eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 14:14 Uhr
18.10.2000

Bauern und Bürgerinitiative wollen sich an Landesverwaltungsamt wenden - Kreistagsausschuß will unterschiedliche Standpunkte ausloten

Nordhausen (nnz). Gestern Abend berieten Mitglieder der Bürgerinitiative "Rettet die Goldene Aue" und der Kreisbauernverband über die weitere Vorgehensweise zum geplanten Industriegebiet zwischen Bielen und Urbach.
Zum jetzigen Stand wollen Bürgerinitiative und der Kreisbauernverband keine weiteren Stellungnahmen abgeben. Wie Bauern-Chefin Monika Teuber der nnz sagte, sei die derzeitige Lage äußerst verwirrend und undurchsichtig. Sie verwies auf den Regionalen Raumordnungsplan für Nordthüringen (RROP). Darin seien die Flächen in der Goldenen Aue vorrangig für eine landwirtschaftliche Nutzung ausgewiesen. "Plötzlich tauchte da ein weißer Fleck in der Planungskarte von 105 Hektar auf. Dagegen haben wir im Mai 1998 sofort einen Widerspruch beim Landesverwaltungsamt Weimar angemeldet", so Monika Teuber. Bislang habe der Kreisbauernverband dazu noch keine Antwort oder Reaktion erhalten. Nun werde man sich direkt an den Präsident des LVA wenden.
Mit der Problematik "Goldene Aue" wird sich auch der Ausschuß für Umwelt, Land- und Forstwirtschaft des Kreistages beschäftigen. Diese Sondersitzung machte sich seit den jüngsten, emotionsgeladenen Diskussionen aus Sicht des Ausschußvorsitzenden Maik Schröter erforderlich, um im Ausschuß sachlich zu informieren. Mit eingeladen wurden der Heringer Bürgermeister und Vorsitzende des Planungsverbandes, Achim Arendt. Ordentliches Mitglied im Ausschuss ist auch Monika Teuber, Geschäftsführerin
des Kreisbauernverbandes. Somit können Interessenskonflikte mit den Verantwortlichen direkt diskutiert werden.
"Offensichtlich ist den Beteiligten bei der Unterschriftensammlung der Unterschied zwischen Industrie- und Gewerbegebiet nicht ganz klar. So muß man jedenfalls aus der augenblicklichen Diskussion schließen", so Maik Schröter gegenüber nnz. Die unterschiedlichen Interessen müßten unbedingt abgewogen werden.
"Aber Fakt ist auch: Die Region braucht Industrieansiedlungen und die damit verbundenen Arbeitsplätze! Um dieses umsetzen zu können wird bei allen Beteiligten um Kompromißbereitschaft geworben. Gerade um diese Kompromißbereitschaft werde ich mich persönlich bei den Beteiligten auch weiterhin bemühen. Schließlich geht es um meine Heimat und um meine Mitmenschen", meint der Heringer weiter.
Autor: psg

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)