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So, 20:21 Uhr
12.07.2020
Nachgefragt

Zweieinhalb Tage auf der Abbiegespur

Was nach einem Spaßartikel aus dem "Postillon" klingt, wo ein Überholvorgang nach sieben Jahren beendet wurde, ist auf der Autobahnzufahrt Sundhausen bittere Realität geworden. Auch wenn Andrej nur zweieinhalb Tage ausharren musste...

Andrej vor seinem defekten Truck (Foto: S.Dietzel) Andrej vor seinem defekten Truck (Foto: S.Dietzel)


Nach fast 60 Stunden ist der liegengebliebene polnische LKW aus dem Kreuzungsbereich zur A38 bei Nordhausen entfernt worden.

digital
Wir berichteten schon gestern über den ungewöhnlichen Fall und wollten wissen, woran es lag. Hier der erstaunliche Bericht von Silvio Dietzel, der für die nnz vor Ort war.

Am Freitag befuhr Andrej, so der Name des LKW-Fahrers, die B4 im Bereich Steinbrücken/Sundhausen, um auf die A38 in Richtung Göttingen zu fahren. Doch ausgerechnet hier gab es an seinem LKW einen technischen Defekt, der eine Weiterfahrt verhinderte. Eigentlich hätte Andrej nur noch bis Bad Lauterberg fahren müssen, um dort abzuladen. Aber nun stand er seit Freitag 10:30 Uhr in der Abbiegespur. Kein LKW-Kollege hat ihm geholfen. Aber auch aus seiner Firma kam kein positives Signal, um einen Abschlepp- oder Bergungsdienst zu organisieren. Der Chef wollte das ganze selbst organisieren und reparieren.

Besonders gefährlich wurde es nachts. Nur spärlich beleuchtet - und mit einem Warndreieck vor und hinter dem Fahrzeug abgesichert - harrte Andrej in seinem LKW aus und wartete auf die Dinge, die da noch kommen sollten.

Auch am Samstag passierte nicht viel. Wir versuchten schließlich ein paar Einzelheiten zu erfahren und sprachen den Fahrer an. Das Ganze gestaltete sich etwas schwierig, denn Deutsch und Englisch kann Andrej nicht sprechen, Polnisch oder Ukrainisch können wir nicht. Zum Glück gibt es die Übersetzungs-Apps, die in solchen Situation weiterhelfen.

Und so bekamen wir heraus, dass der Fahrer Andrej heißt, 30 Jahre alt ist, ukrainischer Staatsbürger ist und für eine polnische Spedition fährt. Ebenso erfuhren wir, dass er nach Bad Lauterberg wollte um dort abzuladen. Was macht man so den ganzen Tag auf der Kreuzung, wollten wir wissen. Lesen, sagt Andrej, ein bisschen im Internet surfen und telefonieren.

An seinem Auto sei der Kompressor defekt, der das Bremssystem des LKWs und des Sattelaufliegers mit Luft versorgt, teilte er uns mit. Ohne Luft auf den Kesseln ist kein Bremsen oder Weiterfahren möglich. Sein Chef wollte das Teil besorgen und dann vor Ort wechseln. So jedenfalls der Plan. Inzwischen hatte auch die Polizei Bedenken mit der Position des LKWs. Also setzten sie Beamten der Spedition eine Frist, um das Fahrzeug aus der Abbiegespur zu bekommen. Diese Frist lief am heutigen frühen Sonntagabend aus.

Der Spediteur beauftragte den ADAC in Nordhausen mit dem Abschleppen des Fahrzeuges. Für die Jungs vom ADAC war es eine Routinearbeit. Schlauch für eine externe Befüllung angeschlossen, Luft auf die Kessel gedrückt und schon konnte Andrej zumindest aus der gefährlichen Lage geholt werden. Nun steht der LKW auf einem Parkplatz in Sundhausen.

Andrej war überglücklich nach fast drei Tagen auf der Kreuzung wieder etwas sicherer und abseits des Verkehrs stehen zu können. Für das ADAC-Team vom Autohaus Peter war es nicht nachvollziehbar. warum keiner der LKW-Kollegen dem Fahrer geholfen hat. Jeder LKW Fahrer hätte die Möglichkeit gehabt, die vom ADAC ausgeführt Arbeit selbst durchzuführen.

So waren am Ende die Nordhäuser "Gelben Engel" die wahren Helden für Andrej und die Lösung seines Problems.

update: Seit den frühen Morgenstunden wird der in Nordhausen gestrandete polnische LKW repariert. Der Chef der polnischen Spedition sowie ein Mechaniker sind mit dem erforderlichen Ersatzteil in den Morgenstunden eingetroffen. Jetzt wird der Truck wieder flott gemacht. Der defekte Kompressor wurde bereits ausgetauscht. Nun wird es nicht mehr lange dauern und Andrej kann seine Reise fortsetzen.
Odyssee in der Abbiegespur (Foto: S.Dietzel)
Odyssee in der Abbiegespur (Foto: S.Dietzel)
Odyssee in der Abbiegespur (Foto: S.Dietzel)
Odyssee in der Abbiegespur (Foto: S.Dietzel)
Odyssee in der Abbiegespur (Foto: S.Dietzel)
Odyssee in der Abbiegespur (Foto: S.Dietzel)
Odyssee in der Abbiegespur (Foto: S.Dietzel)
Odyssee in der Abbiegespur (Foto: S.Dietzel)
Odyssee in der Abbiegespur (Foto: S.Dietzel)
Odyssee in der Abbiegespur (Foto: S.Dietzel)
Odyssee in der Abbiegespur (Foto: S.Dietzel)
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Kommentare

12.07.2020, 21.24 Uhr
ossi1968 | Tolle Leistung
Ich kenne es mehrfach aus eigener Erfahrung...bei jedem profanen Reifenplatzer auf der Autobahn oder 4-spurigen Bundesstraße droht die Polizei spätestens nach 30-45min, wenn der Fahrzeughalter nicht die Bestellung eines Reifendienstes nachweisen kann, "ihren" Dienst zu bestellen...mit entsprechenden Kosten. Ich kenne es aus eigener Erfahrung! Wie konnte nun dieser Wagen solange in der Auffahrt stehen mit Gefährdung? So sind halt die Unterschiede in Deutschland zwischen einheimischen und ausländischen Unternehmern! Klingt krass und alle Hochachtung vor dem polnischen Fahrer der das super gemanagt hat. Ist aber leider die Wahrheit.
Im Drohen sind sie gut unsere Staatsorgane, aber nur wenn das Bußgeld leicht vollstreckbar ist. Wenns kompliziert wird ziehen sie gern den Schwanz ein!!

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13.07.2020, 04.16 Uhr
Micha123 | Willkommen in Deutschland
Ich habe mir den Artikel einige Male durchgelesen und irgendwie fehlen mir die Worte.

Die Stelle, an welcher der LKW stand ist ein Gefahrenbereich.
Mein höchster Respekt vor der Polizei. Jedoch weiß ich nun nicht so genau, ob ich noch sagen kann "dein Freund und Helfer"...
Es kann nicht sein, dass der LKW dort 60 Stunden steht. Da fährt doch stündlich ein Streifenwagen lang. Mit Sicherheit hielten die Beamten auch an.. Wenn der Fahrer wusste, welches Problem anliegt, war es dann nicht möglich, dass man hätte zeitiger helfen können? Auch die Polizei hat die Möglichkeit sich sprachlich irgendwie zu verständigen.

So eine einfache "Luftnummer" hätte man doch schon nach wenigen Stunden lösen können.

Haben nicht auch einige Feuerwehrfahrzeuge/Rüstwagen, die Möglichkeit der "Luftübertragung"? Es wäre doch ein unkomplizierter Einsatz/Übung gewesen.

Klar, die Sache mit den Kosten und wer diese bezahlt, das ist so ein Ding. Aber es war oder wäre ja absehbar gewesen, dass es sich nur um geringe Kosten handelt.
Und zur Not, so hätte man die Möglichkeit gehabt, beim nächsten Ärzte-Apotheker-Ball im Autohaus Peter eine Spendendose für Andrej aufzustellen. So hätte das Unternehmen dann auch wieder die Unkosten für den sonntäglichen Einsatz seiner "Gelben Engel" inne gehabt.

Was Andrej wohl über die Deutschen denkt? Oder über die Europäische Union?

Wahrscheinlich kommt er eh nur selten in seine Heimat. Der polnische Spediteur wird günstig Transporte für deutsche Firmen innerhalb des Landes hier durchführen. Und der ukrainische Fahrer ist noch "günstiger".

Hochachtung vor Andrej, dass er, so wie es zu erkennen ist, auch noch ein wenig das Lachen beherrscht.

Danke an Silvio Dietzel, dass er darüber hier berichtet hat.

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13.07.2020, 07.15 Uhr
Kobold2 | So eine Situation
hatte ich vermutet...
Cheffe " organisiert selbst" und tanzt den Behörden auf der Nase rum. Belohnt wird das Ganze mit "großzügiger" Fristsetzung. Die Verkehrsituatuion und vor allem die Situation des Fahrers (Sanitär und Hygiene) ist völlig egal, obwohl die passende Werkstatt ein Steinwurf weit weg ist.
Es interessieren nur noch die Kosten und daran hat nicht nur der polnische Unternehmer ein gesteigertes Interesse.
Dabei kann man schon mal über die nicht konforme Absicherung (Warndreieck?), oder die Kontrolle des Aufentaltstitels für einen Fahrer aus einem Drittstatt drüberhinwegsehen. Andere Länder sind da konsequenter
Aber Hauptsache billig. Seit dem Lockdown wird die Situation immer verschärfter sichtbar. Politisch gewollt verpfuscht und kaum noch kontrollierbar.
Die Mähr vom helfenden Lkw Fahrer ist auch sowas von peinlich...
Abgesehen von der Sprachbarriere kann man heute bei der komplexen Technik als Fahrer eh kaum noch etwas selbst machen. Den meisten fehlt auch das nötige Fachwissen. Ein entsprechend benötigter Schlauch, gehört auch nicht zwingend zur Standardausrüstung. Wenn man ein Auto in der Situation stehen sieht, geht man davon aus, daß schon Hilfe angefordert wurde. Dererlei und andere Kuriositäten von osteuropäischen Transportunternehmen sind mittlerweile trauriger Alltag. Da gibt es noch besseres und es wird sich noch weiter verschärfen. Nicht umsonst, heißt es immer wieder bei erneuten Angleichungen des europäischen Arbeitsmarktes aus Brüssel..... Der Güterverkehr ist davon ausgeschlossen!
Für das behördliche Versagen werden hier vorbeifahrende Lkw Fahrer vorgeschoben, peinlicher gehts nicht.

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13.07.2020, 09.20 Uhr
Wolfi65 | So ein Brimborium
Abschleppstange und weg mit der Kiste.
Ohne wenn und aber!
Das ist und war eine Verkehrsgefährdung sondergleichen.
Wieso da noch so lange diskutiert wurde?
Der LKW stand da im absoluten Parkverbot.
Freundliche Polizisten oder Beamte hin oder her.
Die Staatsdiener hätten dafür sorgen müssen, dass der LKW da weg kommt.
Was ist denn hier los in NDH?
Ob der Chef das in Osteuropa bezahlen kann oder will, ist vollkommen uninteressant.
Dann soll der seine Bude zumachen.

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13.07.2020, 10.47 Uhr
Kobold2 | Mit dem letzten Kommentar
Ist man in der Abteilung angekommen, wo man gern mitreden möchte, aber gleichzeitig mitteilt, das man keine Ahnung hat.
Es steht ja schon im Artikel, aber gern nochmal.
Ohne Luft geht nix an einem Lkw. Die Federspeicher ziehen an und die Bremse ist fest. Das ist Teil des Sicherheitskonzepts, da die Bremse ausschließlich mit Luft funktioniert. Die Federspeicher lösen erst wieder, wenn genügend Vorratsdruck vorhanden ist. Oder man macht das mechanisch von Hand, nur zum Abschleppen, jedes Rad einzeln. Dafür muss man aber unter das Auto kommen.
Anheben mit der Luftfederung fällt ohne Luft aus. Also bleibt noch der Wagenheber...
Dann darf man gleich noch die Kardanwelle ausbauen, denn sonst darf nicht abgeschleppt werden. Das ist nicht mal so nebenbei erledigt
Soviel zum Brimborium.
Man sieht hier wie zahnlos und hilflos unsere Behörden. sind.

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13.07.2020, 13.22 Uhr
Wolfi65 | Aha, ahnungslos?!
Dann Zugmaschine ab und Ersatzmaschine dran.
Hier in NDH macht man aus einen liegen gebliebenen Truck eine uneinnehmbare Festung.
Und Kollega aus der Ukraine hat gemacht nichts.
Steht aber auf Foto wie ein Mann.

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13.07.2020, 14.31 Uhr
Leser X | Schlaglicht
Diese Geschichte zeigt, wie heutzutage im Europa des 21. Jahrhunderts mit Menschen umgegangen wird, auch und gerade mit Truckern, die unsere Versorgung sichern. Diese armen Kerle haben einen harten Job. Und werden mies bezahlt. Dürfen oft wochenlang nicht nach Hause. Und wenn sie dann im Ausland stranden, hilft ihnen keine Sa...

Aber in Brüssel labern sie unermüdlich über ein soziales Europa. Was hier geschehen ist, passt eher in die Zeit der Leibeigenschaft und des Manchesterkapitalismus.

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13.07.2020, 15.38 Uhr
Kobold2 | Ahnungslosigkeit
Ist nichts schlimmes und betrifft irgendwann fast jeden mal. Dagegen hilft u.a. zuhören und verstehend lesen, aber auf keinen Fall der Daumenkindergarten .
Abgesehen davon, geht aus dem Text hervor das ihre propagieren Maßnahmen, gar nicht nötig waren, setzten sie ja lieber noch einen drauf.
Auch um die Zugmaschine vom Auflieger zu bekommen, müssten sie die von mir beschriebenen Maßnahmen durchführen.
Die Kiste bewegt sich auch ohne Auflieger nicht, wenn die Kessel leer sind!
Die Beurteilung des Fahrers ist recht anmaßend.
Was hätte er denn in der Situationen, allein gelassen von seiner Firma, in einem fremden Land, ohne große Sprachkenntnisse ihrer Meinung nach machen sollen?
Der war einfach nur froh, daß das Drama sich dem Ende neigte.
Nebenbei bemerkt, halte ich die hier geäusserte Diagnose für einen ersten Schuss ins Grobe.
Da kann sich auch was anderes verabschiedet haben.
Danke an LeserX, der die Situation des Fahrers, als ein Beispiel von vielen, hier treffend zusammen gefasst hat.
Wenn man die Kiste schon nicht hierzulande reparieren wollte, wäre es von der Tranportfirma das Mindeste gewesen, das Auto schnellstmöglich abschleppen zulassen und dem Fahrer fürs Wochenende eine Pension zu organisierten. Das würde auch den Vorschriften entsprechen.

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13.07.2020, 16.32 Uhr
Wolfi65 | Es nicht nicht schlimm
Wenn man keine Lust hat und die Sicherheit im Strassenverkehr auf der Strecke bleibt.
Oder doch?
Der Familienvater, der zu spät den Liegengebliebenen (Dauergeparkten LKW) sieht und mit den erlaubten 70 km/h auffährt.
Selber Schuld sagt dann der Allwissende LKW Spezialist.
War doch eine Warnweste hinten dran.
Dass die Warnblinke nach 60 Stunden Betrieb den selbigen aufgibt, ist doch normal.
Nein, demnächst bleibt die Kiste bis Weihnachten stehen, weil die Ersatzteile von China kommen und die Flüge wegen Corona die 23ste. gestrichen wurden und Eselskarren es nicht über den Himalaya schaffen.
Also setzt sich Kollege auf die Stossstange und wartet...und wartet.
Irgendwann muss dann noch der Thüringenforst anrücken, um die Bäume und Sträucher um den LKW zu entfernen.
Oder eine neue Trasse für die B4 wird geplant und hergestellt.
Spätestens dann kann die Kiste dann für immer da stehen bleiben.
Übrigens, nicht nur LKW Fahrer arbeiten hart in dieser Zeit.
Man muss nicht alles rechtfertigen wollen, was schief läuft.
Das Versagen kommt von dem Versagen.

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13.07.2020, 17.15 Uhr
Realist 1.0
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
13.07.2020, 18.42 Uhr
Realist 1.0 | @wolfi65, wenn man nicht lesen kann und von Technik keinen blassen Dunst
Hat sollte man einfach Ruhe geben. Tipp für unbewanderte wie sie es sind, googeln sie Mal MAN EBS.

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13.07.2020, 18.55 Uhr
Paulinchen | Wie war der Werbeslogan...
... von dem japanischen Autohersteller normal? "Nichts ist unmöglich - Europa"... oder kann man auch Nordhausen sagen?

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13.07.2020, 19.01 Uhr
Paulinchen | Ergänzung
Vielleicht hätte der arme LKW Fahrer noch einen Asylantrag stellen müssen, dann musste er nicht mehr im Brummi ausharren. Letztlich ist es eine ganz miese Tour, was man dem Mann angetan hat. Da bin ich bei Wolfi, was wäre denn gewesen, wenn ein Kollege von ihm hinten aufgefahren wäre?

Denken dann die Behörden immer noch, ein wenig Schwund ist immer dabei????

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13.07.2020, 20.51 Uhr
Petra G | Scheinbar hab ich
da was überlesen. Soweit wie ich es weiß, erfolgt ein Warnsignal bzw wird ein Fehlercode am Bordcomputer angezeigt bei einen Defekt im LKW . Hat der LKW - Fahrer es nicht wahr genommen oder war/ist es ein älter LKW gewesen.

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13.07.2020, 21.21 Uhr
ossi1968 | 500 Euro
Das Abschleppen in eine beliebige LKW- Werkstatt bzw. MAN Obermann in NDH hätte aus eigener Erfahrung 500-600 Euro gekostet. Die Jungs hätten auch innerhalb 30min Druckluft auf der Kiste gehabt und die Kardanwelle entfernt. Glaubts mir, Abschlepper wissen was sie tun! Von daher unverantwortlich, daß die Polizei die Hinhaltetaktik dees polnischen Unternehmers und seines Fahrers Andrej mitgemacht hat!
Wenn einer auf die Kiste draufgefahren wäre , hätte der noch eine Teilschuld bekommen.
Trotzdem ziehe ich vor Andrej den Hut, der passt in die Welt. Polizei NDH---> einfach nur Backpfeifen!!

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14.07.2020, 13.40 Uhr
Micha123 | Ein Hoch auf Andrej
Wie ich schon schrieb, ein Hoch auf Andrej!. Aller Respekt! Er lacht, wenn wir alle schon am verzweifeln sind, so wird seine Lebenserfahrung sein.
Schade, dass zu wenige Medien darüber berichten und dies die breite Öffentlichkeit nicht mitbekommt, was da für Geschichten im Hintergrund laufen.
Eines Tages wird aber auch Andrej diese Touren nicht mehr machen, dafür hat man dann schon "Ali", welcher in den Startblöcken steht.

Und ebenfalls erwähnte ich, dass ich eigentlich Hochachtung vor der Polizei habe. Ich weiß nicht, was hier vielleicht verkehrt lief. Aber die hätten unproblematisch und vor allem unbürokratisch eine schnelle Lösung finden können. Und so wie der LKW da stand, hätte eigentlich die ganze Abbiegespur gesperrt werden müssen.

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14.07.2020, 14.55 Uhr
Oberlehrer | unschön, die Situation des Brummi-Fahrers...
...aber bevor hier alle die Polizei verurteilen. Hat mal einer die Polizei zu dem Thema interviewt ?

Im Interesse der Verkehrssicherheit hätte sicher die Polizei dafür sorgen müssen, das der LKW dort verschwindet (jedenfalls denke ich das und einige andere hier auch). Vielleicht gab es aber gute Gründe, dass das nicht geschah. Was sagt denn die Polizei dazu ?

Interessant finde ich auch, wie hier Andrej in der Kommentarspalte zum tragischen Helden stilisiert wird. Er hatte eine Panne, Chef hat ihm die Hilfe vor Ort verweigert...und er hatte im Grunde keine Wahl. Der sympathische Bursche hatte Pech und einfach den falschen Chef.

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14.07.2020, 16.51 Uhr
Wolfi65 | Man darf solchen Spezialisten
Man darf solchen selbsternannten Kfz Spezis keine Handbreit Boden überlassen.
Ich stimme hiermit dem ossi1968 vollkommen zu und frage mich noch einmal, wie hier einige selbsternannte Realisten und Märchengestalten auf die sinnfreie Idee kommen, diesen LKW nicht abschleppen zu können.
Eine Kardanwelle als Grund für eine Verkehrgefährdung zu rechtfertigen.
Notfalls hätte man das Teil auch abflexen können.
Die rote Armee hätte das auch noch hinbekommen.
Aber wenn man nicht will.....
Und notfalls kann man ja auch " ich nix verstehen" stammeln.
Das zieht immer in Deutschland.
Ich habe kein Mitleid mit dem Fahrer.
Wenn der Chef kein Geld fürs Abschleppen und Reparaturen hat, hilft nur die Bude zumachen.

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14.07.2020, 18.17 Uhr
pseudonym | 3-Kreis Bremssystem
Ein LKW hat ein 3 kreisiges Bremssystem die voneinander getrennt sind. Nach ECER13 ist das Bremssystem so auszulegen, dass bei einem Ausfall des Kompressors noch min. 4 Vollbremsungen möglich sind, um das Fahrzeug sicher zum stehen zu bringen.
Wenn der Kompressor ausfällt, ist das Drucksystem nicht schlagartig leer, sondern der Fahrer sieht das anhand einer ersten Warnlampe (heute meist gelb), dass sein Druck von 8,5 bar oder heute auch oft 10bar abfällt. Wenn das Bremssystem gut und dicht ist, kann man theoretisch wenn kaum Luftverbrauch durch wenig Bremsungen oder durch die Luftfeder entnommen ein ganzes Stück gefahren werden. Es ist also keineswegs so, dass der Fahrer überraschend und schlagartig mit diesem Problem konfrontiert sein kann. Es ist eigentlich fahrlässig vom Fahrer, mit diesem Problem noch auf die Autobahn fahren zu wollen!
Die Polizei hätte ihm dafür eigentlich ne Strafe aufbrummen sollen. Aber heute hat einfach keiner mehr Ahnung von grundlegender Technik die auch schon seit Jahrzehnten so funktioniert und gesetzlich geregelt ist.

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14.07.2020, 19.29 Uhr
pseudonym
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red: Keine Links bitte
14.07.2020, 21.08 Uhr
ossi1968 | 3-Kreis Bremssystem@pseudonym
na schon mal angefahren an dieser Kreuzung mit einem 40Tonner aus Richtung SDH nach Göttingen? Da gibts so richtig Luftverbrauch! Da ist nach 3m von 8,5bar nichta mehr übrig...
Noch zur Info: 8,5 - 9bar hatten wir früher , maximal bis mitte 90er Jahre. Aktuelle LKW laufen mit 11-12,5bar!! Auch Andrej sein MAN. Da wirds unter 9bar schwierig mit fahren!

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14.07.2020, 21.53 Uhr
Kobold2 | Den Umgang mir der Warnlampe
sieht man täglich bei den Spezies die gern mit Nebelschlussleuchte umherstolpert.
Der Fahrzeugtyp hat aber keine Warnlampe .
Die Druckanzeigen sind leider etwas ungünstig im unteren Bereich des Armaturenbretts angebracht und sind dadurch auch teilweise vom Lenkrad verdeckt.
Es ist anzunehmen das der Fahrer über die Sundhäuser Hügel aus Richtung Erfurt gekommen ist. In den letzten Kurven wird durch das Lenken die Anzeige zeitweise vollends verdeckt und naturgegeben bleibt einem Fahrer bei der Steckenführung hier wenig Gelegenheit sein Augenmerk auf die Anzeige zu fokussieren.
Die Anzeige kommt sauber und gut sichtbar oben im Display in Texform( läst sich auch Landessprache einstellen), wenn es fast zu spät ist. Ich vermute, das der Fahrer aus Mangel an geeigneten Abstellmöglichkeiten, noch versucht hat den Autobahnparkplatz am Kesselberg zu erreichen. Nebenbei sei noch angemerkt, das nicht nur dei Bremse sondern auch die Schaltung Luft zum arbeiten braucht.

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14.07.2020, 22.07 Uhr
Kobold2 | Selbsternannte Spezialisten
entlarven sich selbst, in dem sie weder Text noch Kommentar lesen oder verstehen von der Materie keine Ahnung haben aber gern mitreden wollen. Gut gemeinte Ratschläge ( hier der abgewandelte Satz eines bekannten Comedian) werden ignoriert und die ungeschickte Schiene wird stur weiter gefahren. In der Sackgasse angekommen, sucht man seinen Ausweg Beleidigungen und arrgoanten hämischen Äusserungen zum leidtragenden Fahrer.
Menschlich untere Schublade und nur bedauernswert. Wenn sie mal wieder auf dem Klo sitzen und kein Papier haben....
Wir bringens !
Der juristische Einblick über die Möglichkeiten deutscher Behörden, gegenüber ausländischen Firmen war auch recht "erhellend".....

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