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Mi, 10:14 Uhr
24.06.2020
Ein Blick in die Statistik

Weniger Schwerbehinderte im Freistaat

Am 31.12.2019 waren 205 195 Thüringerinnen und Thüringer im Besitz eines Schwerbehindertenausweises. Dies waren 7 382 Personen bzw. 3,5 Prozent weniger als zwei Jahre zuvor...

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren Ende 2019 erstmals mehr Frauen (103 012 bzw. 50,2 Prozent) als Männer (102 183 bzw. 49,8 Prozent) im Besitz eines Schwerbehindertenausweises. Der Anteil der schwerbehinderten Menschen an der Thüringer Bevölkerung lag bei 9,6 Prozent.

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Die Hälfte (54,1 Prozent) der schwerbehinderten Thüringerinnen und Thüringer war älter als 65 Jahre. Weitere 33,8 Prozent befanden sich im Alter von 45 bis unter 65 Jahren, 9,6 Prozent im Alter von 18 bis unter 45 Jahren und 2,5 Prozent der von Schwerbehinderung Betroffenen waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Ursache der Behinderung war in vier Fünftel der Fälle (81,2 Prozent) eine Krankheit (einschließlich Impfschaden). Bei 4,7 Prozent der schwerbehinderten Menschen war die Behinderung angeboren und 1,8 Prozent der Fälle wurden durch Unfälle (einschließlich Arbeitsunfälle und Berufskrankheit) verursacht. In 0,9 Prozent der Fälle war die Ursache ein Arbeitsunfall bzw. eine Berufskrankheit. Anerkannte Kriegs-, Wehrdienst- oder Zivildienstbeschädigungen waren in 0,2 Prozent der Fälle Ursache für eine Schwerbehinderung.

In 54 370 Fällen wurde als Art der schwersten Behinderung eine Beeinträchtigung der Funktion von inneren Organen bzw. Organsystemen festgestellt. Das waren mehr als ein Viertel (26,5 Prozent) aller Betroffenen. An zweiter Stelle standen Querschnittlähmung, zerebrale Störungen, geistig- seelische Behinderungen und Suchtkrankheiten (50 310 Personen bzw. 24,5 Prozent), gefolgt von Funktionseinschränkungen von Gliedmaßen (28 332 Fälle bzw. 13,8 Prozent).
Autor: red

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Kommentare
Knickei63
24.06.2020, 16:16 Uhr
Sparrechnung
Ich habe mal 50 % plus G gehabt ! Auf Grund von Neubeurteilungen vom Landratsamt , wurden mir diese aberkannt , mit der Begründung "Ich bin so gut auf meine Tabletten eingestellt " das ich dieses Merkmal nicht mehr haben darf . Ich habe jetzt 20% und 10% bekommen. Dieses darf aber nicht zusammen gerechnet werden , heißt jetzt eben ich bin nicht Krank ! Daß ich noch eine sehr niedrige Herzleistung habe und einige ander Beschwerden ist nicht wichtig für die Beurteilung . So brauchen Sie kein Geld mehr für mich ausgeben und ich muß Minderbezahlte Tätigkeiten ausüben die später für den Staat von Vorteil sind, da dann die Rente um einiges geringer ausfällt . Schönen Gruß an das Landratsamt mit seinen überaus fähigen Mitarbeitern .
Micha123
25.06.2020, 19:37 Uhr
Immer weniger Schwerbehinderte in Thüringen
Ich glaube es war bis 2010, da bekam man den Schwerbindertenausweis über das Versorgungsamt in Erfurt. Die waren dort für das Schwerbehindertenrecht vieler Landkreise zuständig und waren absolute Experten.

Dann löste man dieses auf und sorgte dafür, dass die Sozialämter der Landkreise diese Tätigkeiten übernehmen.
Ob das Sozialamt auch Mediziner hat, welche bei den Entscheidungen mitwirken, kann ich nicht genau sagen.

Da es ja hier auch um Gelder geht, welche ein Behinderter erhält, so denke ich, dass es ganz im Sinne der Behörden ist, wenn man die Zahlen "niedrig" hält. Und so kommen dann solche schönen Statistiken zusammen und es heißt, dass es weniger Schwerbehinderte im Freistatt gibt.
(Ob die Dunkelziffer der wahren Zahlen bekannt ist?)
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