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Mo, 11:39 Uhr
22.06.2020
Bund der Steuerzahler fordert:

Diätenautomatismus abschaffen

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) Thüringen spricht sich erneut gegen die Indexierung der Abgeordnetendiäten aus. Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Oehring positioniert sich klar zur ergangenen Landtagsinformation in Drucksache 7/934:...

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„Der in der Verfassung des Freistaats verankerte Automatismus der Erhöhung der Abgeordnetenentschädigung nach der Einkommens- und Preisentwicklung im Freistaat gehört abgeschafft. Unser Verband sieht die Zukunft des Abgeordnetenbezahlung in einem vollständigen Wechsel des Vergütungssystems, wie er in Nordrhein-Westfalen bereits 2005 vollzogen wurde und durch den Thüringer BdSt grundsätzlich unterstützt wird.“

„Aus einer erhöhten steuerpflichtigen Grundentschädigung sollen alle mandatsbedingten Aufwendungen mit der Steuererklärung geltend gemacht werden. Zudem muss die vollständig steuerfinanzierte Altersversorgung abgeschafft werden. Stattdessen ist ein System mit privater Vorsorge durch Eigenbeiträge der Abgeordneten einzuführen. Die Präferenz sollte hierbei möglichst bei der Integration der Abgeordneten in die gesetzliche Rentenversorgung liegen, einschließlich der dort geltenden Regelaltersgrenzen“, erklärt der geschäftsführende Vorstand.

Nach der erfolgten Anpassung, die rückwirkend zum 1. Januar 2020 greift, erhöht sich die Grundentschädigung um 3,0 Prozent auf monatlich 5.976,95 Euro. Die monatlichen dreigeteilten Aufwandsentschädigungen steigen aufgrund der Preisentwicklung um 1,4 Prozent. Die allgemeinen Kosten betragen somit 1.347,30 Euro, die Mehraufwendungen am Sitz des Landtags 421,05 Euro und die Fahrten in Ausübung des Mandats betragen je nach Entfernung zum Landtag zwischen 252,63 Euro und 1.052,62 Euro.

Da die Altersentschädigung der Abgeordneten prozentual an die Grundentschädigung gekoppelt ist, steigt auch diese.

Ein Beispiel: Nominell mindestens sechs Jahre muss ein Abgeordneter dem Landtag angehört haben, um mit Erreichen der Regelaltersgrenze 26 Prozent der jeweiligen Grundentschädigung als monatliche Altersentschädigung zu erhalten. Das sind 1.555 Euro. Ein Durchschnittsverdiener Ost müsste dafür, auch eingedenk der bereits beschlossenen Rentenerhöhung zum 1. Juli des Jahres, über 46 Jahre arbeiten. Dieses Beispiel verdeutlicht den hohen Wert dieser Regelung für Abgeordnete.

„Die im Vorfeld der Erhöhung geäußerten Pläne einzelner Abgeordneter bzw. Fraktionen, die Erhöhung der Diäten zu Spenden, erachte ich als wenig hilfreich. Vielmehr sollte das Parlament als kurzfristigen Schritt die Verfassung ändern und die Indexierung für zwei Jahre aussetzen. So können auch die Abgeordneten einen Beitrag zum Landeshaushalt in den schwierigen Corona-Zeiten leisten“, so Oehring abschließend.
Autor: red

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Kommentare
Sonntagsradler 2
22.06.2020, 12:15 Uhr
Diätenautomatismus abschaffen
Niemals!
Vor nicht allzu langer Zeit die Automatiche erhöhung beschlossen und jetzt wieder abschaffen. Wo leben wir denn?
Es reicht wenn das Arbeitende volk in kurzarbeit geschickt werden. Da müssen die Politiker nicht auch noch leiden.
geloescht.otto
22.06.2020, 12:40 Uhr
An
der Quelle saß der Knabe,.........
geloescht.20250302
23.06.2020, 09:39 Uhr
Die moderne Quelle...
...heisst heutzutage Selbstbedienungsladen.

Und bitte gendergerecht "Knabe/Mädel/Diverses Geschlecht 3 bis 45" schreiben.

Nicht dass wir noch Ärger bekommen mit den Gleichstellungsbeauftragtinnen.
Paul
23.06.2020, 11:11 Uhr
Angleichung...
ja wo bleibt da eigentlich die Angleichung bei der arbeitenden Bevölkerung ! Die Preise steigen ständig an, aber das Einkommen der Steuerzahler leider nicht.
Früher gab es auch mal eine sogenannte jährliche prozentuale Lohnangleichung, die sowas annähernd anpassen sollte.
Paulinchen
23.06.2020, 11:40 Uhr
So viel zur...
...zum Thema: "Alles zum Wohle des Volkes und dessen Nutzen mehren....." Kein Wunder, dass die Parlamente der Länder und der Bundestag aus allen Nähten platzen. Nur in China gibt es nochr mehr Abgeordnete. Aber es wäre doch gelacht, wenn WIR Deutschen das nicht auch noch überbieten könnten... ;-)
Paulinchen
23.06.2020, 16:28 Uhr
Das sollte doch eigentlich...
... inzwischen jedem Arbeitnehmer bekannt sein, dass Löhne und Gehälter nicht vom Staat vorgegeben/geregelt werden. Dafür gibt es immer noch die jeweiligen Gewerkschaften.
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