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Mi, 10:51 Uhr
17.10.2001

nnz-Kommentar: T-DSL gefällig?

Nordhausen (nnz). T-DSL ist das Schlagwort bei allen Computer-„Freaks“, die eine schnelle Geschwindigkeit bei der Übertragung ihrer Daten wollen. Leider werden die Nordhäuser auch zukünftig darauf verzichten müssen, denn die Telekom verweigert den Anschluss. nnz kritisiert.


„T-DSL: Ihre Datenrennstrecke im Netz!“ Wer jetzt in den letzten Tagen seine Telefonrechnung bekommen hat, wird den neuesten Flyer gesehen haben und sich freuen, bald auch Besitzer der derzeit schnellsten Übertragung von Computerdaten zu sein. Doch falsch gedacht!

„T-DSL: Mit Topspeed surfen kann jeder - auch Sie!“ Eben nicht, denn T-DSL wird in Nordhausen leider nicht angeboten. Das Nordhäuser Netz verfügt zwar über einen „DSL-Knotenpunkt“ (ein Knotenpunkt für 45.000 Einwohner, Respekt liebe Telekom), doch dieser ist für die meisten „User“ zu weit von ihrer Wohnung entfernt, dies würde zu Übertragungsschwierigkeiten führen. Dazu kommt noch, dass sogenannte „Glasfaserleitungen“ fast im kompletten Stadtgebiet verlegt wurden und diese überhaupt nicht DSL-fähig sind.

„Schnallen Sie sich an! Erleben Sie mit T-DSL ein vollkommen neues Online-Feeling.“ Würde ja mancher gerne, selbst die Kosten sind erträglich, was soll man aber machen, wenn die Telekom sagt: „Tut uns leid, aber einen DSL-Anschluss können wir ihnen nicht anbieten“?

So einfach macht es sich die Telekom: Man entwerfe einen Flyer, vergleiche die derzeitigen Übertragungsmöglichkeiten mit genauer Zeitangabe der Ladedauer einer Internetseite: zum einen analoges Modem (14 Sekunden), zum zweiten ISDN (12 Sekunden) und zum dritten T-DSL (sagenhaft: eine einzige Sekunde!). Nachdem man festgestellt hat, dass T-DSL mehr als das Hundertfache an Geschwindigkeit zulässt, werden anschließend noch einmal alle Vorzüge des T-DSL-Anschlusses aufgelistet. Damit preist man sich selbst nicht nur fachgerecht an, nein, der Mund aller heißhungrigen Internet-User wird ordentlich wässrig gemacht.

nnz sagt Danke an die Telekom, weil sie uns nicht nur theoretisch den „Computerhimmel auf Erden“ verspricht, sondern uns praktisch wieder einmal gezeigt hat, was nicht möglich ist. Veit Fischer
Autor: nnz

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