Nepal leben zu können…
Warmherzig erzählt sie, liebevoll nach den Strapazen und dem ersten Gefühl: Nie wieder. Doch nach einer Woche war das verflogen. Sie will für die Menschen, die dort unter schweren Bedingungen leben, etwas tun. Der Erlös des Vortrages ist bestimmt für die Armenapotheke in Katmandu. Dort kann Menschen geholfen werden, die sonst keine Chance hätten, an Heilmittel heranzukommen. Und vielleicht oder sicher – sie fährt noch einmal hin. Nähere Informationen zur Armenapotheke gibt es im Weltladen Nordhausen.
Peter Kube

