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Do, 10:00 Uhr
16.07.2020
AfD Nordhausen zum Thema Vandalismus:

„Die Zustände zu beklagen, ist zu wenig“

„Mit Blick auf die zunehmenden Vandalismusschäden im Stadtgebiet, den großflächigen Schmierereien der letzten Woche an der neuen Gehegetreppe, vor allem aber nach der beunruhigenden Beschädigung des Gedenkhains für die die ehemaligen Häftlinge, ist es an der Zeit, dass man bei der Stadtverwaltung in Sachen Ordnung und Sicherheit nun gegensteuert“, sagt Jörg Prophet, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Stadtrat…

Es reichte nicht aus, dass man seitens der Verwaltung die beschmierte Treppe öffentlich heftig beklage, doch nichts unternehmen würde, um präventiv und sanktionierend tätig zu werden. „Die Täter im Gehege dürften sich noch über die große öffentliche Resonanz gefreut haben, die man für ihr ‚Machwerk‘ erzeugt hat“, meint Jörg Prophet. „Doch sowohl die Schmierereien im Gehege als auch die Zerstörungen am Gedenkhain sind mitten in der Stadt geschehen. Sie sind auch längst keine Einzelfälle mehr. Es gibt kaum noch einen Straßenzug ohne Schäden oder Schmierereien“, merkt der Fraktionsvorsitzende an.

Der Vandalismus ziehe sich quer durch die Stadt und sei zu einem Dauerzustand geworden. Auch auf dem Petersberg-Gelände habe die Zerstörungswut nie aufgehört. „Es ist mehr, als dass Nordhausens Erscheinungsbild leidet – nicht nur zum Ärger der Einwohner. Der Gedenkhain zeigt uns, dass es auch zu einem Sicherheitsproblem werden kann“, sagte Herr Prophet. „Nordhausen hat ein großes und wachsendes Problem und muss das nun lösen.“

Schon vor einem Jahr habe man als AfD das Rathaus aufgefordert, sich in einer ausschussübergreifenden Tagung mit der Thematik zu beschäftigen. „Damals hatte sich das Problem noch auf den Petersberg begrenzt. Unser Vorschlag wurde nicht aufgegriffen, die Angelegenheit ist umso drängender geworden. Deshalb erneuern wir den Vorschlag nach einer Strategie für die öffentliche Sicherheit“, Prophet weiter.

Ob Petersberg, Gehege oder Stadtpark – viele Menschen würden zunehmend zögern, öffentliche Parks und Grünanlagen vor allem am Abend zu besuchen, weil sie sich nicht sicher fühlen. „Dabei ist es nicht nur eine Sicherheits-, sondern auch eine soziale Frage, dass öffentliche Flächen von allen Menschen angstfrei benutzt werden können“, so Herr Prophet. Die Polizei könne das Problem nicht allein lösen, was auch angesichts der schlechten Personalausstattung verständlich sei.

Aus Sicht der Alternativen könne das Problem aber leicht analysiert und gelöst werden: „Im ersten Schritt muss man bei einer solchen Strategietagung Experten hinzuziehen. Dies sind vornehmlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamts. Zumindest die Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes stehen jeden Tag in vorderster Reihe, ihnen sind viele Akteure bekannt, sie wissen um Gruppenzusammensetzungen und könnten die besten praxistauglichen Strategien zum Umgang und zur Lösung vorschlagen.“

Für die AfD stehen hier an erster Stelle deutliche Sanktionen für jene, die bewusst Regeln der Gesetze oder des Zusammenlebens missachten und brechen. „Gewalt, Vandalismus, Zerstörung muss konsequent und vor allem schnell geahndet werden. Dies hilft auf lange Sicht auch den Tätern selbst. Das setzt aber ausreichend Präsenz von Ordnungskräften bzw. technische Möglichkeiten der Kontrolle voraus: Das schließt für uns den Einsatz von Kameras an besonders neuralgischen Punkten nicht aus. Allein deren Existenz hat oft schön präventive Wirkung“, so Jörg Prophet.

Für das Ordnungsamt könnte es bedeuten, personelle und materielle Kapazitäten weg von der Verkehrsüberwachung in Richtung Ordnung und Sicherheit zu lenken. „Es ist vielleicht auch im Sinne der Mitarbeiter im Außendienst, wenn sie durch die Bürger in erster Linie als kompetente und präsente Partner in Sachen Sicherheit wahrgenommen werden. Dies ist zugleich eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.“

Im zweiten Schritt schlägt die Nordhäuser AfD vor, zu analysieren, was die Ursachen der Grenzüberschreitungen sind oder waren, ob und welche besseren Strategien, z. B. bei der Jugendarbeit, auf lange Sicht angewendet werden müssen. Die Stadt wende erhebliche Mittel für die Jugendarbeit auf: „Man muss regelmäßig mit den Trägern der Jugendarbeit im Gespräch bleiben, deren Qualifikation prüfen, pädagogische Ansätze diskutieren, Fordern und Fördern in ein richtiges Verhältnis setzen; das sind Ansätze, um auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren. Angemessene Erziehungsarbeit muss politische Beeinflussung ablösen“, sagt Herr Prophet mit Blick auf die Träger der Jugendarbeit in der Stadt.
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Kommentare

16.07.2020, 10.18 Uhr
Paulinchen | Nun liebe Stadtverwaltung,...
...diese Vorschläge wären doch schon mal ein Anfang, damit wir wieder saubere Fassaden in unserer Stadt haben könnten. Das mit den Überwachungskameras, finde ich gar nicht mal schlecht, ist es doch in vielen anderen Städten schon längst gewohnte Praxis. Wer sich ordentlich in der Öffentlichkeit benimmt, hat auch nichts zu befürchten. Zumal man ja derzeitig mit der Mund-Nasenschutzmaske ohnehin schon ein wenig getarnt ist und uns diese wohl noch eine Weile begleiten wird und muss.

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16.07.2020, 10.45 Uhr
Wolfi65 | So kann man aber nicht diskutieren
"Wer sich ordentlich verhält, der hat auch bei einer totalen Kameraüberwachung, nichts zu befürchten."
Das geht nunmal gar nicht.
Noch hat man das Recht, nicht auf Schritt und Tritt überwacht zu werden.
Da rechtfertigen auch die jüngsten Vorkommnisse in NDH keine Eingriffe in die Privatsphäre.
Oder will etwa Paulinchen ständig durch Kameras überwacht werden?

Und die, welche unerkannt Straftaten begehen wollen, die machen das auch.

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16.07.2020, 11.39 Uhr
andreas66 | Alles wird gut!
Vorhin zwei Polizisten zu Fuß in der Rautenstraße gesehen. Habe meinen Augen nicht getraut, sie schienen auf Streife zu gehen. Früher gehörte dies zum Straßenbild. Aber für eine Überwachung im gewissen Rahmen per Kameras bin ich trotzdem.

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16.07.2020, 12.03 Uhr
Ra1n3R | @Wolfi65
Dann gehe ich mal davon aus, dass Sie auch kein Smartphone besitzen, Smarthome-Geräte, keine Online-Käufe tätigen und sämtliche Zahlungen nur mit Bargeld vornehmen. Falls nicht, hinkt Ihre Anmerkung beim Thema "Kamera im öffentlichen Raum zur Sicherheit der Bevölkerung und Schutz" doch gewaltig. Wer im digitalen Zeitalter nicht wie ein Neandertaler unterwegs ist, gibt deutlich mehr Daten von sich Preis, als irgendwelche Kameras aufzeichnen. ;-)

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16.07.2020, 12.43 Uhr
Wolfi65 | Ja, die beiden waren zu Fuß
Wahrscheinlich war das Auto kaputt, oder der Nebel des Vorabends war noch nicht verzogen.
Zum nächsten Kandidaten.
Ich habe ein Samsung Galaxy S9, ein Nokia 5.1 und ein Iphone 6s und 5c.
Noch Fragen?! @Ra1n3R
Deswegen kann man mich aber nicht ständig filmen und oder fotografieren, weil ich die Dinger nicht ständig bei mir habe :-(

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16.07.2020, 12.52 Uhr
Wolfi65 | Nachtrag zum Vortrag
Wer heute alles mit Karte bezahlen will oder muss, macht sich natürlich vollkommen gläsern.
Ich persönlich zahle alles in Bar, es sei denn, ich habe wieder ein Schnäppchen bei einen Internethändler gesehen, was ich unbedingt haben will.
Da geht Barzahlung natürlich nicht.
Wenn ich 50 Schutzmasken für 4,50 Euro ohne Versand erhaschen kann, dann schlage ich natürlich zu.
Deswegen machen ich mich nicht unbedingt durchsichtig und angreifbar.

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16.07.2020, 14.51 Uhr
tannhäuser
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
16.07.2020, 15.02 Uhr
Bürger 0815
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
16.07.2020, 16.48 Uhr
Bürger 0815
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
16.07.2020, 17.24 Uhr
Bürger 0815 | Angemessene Erziehungsarbeit
muss politische Beeinflussung ablösen.
Da kann ich nur zustimmen.

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17.07.2020, 10.23 Uhr
LAGE | Vandalismus
Danke Hr. Prophet, gut erkannt und gute Vorschläge!
Leider wird das nix, weil sie ja von der BÖSEN AfD kommen! (Ironie)
Bleiben Sie dran, vielleicht werden doch noch einige munter!

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